Fejø, ein Paradiesapfel in der dänischen Ostsee

Wenn Sie wirklich abschalten möchten von allem, was der Alltag so mit sich bringt und ein bisschen heile Welt mit Ruhe, frischer Luft und dem wunderbaren Licht der Ostsee genießen wollen, kommen Sie nach Fejø, der größten der kleinen Inseln nördlich von Lolland. Aber Vorsicht, dieses Fleckchen Dänemark kann süchtig machen!

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apfelbluete
Apfelbäume gibt es auf Fejø fast wie Sand am Meer

Im Smalandsfahrwasser, der Bucht zwischen Seeland und Lolland, schlummern drei kleine Inseln: Fejø, Femø und Askø. Alle drei sind ganzjährig bewohnt und heißen Besucher allzeit herzlich willkommen. Die größte der drei Inseln mit 16 km² und etwa 500 Einwohnern ist Fejø.

Aber nicht nur die Größe unterscheidet Fejø [faj-ö] von den beiden Nachbarinseln, sondern auch die Erreichbarkeit. Die Überfahrt mit der Christine ist wegen der häufigen Abfahrten kein Problem, eher eine willkommene Möglichkeit, sich die Beine zu vertreten, die frische Meeresbrise einzuatmen und den Stress auf dem Festland zu lassen. Nach nur 15 Minuten haben Sie die Insel erreicht und Sie werden spüren, dass hier vieles anders ist. Es gibt kaum Verkehrsschilder, keine Werbung, wenig Zäune, aber dafür viele Apfelbäume, einsam gelegene Ferienhäuser und freundliche Insulaner, die nach alter Tradition jeden Ankömmling grüßen. Wenn Sie zurückgrüßen, tragen Sie dazu bei, dass diese liebenswerte Gewohnheit weiterlebt.

Inseln der Glückseligen - Bericht aus 2010 über Fejø und Femø in der Braunschweiger Zeitung.

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Die beiden Siedlungen in Ost und West: Österby und Vesterby

Egal ob Sie ein Ferienhaus auf Fejø gemiete haben oder als Tagesgast die Insel besuchen, folgen Sie einfach der Straße. Auf einer Insel führen ja alle Straßen irgendwann zum Meer, so auch auf Fejø. Die Hauptstraße verläuft von Vesterby, der Siedlung um den Fährhafen, bis nach Österby, der zweiten Siedlung in der Mitte der Insel. Allerdings ist die Grenze nicht auszumachen - es gibt ja keine Schilder - und die hübschen Häuser mit üppigen Gärten säumen den gesamten Weg. Haben Sie den kleinen Supermarkt, das "Einkaufszentrum" der Insel, erreicht, sind Sie auf jeden Fall in Österby. Hier im Sparmarkt gibt es eigentlich alles, was man im Urlaub so braucht: Lebensmittel, Haushaltswaren, Hundefutter, Backwaren, Briefmarken oder auch Medikamente. Deutsche Zeitungen oder einen Geldautomaten werden Sie vergebens suchen. Versorgen Sie sich mit Bargeld bitte auf Lolland in Horslunde oder im schönen Maribo.

Fejø – Fernab vom Massentourismus

Fejo Karte Luftfotos der Insel Fejø

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Sehenswürdigkeiten? Hier ist alles sehenswert!

Die Sehenswürdigkeiten der Insel sind schnell besichtigt: der Jachthafen Dybvig mit der alten Bootsbauerei, die schon in der vierten Generation Holzboote fertigt, unter anderem für das Nationalmuseum. Oder die vom Heimatverein renovierte historische Schmiede und die alte Mühle, in der es sonntags Informationen für Touristen mit Kaffee und hausgebackenem Kuchen gibt. Die schöne weiße Seefahrerkirche, die, wie oft in Dänemark, einsam an der Ostküste steht und über den gepflegten Kirchhof mit dem Friedhof wacht. Verweilen Sie ein wenig auf der Picknickbank direkt am Wasser und genießen Sie den Meerblick!

