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    Schlösser, Kirchen und Museen in Kopenhagen

    Eingangsportal des staatlischen Kunstmuseum in Kopenhagen

    Weithin bekannt sind Kopenhagens moderne Kulturbauten - nordisch gradlinig, schnörkellos und trotzdem prächtig. Aber vor allem die Schlösser und Kirchen, die vielen Türme und die großartigen Kunsthäuser lohnen den Besuch.

    Die Wahrzeichen der Stadt: Türme

    Seit etwa 700 Jahren ist Kopenhagen nicht nur dänische Hauptstadt, sondern auch der Sitz des Dänischen Könighauses. Viele Schlossbauten haben die Jahrhunderte überlebt und zeigen ihre Schätze in wahrhaft königlichen Schlossmuseen.

    Besonders stolz sind die Kopenhagener auf die alten Kirchen und hohen Türme, die die Silhouette der Innenstadt prägen. Schon das historische Stadtwappen aus dem 13. Jahrhundert ist mit drei Türmen über dem Hafenbecken verziert. Doch ebenso schätzt man moderne Architektur, die das Stadtbild in den letzten Jahren um einige Attraktionen reicher gemacht hat.

    Einen Überblick über die Stadt im Allgemeinen, die Stadtteile und die berühmtesten Sehenswürdigkeiten gibt es in unserem Artikel zu Kopenhagen.

    Kein Tag in Kopenhagen kann so trübe sein, dass man ihn nicht mit dem Bummel durch ein Museum aufhellen könnte. Doch auch bei Sonne sind die Kunsttempel sehenswert, vor allem, da sie oft von Grünanlagen umgeben sind. In diesem Artikel geht es hauptsächlich um Kunst und Architektur. Mehr Museen und Ausstellungen, besonders für Kindern, sind im Artikel Kopenhagen mit Kindern beschrieben.

    Es war einmal ein König… Schlösser in Kopenhagen

    Nicht nur ein König, sondern etwa 70 dänische Könige haben bis zum Jahr 1972 den Thron besetzt, seit dem 16. Jahrhundert hießen sie immer abwechselnd Christian oder Frederik und bauten sich ein oder gleich mehrere Schlösser, die dann gern auch Christiansborg oder Frederiksborg genannt wurden.

    1972 wurde zum ersten Mal eine Frau zur Königin gekrönt, sie heißt Margrethe II und wohnt im Schloss Amalienborg in der dänischen Hauptstadt. Die Namensgeberin Sofie Amalie war ebenfalls dänische Königin, da sie mit Frederik III verheiratet war. Frederiks Vater war übrigens der baubegeisterte Christian IV, der Kopenhagen in seiner heutigen Form entscheidend prägte.

    Die Geschichte von Amalienborg

    Frederik III baute das erste Schloss Amalienborg für seine Frau, die dort bis zu ihrem Tod 1685 lebte. Vier Jahre später brannte das Lustschloss ab und wurde auch nicht neu errichtet. Stattdessen entschied Frederik V Mitte des 18. Jahrhundert, das noch mittelalterlich geprägte Kopenhagen zu modernisieren und ein barockes Viertel zu errichten.

    Da man die neuen Gebäude eigentlich nicht brauchte, bot Frederik sie adeligen Familien als Stadtpalais an, vorausgesetzt, sie hielten sich an die Vorgaben des Hofbaumeisters Nicolai Eigtved. Der Adel war einverstanden, vier Familien ließen je ein Palais um den Schlossplatz herum errichten, wohnten allerdings selten darin.

    Vom Palais zum königlichen Schloss

    Das kam König Christian VII im Jahre 1794 sehr gelegen, denn nachdem sein Wohnsitz Schloss Christiansborg einem Feuer zum Opfer fiel, konnte er vorübergehend in das Palais der Familie Moltke einziehen. Der neue Wohnort gefiel offenbar, denn nach und nach erwarb die königliche Familie alle vier Palais und residiert seit dem im Schloss Amalienborg.

