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Dänemark und die Kleine Meerjungfrau

Das Nationalsymbol Nummer eins in Dänemark ist und bleibt die „Kleine Meerjungfrau“. Das ergab eine Umfrage der Tageszeitung „Berlingske Tidende“. Die Bronzestatue der „Lille Havfrue“, die seit 1913 am Hafen von Kopenhagen auf einem Stein hockt, hat es dennoch nicht immer leicht.

Autor: Nicola Kuhrt
Aktualisiert: Juni 2008
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Die Kleine Meerjungfrau in Kopenhagen

Die Kleine Meerjungfrau in Kopenhagen

Die „Kleine Meerjungfrau“, die der Bildhauer Edvard Eriksen nach dem gleichnamigen Märchen von Hans Christian Andersen entwarf, ist für 38 Prozent aller Dänen die dänische Ikone. Auf Plätzen zwei landeten die bunten Fachwerkhäuser mit Reetdach (13 Prozent), auf Platz drei die roten Briefkästen der dänischen Post (zehn Prozent). Die typischen roten Würstchen (Røde Pølser) kamen immerhin auf Platz vier.

So beliebt die „Kleine Meerjungfrau“ auch ist, in ihrer fast 100-jährigen Geschichte wurde sie bereits viele Mal von Unbekannten verunstaltet. 1963 und 1976 und Anfang 2006 wurde sie komplett mit Farbe bestrichen. 1984 sägte man dem kleinen Kunstwerk den rechten Arm ab, 1964 und 1998 wurde sogar der Kopf abgeschlagen. Bei einem weiteren Anschlag 1990 gelang den Tätern dies nur halb.

In 2003 traf es die „Kleine Meerjungfrau“ besonders hart: Zuerst wurde die Märchengestalt komplett weiß angemalt, nur wenige Wochen später komplett von ihrem Sitzstein gesprengt. Von den Tätern fehlt, wie eigentlich immer, jede Spur.

Bisher wurde die Skulptur immer wieder repariert. Doch nun haben die Behörden endgültig genug von den Belästigungen und die Kleine Meerjungfrau wurde soweit wie möglich ins Wasser versetzen, damit sie nicht mehr so einfach erreichbar ist. Wahrscheinlich ist es so besser für die Meerjungfrau, aber schade für die jährlich mehr als eine Million Touristen, die das Nationalheiligtum dann auch nicht mehr berühren können. Den besten Blick auf die junge Dame hat man jetzt von den Ausflugsschiffen...

Dänemarks Nationaldichter: Hans Christian Andersen

H. C. Andersen

H. C. Andersen

Hans Christian Andersen (* 2. April 1805 in Odense auf der dänischen Insel Fünen; † 4. August 1875 in Kopenhagen) ist der wohl bekannteste Dichter und Schriftsteller Dänemarks.

Berühmt wurde Hans Christian Andersen durch seine zahlreichen Märchen wie „Die Prinzessin auf der Erbse“, „Des Kaisers neue Kleider“, „Die Schneekönigin“, „Das Mädchen mit den Schwefelhölzern“, „Die kleine Meerjungfrau“ und „Das hässliche Entlein“, die bereits um 1840 herum in unterschiedlichen deutschen Übersetzungen erschienen.

Angelehnt an dänische, deutsche und griechische Sagen und historische Begebenheiten, dem Volksglauben verbunden und inspiriert von literarischen Strömungen seiner Zeit, schuf Andersen so die bedeutsamsten Kunstmärchen des Biedermeier.

Weniger bekannt sind viele seiner 156 weiteren Märchen. Auch die autobiografischen Texte, Novellen, Dramen, Gedichte und Reiseberichte, die von seinem Schaffensreichtum zeugen, führen ein Schattendasein.

Andersens Märchen

Andersens Märchen

In den dreißiger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts fand der junge Dichter in Deutschland größere Anerkennung als in seinem eigenen Vaterland. Sein Roman „Der Improvisator“ (1835) erschien bald in deutscher Übersetzung. Obwohl Andersen immer Dänisch schrieb, wurde die erste seiner veröffentlichten Autobiografien, übersetzt als „Das Märchen meines Lebens ohne Dichtung“, 1846 auf Deutsch herausgegeben. (Erst 1855 erschien seine große dänische Autobiografie, Mit Livs Eventyr.

Quelle: Wikipedia-Artikel zu Hans Christian Andersen

Autor: Nicola Kuhrt
Aktualisiert: Juni 2008
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