Aber dafür fährt man nicht nach Fejø... Das eigentlich Besondere ist die Weite, der Blick zum Horizont, die naturbelassene Küste, die zum Erwandern einlädt, der Himmel, der sich ständig ändert, das besondere Licht und die Ruhe. Fejø ist eine friedliche Insel, hier fühlt man sich gut aufgehoben! Kriminalität kennt man nur aus der Zeitung, darum sind auch die Türen immer offen und die kleinen Marktstände vor den Häusern mit selbstgeerntetem Obst und Gemüse oder die Flohmarkttische sammeln das Geld in Marmeladengläsern oder Dosen, die niemand unerlaubt mitnehmen würde! Und es ist der schönste Ort für einen Dänemarkurlaub mit Hund - wenn er nicht gerade die Hühner oder Fasane jagt, die durch die Felder und Gärten stromern. Aber direkt an der Ostsee gibt es keine Hühner und die Möwen sind schneller als Ihr Hund!

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Sletteren, der Strand an der Ostküste

Den offiziellen Badestrand Sletteren finden Sie am Ende des gleichnamigen Weges an der Ostküste, gegenüber der Nachbarinsel Femø. Je nach Wind und Wetterlage ist er mal mehr, mal weniger bewachsen oder mit Seegras bedeckt, aber es gibt auch schöne sandige Abschnitte. Im Sommer wird ein Badesteg ins Meer gebaut, von dem Sie und Ihre Kinder gut schwimmen oder die vielen kleinen Lebewesen im klaren Wasser beobachten können. Wenn Sie in der Nebensaison Urlaub auf Fejø machen, ist es hier eher einsam, doch die Picknickbank am Strand bleibt auch im Winter stehen und zum Steine ins Wasser werfen oder die Nase in den Wind halten ist immer Saison!

Es führt noch ein zweiter Weg zur Ostküste, der Andemosevej. Hier ist der Strand sehr steinig, aber ideal für lange Hundespaziergänge an der Ostsee oder für verträumte Stunden auf dem großen Stein, der auf der Wiese vor der Küste liegt. Zwischen den vielen Feuersteinen am Ufer finden Sie auch die sogenannten Hühnergötter: Feuersteine mit einem natürlichen Loch, die früher als Schutz vor bösen Geistern an die Häuser gehängt wurden. Wenn Ihr Hund Wasser liebt, kann er hier überall ungestört schwimmen! Eine ausgiebige Spazierrunde führte am Wasser vom Andemosevej zum Windrad am Hjortemosen und über Land zurück.

Kurz vor Sletteren bieten zwei Landwirte ihre hausgemachten Waren direkt am Hof an: Fejo Cider produziert Cidre und Apfelmost aus der Ernte der Insel und Apfelmost aus der Ernte der Insel, und nebenan gibt es Grillwurst und Braten aus eigenem Rind- und Lammfleisch.

Vor der Ferienhaussiedlung an der Westküste ragt im Sommer ebenfalls ein Badesteg ins Meer. Für ein morgendliches Bad ist das sehr verlockend und abends können Sie hier den schönsten Sonnenuntergang genießen, vielleicht zu zweit mit einem schönen Glas Wein...

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Wandern und Radfahren

Neben der kleinen Insel liegt die noch kleinere Insel Skalø, die über einen Damm mit Fejø verbunden ist. Auf dem Weg dorthin kommen Sie am beliebtesten Ferienhaus der Insel, dem einsam gelegenen Haus am Skaløvej, vorbei. Es liegt etwas versteckt zwischen den Apfelbäumen und es hat die wohl schönste Aussicht über das Wasser!

Auf Skalø gibt es einen kleinen, privaten Hafen mit vielen Sitzplätzen, freundliche Gäste sind herzlich willkommen! Die Vogelwelt ist einen Rundgang direkt am Meer entlang wert. Bitte respektieren Sie die Natur und die Felder der Landwirte und nehmen Sie Ihren Hund hier an die Leine. Vorschläge für weitere Wanderungen, zum Beispiel um die Landzunge Skovnakken im Westen, bekommen Sie bei Henrik, der auch fast alle Ferienhäuser auf Fejø vermietet. Er kennt jeden Pfad und vermutlich auch jeden Baum und Strauch der schönen Insel.