    Gute Nachbarschaft

    Die Schlossanlage Amalienborg wirkt fast bescheiden im Vergleich zu anderen Palästen, aber die Dänen lieben und schätzen es und sie achten sehr penibel darauf, dass die Würde des Platzes nicht missachtet wird.

    Als der Industrielle Mærsk Mc-Kinney Møller der Stadt ein Opernhaus schenkte und Architektur und Bauplatz gleich mitbestimmte, gab es Bedenken, ob der mächtige Bau auf der gegenüberliegenden Hafenseite nicht das Schloss erblassen ließe und es damit übertrumpfen würde.

    Die Fontaine im Blumengarten Amaliehave, den Møller einige Jahre zuvor ebenfalls spendierte und zwischen dem Schloss und der Hafenmauer anlegen ließ, verdeckt vom Schlossplatz den Blick auf die Oper. In der Glasfassade des Opernhause spiegeln sich das Schloss und die dahinter thronende Marmorkirche, so dass beide Bauten doch ganz gut miteinander auskommen.

    Die Königliche Leibgarde

    Wenn die Königin zuhause ist, weht ihre Flagge auf dem Dach. Jederzeit besichtigt werden kann der schöne, achteckige Amalienborg Slotsplads mit einer Reiterstatue des Bauherren und das Amalienborg Museum im unbewohnten Palais Levetzau. Das Museum bietet auch geführte Touren zu den königlichen Spuren in Kopenhagen an.

    Der tägliche Wachwechsel und die schmucke Uniform der Königlichen Leibgarde, die vor jedem Palais ihre fest abgesteckten Runden drehen, sind ein schönes Fotomotiv. Ansprechen oder gar für Selfies engagieren darf man die Wachleute aber auf keinen Fall!

    Schloss Rosenborg und Kongens Have

    Schloss Rosenborg ist wohl das meistbesuchte Parkmuseum am Kongens Have, vielleicht sogar das meistbesuchte Museum der Stadt. Erbaut hat es Christian IV, der auch den Lustgarten Kongens Have anlegen ließ und 1648 im Schloss Rosenborg verstarb. Christian IV war wirtschaftlich recht erfolgreich und hinterließ seinem Land viele Bauwerke, die das Stadtbild von Kopenhagen bis heute prägen.

    Rosenborg ist nur ein kleines Schlösschen, aber es birgt einen großen Schatz: königliches Mobiliar und Tafelgeschirr, kostbare Gastgeschenke für die Könige wie fein geschnitzte Elfenbeinpokale oder einen üppig verzierten Colt, den der amerikanische Präsident Abraham Lincoln einst mitbrachte, sowie einige der dänischen Kronjuwelen.

    Die Kronjuwelen

    Die prächtige Krone trug übrigens nicht Christian IV, sie wurde erst für seinen Nachfolger Christian V vom deutschstämmigen Goldschmied Paul Kurtz gefertigt. Der Rotwein, der im Schlossgewölbe seit einigen hundert Jahren lagert, reicht noch für etwa 400 Jahre, denn die Könige dürfen nur zum Neujahrsbankett eine Flasche davon zum Anstoßen öffnen.

    Kongens Have ist noch heute ein wichtiger Park für die Bürger der Stadt. Hier trifft man sich zur Mittagspause, lässt Kinder in den Spielanlagen toben und besucht im Sommer Theateraufführungen unter freiem Himmel. Ein kleines Marionettentheater steht seit 1968 und ist das älteste fest installierte dänische Puppentheater. In der Nationalgalerie ist sogar eine Kopie der Puppenbühne als Kunstobjekt zu sehen.

    Immer wieder neu: Schloss Christiansborg

    Das Schloss Christiansborg auf Slotsholmen im Zentrum von Kopenhagen, wo auch das Thorvaldsen Museum erbaut wurde, stand nie unter einem guten Stern, zumindest was seine Geschichte als königliche Residenz angeht. Das erste Bauwerk an dieser Stelle war eine Burg, die Bischhof Absalon um 1200 bauen ließ.

