Insel der Angler: Langeland

Ferienhaus in Dänemark suchen

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Angler auf einem Stein am Meer vor der aufgehenden Sonne

Wer zum Angeln nach Dänemark fährt, findet auf Langeland erfolgversprechenden Angelspots und Ferienhäuser mit Filetierplatz und großem Gefrierfach. Perfekt wird das Anglerglück mit einem Bootsverleih und einer Slipanlage vor Ort.

Angelurlaub mit der ganzen Familie

Vor einigen Jahren fuhren vor allem Männergruppen zum Angeln nach Dänemark, doch heute heißt es für die ganze Familie: Ab ins Ferienhaus am Spodsbjerg Strand! Angeln ist keine reine Männerdomäne mehr, auch wenn Langeland nach wie vor ein beliebtes Ziel für einen Urlauber unter Freunden ist. Flache Strände, sommerlicher Badespaß, die herrliche Natur und etwa eintausend Hügel bieten Abwechslung für die ganze Familie.

Ob mit oder ohne Angel – diese herrliche Insel in der dänischen Ostsee ist ein wunderbarer Ort für ein Ferienhaus in Dänemark. Die größte Leihbootflotte in Dänemark findet man in Spodsbjerg an der Ostküste bei IBI Bootsverleih. Zur Auswahl stehen 17 verschiedene Bootstypen für drei bis acht Personen.

Workshops mit Angeltipps vom Profi

Jedes Jahr im April bieten die Mitarbeiter von IBI zwei Events mit Workshop auch für deutsche Urlauber an. Der schon zur Tradition gewordene Sommerservice im August kommt ebenfalls sehr gut bei den Kunden an. Gerade für total unerfahrene Angler ist dies ein guter Einstieg zum Meeresangeln, doch auch Profis sind herzlich eingeladen, in einer Gruppe von Gleichgesinnten etwas Neues zu lernen.

Sommerdorsch, Makrele oder Plattfisch?

Der Fischreichtum und die bequeme Art, mit dem Boot auf den Belt zu fahren, hat das Angeln auf Langeland berühmt gemacht. Nur von Spodsbjerg aus hat man die Möglichkeit, in den tiefen Rinnen des Belts einen der ganz großen Sommerdorsche von bis zu 20 Kilogramm zu erwischen.

Die Wege zu diesen Hot Spots dauern max. 15-20 Minuten. Mit den richtigen Koordinaten, die man vom Bootsverleih mit auf den Weg bekommt, ist der erste Schritt zum erfolgreichen Fang gemacht.

Fangbeschränkungen für Dorsche

Achtung: Durch eine EU-Verordnung ist der Dorschfang in der westlichen Ostsee (ICES-Zonen 22, 23 und 24) für Hobbyangler streng reglementiert. Vom 15. Januar bis 31. März ist Dorschangeln verboten, im übrigen Jahr darf seit 2022 nur noch ein Dorsch pro Tag und Angler gefangen werden.

In den Sommermonaten gehen auch Makrelen an den Haken, vereinzelt Leng oder Köhler in guter Größe. Mögt ihr lieber einen Plattfisch in der Pfanne? Der Langelandbelt ist europaweit bekannt als das beste Plattfischrevier!

Langeland ist zudem ein Paradies für Meerforellenangler. Vom Ufer aus hat man immer die Chance, einen der Silberbarren zu erwischen – an der Ostküste lohnt sich das Angeln sogar im Sommer bei glühender Mittagshitze.

Auf das Gewicht kommt es an

Nicht nur für den Fang, auch bei der Wahl der Rute ist das Gewicht ein entscheidender Faktor für den Erfolg. Zum Dorschangeln solltest du eine Rute von etwa 2,40 m mit 160-250 gr/WG nutzen, dazu eine Stationärrolle, Größe 40, bespult mit 150 m geflochtener Schnur von 0,17 mm oder mehr und für das Vorfach eine 0,60 mm Mono.

Wenn keine oder nur wenig Strömung ist, fischt man mit Pilker zwischen 80 und 100 Gramm oder die Saltwater Sandeel von Savage Gear. Bei Strömung kommt ein Jigkopf mit 130-240 gr zum Einsatz.

Die Wahl des besten Köders

Viele Angler fischen mit viel zu leichtem Gerät (Ruten mit 60 gr/WG und 30 gr Jigköpfen) und haben so keine Chance, den Köder am Grund zu spüren und den Fisch zu landen! Als Köder kommen Gummifische oder Creaturen zur Anwendung. Sehr gut sind die Shads der Firma Lieblingsköder oder von Sir Crabish. Als Beifänger verwendet Nicolaj 10 cm Shads und am Jigkopf 12,5-15 cm.

Wichtig: Der Köder muss ganz ruhig am Grund angeboten werden, also keine schnellen und großen Pilkbewegungen machen. Den Köder einfach nur nachziehen. Das ist ganz wichtig, sonst gibt es keinen Fisch oder nur Kleinfisch. Die ganz großen Dorsche stehen alle tiefer als 30 m. Im August besteht hier die Möglichkeit, mächtig große Dorsche an den Haken zu bekommen.

Tipps für Plattfisch und Meerforelle

Für Plattfische reicht eine 3 m Rute mit 100 gr/WG, zur Not kann man aber auch eine Pilkrute nutzen. Fast alle nutzen hier einen Buttlöffel (Inliner) mit 60-80 gr, ein Vorfach mit einem Seitenarm von 30 cm oberhalb des Löffels und einen Nachläufer von etwa 1 m Länge.

Für Meerforellen nimmt man eine 3 m Spinnrute mit 32-40 gr/WG. Meerforellen kannst du den ganzen Tag über nachstellen. Im Frühjahr nimmt man ganz leichte Köder wie z.B. Stripper in 4-7 gr, 7 gr Pilspidsen (gibt es nur in DK), kleine Spöket oder ganz aktuell die 12 gr TUWUB. Im Sommer und Herbst kommen etwas größere Köder zum Einsatz, wie 18 gr TUWOB, Sandeel von Savage Gear oder die neuen Rhino Diamond Sandeel.

Wattwürmer aus Tåsinge

Seeringelwürmer kannst du im Angelladen kaufen oder Wattwürmer auf Tåsinge graben, der kleinen Insel zwischen Südfünen und Langeland. Das Pümpeln ist im Sommer im Badebereich, wo sich die Wattwurmstellen auf Langeland befinden, verboten. Man kann aber auch Garnelen in der Schale als Köder verwenden, die gibt es in Rudkøbing im Supermarkt in der Gefriertruhe.

Gute Plattfischplätze sind Stengade Skov und Botofte Strand, beides nördlich von Spodsbjerg, sowie südlich vor Illebølle und landseitig vom gelben Turm, einer Markierung der Schiffahrtsroute südlich der Fährstrecke Spodsberg - Tårs.

Weiterführende Informationen

Walter Kaiser
Walter ist Angler und Bootsvermieter bei IBI Bootsverleih in Spodsbjerg auf Langeland. Er kennt die besten Spots und bietet rund ums Jahr verschiedene Angel-Seminare für Anfänger und Fortgeschrittene an.