Wenn Sie genug Zeit und trockenes Wetter haben, sollten Sie Fejø unbedingt mit dem Rad erkunden. Das macht erstens viel mehr Spaß und zweitens können Sie schneller an den kleinen Straßenständen bremsen, um die Auswahl an Flohmarktartikeln, Obst, Gemüse, hausgemachtem Apfelsaft oder Marmelade zu begutachten. Nehmen Sie dafür immer etwas Kleingeld mit! Je zwei Fahrräder stehen Ihnen an jedem Ferienhaus zur Verfügung, weitere Räder vermietet der Insel-Elektriker für 10 € pro Tag oder 40 € pro Woche. Für den Transport von Hunden oder für kleine Kinder und große Einkäufe sollten Sie das besondere dänische Dreirad ausprobieren, ein Lastenrad, das in Dänemark erfunden wurde und inzwischen auch in Deutschland produziert wird.

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Der Himmel über Fejø

Zu den beeindruckendsten Erlebnissen auf der Insel zählt die Betrachtung des Sternenhimmels. Da es auf Fejø keine „Lichtverschmutzung“ gibt, sind hier die einzelnen Sternbilder und sogar die Milchstraße besonders gut zu sehen. Bei Vollmond kann man sich durch das intensive Licht gut orientieren. Wenn kein Mond scheint, muss man sich erst an die Dunkelheit gewöhnen. Aber eine Nachtwanderung oder auch einen Hundespaziergang unter Sternen, begleitet vom sanften Rauschen des Windes und der Ostsee, werden Sie so schnell nicht vergessen, ebenso wie die farbenprächtigen Sonnenauf- und -untergänge am unverbauten Horizont!

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Flora, Fauna & Anglerglück

Ein Mäusebussard schwebt lautlos über die Felder und hält nach Beute Ausschau. In der Abenddämmerung schreit heiser ein Fasanenmännchen und schlägt mit den Flügeln. Überall laufen Hasen, sogar im Garten. In den Bäumen und Sträuchern gibt es eine vielfältige Vogelwelt und an den Küsten große Kolonien mit Schwänen, dem dänischen Nationalvogel. Ein Eldorado für Hobbyornithologen. Wer Glück hat und früh auf den Beinen ist, kann in den Morgenstunden einer Hirschkuh begegnen.

Die Vegetation auf Fejø ist zwar durch die intensive Landwirtschaft geprägt, aber auf den Strandwiesen wachsen interessante Pflanzen und an mehreren Stellen, z.B. auf Skalø, Skovnakken und Avernakken, kann man einsame Riet- und Lagunenbiotope entdecken (behutsam sein und Mückenschutz nicht vergessen!)

Wer im Sommer auf Fejø angeln möchte, sollte nicht groß auf Fang hoffen. Dafür ist das Meer zu warm und das Wasser zu flach. Nur im Mai, wenn die Hornhechte da sind, gibt es Fanggarantie.

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Ausflüge

Sollten Sie doch einmal etwas anderes als Ruhe und Natur erleben wollen, bieten Ihnen die benachbarten Inseln von Mai bis September viele attraktive Ausflugsziele! Auf den Hausdetailseiten finden Sie unter "Umgebung" nicht nur den aktuellen Wetterbericht, sondern auch Links zu den interessantesten Ausflugszielen.

Das nächste und für viele auch das schönste Ausflugsziel ist der Safaripark Knuthenborg auf dem Gelände des gleichnamigen Guts, an dem Sie auf Ihrer Anreise sicher vorbeigekommen sind. Hier im kleinen Ort Bandholm gibt es noch einen weitere Besonderheit: Die historische Museumsbahn. Im Sommer können Sie mit dieser ältesten Dampflok Dänemarks gemütlich in die schöne Stadt Maribo fahren und sich in eine andere Zeit versetzt fühlen. Maribo ist Lollands Kulturzentrum mit idyllischen Kopfsteinpflastergassen, einer ehrwürdigen Domkirche und dem Naturpark am Maribo See. Mit dem Ausflugsschiff "Anemonen" werden verschiedene Rundfahrten auf dem malerischen See angeboten.

Musik - und besonders Jazzfreunde kennen vielleicht die sehr gemütlichen, dänischen Jazzfestivals mit hochkarätigen Musikern und toller Stimmung. Das Maribo Jazzfest ist immer am dritten Juliwochenende, Femø Jazz wird am ersten Augustwochenende gefeiert. Femø ist auch ein schönes Ziel für eine Radtour. Nehmen Sie sich etwas Zeit und den Picknickkorb und setzen mit der Fähre nach Kragenæs und von dort nach Femø über. Auf Fejøs hügeliger Nachbarinsel gibt es einen schönen Badestrand am Hafen und in der Mitte der Insel einen netten Kro (Gasthof) mit einer leckeren und preiswerten Speiseauswahl.