    Das erste Schloss Christiansborg, benannt nach dem Erbauer Christian VI, brannte 1794 nach 50 Jahren Hofleben ab. Aus dieser Zeit sind nur die Marmorbrücke am Frederiksholm Kanal und der Reitplatz übrig geblieben. Da es sich um das teuerste Schloss handelte, das jemals in Dänemark gebaut wurde, ist man anschließend etwas bescheidener zu Werke gegangen.

    Die Demokratie zieht ein

    Das zweite Schloss, dass Anfang des 19. Jahrhundert fertig wurde, musste der König, der ja mittlerweile im Schloss Amalienborg eingezogen war, auf Drängen des demokratiewilligen Volkes teilweise an das Parlament abgeben. Seit dieser Zeit tagt das dänische Parlament des Folketing an diesem Ort.

    Die heutige Christiansborg

    30 Jahre später brannte das Schloss erneut ab. Die schlecht organisierten Löscharbeiten waren der Auslöser für die Gründung desFalck Rettungsdienstes, vergleichbar mit der Feuerwehr in Deutschland. Beide Brände wurden durch überhitzte, kleine Eisenöfen verursacht, mit denen die vielen hundert Zimmer gewärmt wurden - erstaunlich, dass sich dieser Fehler so schnell wiederholte!

    Was heute als Schloss zu sehen ist, wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts gebaut und ist zwar irgendwie imposant, aber weder besonders schön noch besonders beliebt, zumindest als Bauwerk. Doch als Regierungssitz hat es nach wie vor seine Wertschätzung. Sowohl das Parlament als auch der Ministerpräsident und das Oberste Gericht haben hier ihren Hauptsitz.

    Verschiedene Museen im Schloss

    Besichtigen kann man im Schloss Christiansborg die Repräsentationsräume, die königlichen Reistställe und die unterirdischen Ruinen der ersten Burg an dieser Stelle. Interssant ist auch die Geschichte von Schloss Christiansborg, die in einem Nebenraum der Ruinen erzählt wird. Der Schlossturm ist mit 108 Metern das höchste Bauwerk in der Innenstadt und bietet eine tolle, kostenlose Aussicht auf die Stadt.

    Schöner, höher, am höchsten - Kirchen und Türme in Kopenhagen

    In einem flachen Land wie Dänemark werden Türme ganz besonders wertgeschätzt, vor allem wenn sie so schön sind wie die Türme in der Innenstadt von Kopenhagen. Einige der historischen Turmbauten gelten als Wahrzeichen der Stadt, auch wenn das Stadtwappen auf drei nicht mehr existierende Türme zurückgeht.

    Dank einer Bauverordnung aus den 60er Jahren darf kein Haus im Zentrum höher hinaufragen als die Kirchtürme. Also muss man auf einen Kirchturm steigen, um den Blick über die Stadt von oben zu genießen. Aber nicht nur schöne Kirchtürme ragen hoch hinauf, sondern auch ganz weltliche Bauwerke.

    Vor Frelser Kirke

    Der beliebteste und attraktivste Turm ist der goldene Turm der Vor Frelser Kirke in Christianshavn. Eine goldverzierte Treppe verläuft schneckenförmig außen um die hölzerne Turmspitze herum. Ein bisschen schwindelfrei sollte man schon sein, wenn man sich bis ganz oben traut, wo es zwar ein Geländer gibt, aber die Treppe wird natürlich immer schmaler. Wenn viel Betrieb ist, muss man warten, bis der Weg nach unten wieder frei ist. Der Blick ist wunderschön und man kann aus fast 90 Metern Höhe wirklich die ganze Stadt überschauen.

    Das Innere der Kirche ist ebenfalls sehenswert, ein blau-weiß gehaltener und mit goldenen Strahlen verzierter Altar aus dem 18. Jahrhundert und die weißen Deckengewölbe sind von römischen Kirchen inspiriert. Die kostbare, über 300 Jahre alte Holzorgel ist die älteste in ganz Kopenhagen. Sie gilt wegen ihres wunderbaren Klanges als "Stradivari" unter den Orgeln.

    Vor Frue Kirke

    Fast unscheinbar ist dagegen der viereckige Turm der Vor Frue Kirke, dem Dom von Kopenhagen an der Nørregade im Universitätsviertel. Das Kirchenschiff ist ein heller, relativ schlicht und doch eindrucksvoll gestalteter Säulenbau mit wunderschönen Marmorfiguren von Bertel Thorvaldsen.

    Der dänische Kronprinz Frederik hat 2004 im Dom geheiratet, ein Novum, denn bisher wurden königliche Hochzeiten in der Holmens Kirke gefeiert. Der Dom ist wohl die größte Kirche in Kopenhagen, allerdings hat sie keinen hohen Kirchturm.

    Von Kopenhagen in die Welt: die Christusfigur

    Die Christusfigur, die den Altar schmückt, war im 19. Jahrhundert so beliebt, dass sie oft kopiert wurde. Eine Kopie hat es sogar in eine Mormonenkirche in Salt Lake City geschafft. Besucher sind im Dom jederzeit willkommen, der Eintritt ist frei und dass der Bischof gegenüber in einem roten, sehr schlichten Backsteinhaus wohnt und arbeitet, passt zum volksnahen und uneitlen Gesamteindruck der dänischen Kirche.

    Die Trinitatiskirken mit dem Runden Turm

    Kein Kirchturm, aber dennoch verbunden mit der angrenzenden Trinitatiskirke ist der berühmte Rundetårn. König Christian IV ließ den Turm als Observatorium für die benachbarte Universität bauen.

    Statt Treppen führt ein etwa 200 Meter langer, spiralförmiger Weg nach oben, über den die Ausrüstung für die Sternengucker mit einem Pferdewagen hinauftransportiert werden konnte.

    Eine Planetarium im Turm

    Ein berühmter Sohn der Stadt, der Astronom Tycho Brahe, beobachtete die erste Supernova im Sternbild Cassiopea zu einer Zeit, als es noch kein Teleskop gab. Er stellte präzise Berechnungen über die Positionen der Himmelkörper an, für die man heute modernste Technik benötigt. Nach seinem Tod ließ Christian IV den runden Turm errichten, um die Erforschung der Himmelskörper fortzuführen.

    Die Aussichtsplattform auf dem Dach ist eine beliebte Touristenattraktion in 34,50 Metern Höhe. Die Trintatiskirche dient noch heute als Universitätskirche. Der Erbauer hat sich in dem barocken Schmuckstück als marmorne Wandskulptur verewigen lassen.

    Die Frederikskirke, auch bekannt als Marmorkirken

    Eine imposante Kuppelkirche aus Marmor sollte es werden, prunkvoller Mittelpunkt der neuen Barocksiedlung um Schloss Amalienborg und Krönung eines ehrgeizigen Bauvorhabens. So hatte sich Frederik V das vorgestellt und nach ihm heißt die Kirche offiziell Frederikskirke.

    Leider überstiegen die Baukosten den Staatshaushalt bei Weitem, so dass der Bau 1770 endgültig von dem als Leibarzt des Königs bekannten Minister Johann Friedrich Struensee gestoppt wurde.

    Sandstein statt Marmor

    Die halbfertige Kirche stand über 100 Jahre als Bauruine in der Stadt, bis der Privatbankier C.F. Tietgen die Baustelle 1874 vom Staat übernahm und die Fertigstellung der Kirche finanzierte, etwas kostengünstiger aus dänischem Sandstein statt aus norwegischem Marmor, der den Grundstein bildet und der Kirche ihren geläufigen Namen gab.

    Mit 79 Metern Höhe und einer frei begehbaren Kuppel von 31 Metern Durchmesser ist sie dann doch noch die größte Kirche in Skandinavien geworden.