Nakskov ist eine Hafenstadt im Westen von Lolland und für einen gemütlichen Einkaufsbummel zu empfehlen. Hier finden Sie mehrere Supermärkte*, eine gut ausgestattete Fußgängerzone und das beste Eis der Insel! Für Leckermäulchen ist bestimmt auch ein Besuch im Zuckermuseum interessant...
* Im Supermarkt am Hafen gibt es z.B. frischen Fisch.

Der Traum für alle Gartenfans ist der beeindruckende Købelev Garten bei Nakskov mit seinen asiatischen Gartenanlagen und einer überwältigenden Farbenpracht.

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Anreise nach Fejø

Fähre
M/F Christine setzt von
Kragenæs nach Fejø über

Vom frühen Morgen bis Mitternacht setzt die Fähre M/F Christine ungefähr stündlich von Kragenæs nach Fejø über. Die Überfahrt dauert 15 Minuten. Man kann nicht reservieren, doch wenn die Fähre einmal voll sein sollte, dann setzt man sich in die kleine Grillbar direkt am Fähranleger und genießt die herrliche Aussicht über die Ostsee nach Fejø. Schon ist die nächste Fähre da.

Besonders günstig ist die Fähre nach Fejø nicht, aber vergleichen Sie die Preise mal mit anderen Inseln in Dänemark. Für die gleiche Strecke und Dauer zahlen Sie zum Beispiel nach Fanø rund 40% mehr. Außerdem erhalten unsere Gäste ein besonders gutes Angebot.

Kostenlos nach Fejø

Wir erstatten Ihnen nachträglich das Fährticket für Ihre Anreise nach Fejø. Die Voraussetzung ist, dass Sie Ihr Ferienhaus auf Fejø so sauber hinterlassen, wie die meisten unserer Gästen es tun. Unter diesen Bedingungen erstatten wir Ihnen zusätzlich die Fährkosten für einen Ausflug mit dem Fahrrad zur Nachbarinsel Femø.

Fähre nach Fejø

Fejo Karte Preise 2012 (PKW inkl. Rückfahrt)
  • Fejø-Kragenæs (15 Min.) € 38
  • Rückfahrt immer gratis
  • Fahrplan (in Dänisch)

Fahrtzeit von Deutschland nach Fejø
  • Von Hamburg etwa 3 Stunden 45 Min.
  • Von Berlin etwa 6 Stunden

Fähren von Deutschland nach Dänemark

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Ein wenig Geschichte

  • 10.000 v.Chr. kamen die ersten Menschen nach Fejø. Es waren Nomaden, die Rentiere jagten. Zu jener Zeit war Fejø Teil des europäischen Kontinents, also noch keine Insel.
  • 4.000 v.Chr. entstand die Insel Fejø, da viel Land vom Schmelzwasser (der abklingenden Eiszeit) überflutet wurde.
  • 1231 erscheint Fejø im Grundbuch (Krongut) von König Valdemar als "Fæø" (fæ = Vieh, ø = Insel).
  • 1658-59 war Fejø von den Schweden besetzt. Zu dieser Zeit wurde der letzte Rest Wald gefällt, um die frierenden Insulaner zu wärmen.
  • 1766 wurden die Bauern von Fejø frei, als die Krone ihr Gut an sie verkaufte. Die „Fejbattinger“, so nennen sich die Insulaner selbst, haben also außer dem König nie andere Herren gehabt.
  • 1820 (etwa) erreichte die Einwohnerzahl 1500 und es kamen Arzt und Hebamme auf die Insel.
  • 1872 wurde ein Silberbecher aus der Wikingerzeit, im 9. Jahrhundert in Frankreich hergestellt, gefunden. Eine Kopie ist im Inselmuseum zu sehen.
  • Das heutige Alltagleben der Insel: Neues und Bewährtes 2001 - 2002

Autoren: Henrik Ranch, Kathrin von Maltzahn

Aktualisiert: Januar 2012

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