    Drei weitere, besondere Kirchenbauten

    Die Helligåndskirken direkt an der Fußgängerzone in Höhe des Amagertorvs war einst Teil eines katholischen Klosters und ist heute das größte mittelalterliche Bauwerk der Stadt. Der baumbestandene Kirchplatz lädt ein zum Verschnaufen, wenn man genug hat vom Trubel der Einkaufsmeilen. Im Nebengebäude, wo sich einst Klosterschwestern um Findelkinder und Kranke sorgten, wurde später eine Volksbibliothek eingerichtet. Heute kann man hier in antiquarischen Büchern stöbern.

    Nikolajkirken

    Mitten im Stadzentrum steht auf dem hübschen Nikolajplads eine Kirche, die keine Kirche ist, wie großformatige Werbebanner verkünden. Die Nikolajkirke wurde nach einem Brand im 19. Jahrhundert als Gotteshaus aufgegeben. Statt sie abzureißen, hat man den soliden Backsteinbau anderweitig genutzt. Inzwischen heißt sie Nikolaj Kunsthal und dient als Galerie für zeitgenössische Kunst. Im Vorraum gibt es einen kleinen Kunstbuchhandel und wer eine besondere Feier plant, kann das Gebäude für ein Event mieten.

    Grundtvigskirken

    Etwas außerhalb vom Zentrum steht eine weitere, ganz besondere Kirche: die Grundtvigs Kirke im Stadtteil Bispebjerg. DerEntwurf aus gelben Ziegeln ist das Ergebnis eines Architektenwettbewerbs zu Ehren des dänischen Philosophen und Pastors Grundtvig.

    Das Bauwerk stellt eine Mischung aus dänischen Dorfkirchen und klassischer Gotik dar, sehr imposant durch die breite und 47 Meter hohe Giebelfront und in seiner Bauart ziemlich einmalig. Die umliegenden Gebäude sind aus dem gleichen gelben Ziegel gemauert. Zusammen mit der Allee vom benachbarten Friedhof, die schnurgerade auf die Kirche führt, bildet die Anlage ein beeindruckendes und ungewöhnliches Ensemble.

    Der Glockenturm am Rathaus

    Der Rathausturm ist mit 105,60 Meter der zweithöchste Turm in der Innenstadt. Sein Glockenspiel kann auf jeden Fall mit dem berühmten Big Ben konkurrieren, es wird gesteuert von einer astronomischen Uhr, für deren Berechnung und Bau man etwa 30 Jahre brauchte. Sie wird einmal wöchentlich aufgezogen und zeigt nicht nur die genaue Uhrzeit an, sondern auch den Stand von Sonne, Mond und vielen Sternen.

    Die Uhr steht in einem gläsernen Kasten in der riesigen Rathaushalle. Die Halle ist frei zugänglich und nicht nur wegen der Uhr sehr sehenswert.

    Der Rådhuspladsen

    Der Rathausplatz ist der zentrale Versammlungsort der Stadt, hier ist immer etwas los, auch wenn schon seit längerem eine der vielen innerstädtischen Baustellen dem Platz etwas von seinem Charme nimmt.

    Zwei andere Türme am Rand des Rathausplatzes krönen je ein Hotelgebäude. Das Hotel Bristol ist inzwischen der Sitz einer Versicherung, im Palace Hotel kann man auch heute noch übernachten.

    Holländisch inspiriert: die Børsen

    Baukönig Christian IV hat auch eine Turmspitze für eine sehr weltliche Macht in Auftrag gegeben, die aus vier ineinander verschlungenen Drachenschwänzen besteht: die Börse. Die Drachen sollten das Gebäude gegen Feind und Feuersbrunst schützen. Ganz geklappt hat das nicht, 1775 musste der 56 Meter hohe Turm nach einem Brand neu aufgebaut werden. Aber entgegen anderer Vorschläge hat man sich wieder für die Drachenform entschieden.

    Die Børsen steht noch heute und ihr Turm gilt als eines der Wahrzeichen Kopenhagens. Das 127 Meter lange, schmucke Gebäude ist ein Beispiel für Christians Vorliebe für holländische Bau- und Handwerkskunst, die sich auch in der Gestaltung des Stadtteils Christianshavn zeigt. Die Börse wird heute als Bürogebäude genutzt, besichtigen kann man sie nur von außen.

    Bildende Kunst für alle: Kunstmuseen in Kopenhagen

    Bürger, die es in Dänemark zu nennenswertem Wohlstand gebracht haben, zeigen sich ihrem Land verbunden, indem sie öffentlichen Raum finanzieren. Die Mehrzahl aller Kunstmuseen entstand aus privaten Sammlungen. Zwei Großindustrielle waren besonders spendabel: J. C. Jacobsen, Gründer der Brauerei Carlsbergund der schon erwähnte A. P. Møller Mærsk Mc Kinley, zu dessen Konzern A. P. Møller-Mærsk Group die derzeit größte Reederei der Welt gehört.

    Møller schenkte der Stadt das Opernhaus und die A. P. Møller Stiftung unterstützt Kunst- und Kulturprojekte in ganz Dänemark.

    Jacobsen war begeisterter Kunstsammler und finanzierte unter anderem die Ny Carsberg Glyptothek und den Wiederaufbau von Schloss Frederiksborg} in Hillerød, das heute das Nationalhistorische Museum beheimatet.

    Ny Carlsberg Glyptothek

    Die Ny Carlsberg Glyptothek ist ein Prachtbau aus dem 19. Jahrhundert, errichtet für die Skulpturensammlung von J. C. Jacobsen. Im Mittelpunkt des Gebäudes versetzt der Palmengarten unter einer gläsernen Dachkonstruktion den Besucher in grünes Paradies. Man trifft sich hier zum Mittagessen oder zur Kaffeepause, wer eine Dauerkarte hat, sitzt sicher regelmäßig auf den Bänken und genießt die Stimmung.

    Noch heute fließt von jeder Flasche Bier aus dem Carlsberg Konzern ein Obolus in das Kapital der Stiftung, die das Museum unterhält. Die Ausstellung umfasst weltberühmte Skulpturen von Auguste Rodin und Edgar Degas über antike Marmorbüsten bis hin zu Mumien aus der altägyptischen Kultur.

    Französische Malerei des Impressionismus gehört ebenfalls zur Sammlung. Ein prächtiges Museum in einem fantastischen Gebäude!

    Hirschsprung Samling

    Eine private Sammlung dänischer Malerei des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts wie aus dem Bilderbuch zeigt das Museum Hirschsprung, etwas versteckt in der Østre Anlæg, einem Teil der ehemaligen Wallanlagen von Kopenhagen. Hirschsprung war Sohn einer deutschen Immigrantenfamilie.

    Er verdiente Ende des 19. Jahrhunderts viel Geld mit Tabak und war als Kunstfreund mit dem Maler P.S. Krøyer befreundet. So verwundert es nicht, dass berühmte Werke wie der "Sommerabend an Skagens Südstrand" hier hängen, aber auch Bilder von anderen Künstlern, die zu den Skagen-Malern zählen.

    Das Ehepaar Hirschsprung vermachte seine Sammlung 1902 dem dänischen Staat, heute gehört das Museum zu den sogenannten Parkmuseen rund um den Kongens Have im Zentrum von Kopenhagen. Das Gebäude, das im Stil des Neoklassizismus für die Sammlung gebaut wurde, bildet einen sehr passenden Rahmen für die umfangreiche Gemäldesammlung.

    Davids Samling

    Ebenfalls ein Parkmuseum ist Davids Samling, eine Kunst- und Kunstgewerbesammlung, die von einer Stiftung verwaltet und vor allem vergrößert wird. Das schöne Stadthaus des Gründers C.L. David passt perfekt zu dem europäischen Interieur des 18. Jahrhunderts. Der gradlinige Anbau ist moderner, dänischer Kunst gewidmet. Im Obergeschoss wird man durch eine beeindruckende Kollektion Islamischer Kunst aus zwölf Jahrhunderten geführt.

    Thorvaldsens Museum

    Ein mehrfach ausgezeichneter dänischer Bildhauer, der lange in Italien arbeitete, verfügte in seinem Testament, dass sein Nachlass ein eigenes Museum in Kopenhagen bekommen soll: Bertel Thorvaldsen. Thorvaldsen lebte im 19. Jahrhundert und war Liebhaber der antiken Mythologie, die sein gesamtes Schaffen prägte.

    Die Stadt Kopenhagen, Nachlassverwalter des Erbes, baute ihm Dänemarks erstes Kunstmuseum. Der Künstler wurde offenbar so geschätzt, dass man das Thorvaldsens Museum auf der Insel Slotsholmen errichtet, die bis dato dem königlichen Schloss und Regierungssitz vorbehalten war.

    Das dänische Parlament und die alte und neue Königliche Bibliothek teilen sich die Insel bis heute mit der Kunst.

    Farbenfrohe Wandgestaltung

    Die farbenprächtige Wandgestaltung des Thorvaldsen Museums bildet einen starken Kontrast zu den weißen Marmor- und Gipsskulpturen antiker Götter und Helden. Die Sammlung wird ergänzt durch Gemälde und Skizzen verschiedener, anderer Künstler. Einige von Thorvaldsens berühmtesten Figuren schmücken den Dom von Kopenhagen, unter anderem der Christus. Repliken dieser Skulptur findet man weltweit, im 19. Jahrhundert war sie sogar als Schreibtischschmuck beliebt.

    In Nysø bei Præstø in Südseeland gibt es ein weiteres, privates Thorvaldsen Museum. Nach Nysø zog der Bildhauer sich zurück, wenn es ihm in der Stadt zu laut und hektisch wurde.

    Dänische Nationalgalerie

    Der Staat selber hat natürlich auch eine Kunstsammlung. Das Staatliche Museum für Kunst ist der größte Gebäudekomplex der Parkmuseen. Das Hauptgebäude aus dem scheidenden 19. Jahrhundert mit einem imposanten Säulenaufgang wurde im hinteren Bereich 100 Jahre später gradlinig und modern erweitert. Entsprechend ist die Ausstellung eine Wanderung durch europäische und dänische Kunst von 1300 bis heute.

    KLeine Faltblätter schlagen elf verschiedene Rundgänge durch die Sammlung vor, je nachdem, wie viel Zeit man in diesem Haus verbringen möchte. Der Vorplatz wurde jüngst renoviert und ebenfalls mit Kunstobjekten bestückt.

    Kaffeepause im Botanischen Garten

    Neben der Nationalgalerie schmückt der Botanische Garten die Stadt, eine farbenfrohe und informative Gartenanlage, die von einem mächtigen Palmenhaus aus dem 19. Jahrhundert gekrönt wird. Der Garten gehört zum Naturhistorischen Museum der Universität Kopenhagen. Für den Besuch des Palmenhauses zahlt man Eintritt, der Garten selbst ist frei zugänglich.

    Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts

    Zeitgenössische Kunstwerke auf drei Etagen zeigt der Kunstverein Gammel Strand, der bereits 1825 von dem dänischen Maler C.W. Eckersberg gegründet wurde. Seit 1952 belegt der Kunstverein ein schmales lichtdurchflutetes Stadthaus am Gammel Strand mit einem schattingen Innenhof. Im Café liegen Kataloge und Kunstbände zum Schmökern aus.

    Kunstinsel Arken

    Das in einem Vorort von Kopenhagen beheimatete Kunstmuseum Arken besitzt Objekte von Berühmtheiten wie dem Chinesen Ai Wei Wei oder dem provokanten Damien Hirst.

    Das futuristisch anmutende Gebäude steht auf einer künstlichen Insel am Strand von Ishøj. Die wechselnden Sonderausstellungen widmen sich auch weniger verstörenden Künstlern wie dem Dänen Bjørn Wiinblad, der in Deutschland vor allem durch seine Porzellanmalerei bekannt wurde.

    Im Sommer kann man hinter dem Museum am Ishøj Strandpark im Sand liegen und den Ausblick auf Kopenhagen genießen.

    Louisiana Museum für moderne Kunst

    Das Louisiana Museum steht nicht direkt in Kopenhagen, sondern in Humlebæk, etwa 35 Kilometer nördlich der Hauptstadt. Der Name Louisiana geht auf ein Patrizierhaus aus dem 19. Jahrhundert zurück. Der Erbauer hatte drei Ehefrauen mit dem Vornamen Louise, nach denen er sein Anwesen am Øresund benannte.

    Die alte Villa bildet den Mittelpunkt des Museums. Zwischen dem Gründungsjahr 1958 und 1998 wurden mehrere Seitenflügel und Kellerräume angebaut, die sich fast unsichtbar in die Parklandschaft einfügen. An sonnigen Tagen sind Museum und Park voll mit spielenden, plaudernden und staunenden Menschen aller Altersstufen.

    Internationale Kunst

    Die Louisiana-Sammlung umfasst etwa 3.500 Exponate von Max Ernst über Alberto Giacometti bis hin zu dänischen Künstlern des 20. Jahrhunderts wie Per Kirkeby. Ursprünglich wollte der Museumsgründer und frühere Direktor Knud W. Jensen nur moderne dänische Kunst ausstellen, aber ein Besuch der Documenta in Kassel überzeugte ihn davon, dass man den Dänen die internationale Kunstszene nahebringen muss und er vergrößerte seinen Focus auf anerkannte Künstler jeder Nationalität.

    Ein Schwerpunkt der Stiftung ist aber nach wie vor die dänische Kunst. Sie wird von Humlebæk aus weltweit verliehen, da die eigenen Räume gar nicht ausreichen, um alle Werke zu zeigen. Neben der festen Sammlung gibt es jährlich Sonderausstellungen, die als Publikumsmagnet fungieren.

    Alt trifft auf neu: Hochhäuser und moderne Anbauten

    Was der Innenstadt lange erspart blieb, findet man in den Außenbezirken sehr wohl: Hochhäuser, wenn auch so vereinzelt, dass man sie schon von Weitem über der Stadt aufragen sieht. Das erste Hochhaus, mit 101 Metern fast so hoch wie der Rathausturm, wurde bereits 1969 in Frederiksberg eröffnet.

    Das Domus Vista ist mit 30 Stockwerken und das zweithöchste Haus in ganz Dänemark. Frederiksberg liegt zwar im Stadtgebiet von Kopenhagen, ist aber kein Stadtteil, sondern eine eigenständige Kommune.

    Designklassiker im SAS

    Zuvor war das SAS Hotel am Hauptbahnhof mit knapp 70 Metern das höchste Haus des Landes. Heute wirkt es etwas unspektakulär, aber bei seiner Eröffnung 1960 war es das Luxushotel schlechthin.

    Da sich die Moden wiederholen, ist das Interrieur von Arne Jacobsen heute so aktuell wie damals. Einige seiner Designklassiker wie der Sessel Schwan wurden für dieses Hotel entworfen.

    Wohnen auf dem Carlsberg Gelände

    Die ehemalige Carlsberg Brauerei wurde in den letzten Jahren zu einem schicken Wohngebiet umfunktioniert. Die Symbiose aus moderne Wohnkultur und historischen Backsteinfassaden ist sehr gelungen. Das Elefantenttor oder die Villa des Erbauers J.C. Jacobsen, in dem heute die Carlsberg Akademie ihren Sitz hat, belegen, dass Jacobsen nicht nur Sinn für gutes Bier hatte – die Fabrik wurde damals ähnlich kunstvoll gestaltet wie die schon erwähnte Kunsthallo Glyptothek.

    Ein Neubau für alte Knochen

    Ebenfalls im Botanischen Garten steht das Geologische Museum mit zahlreichen Fossilien, Meteoriten und wechselnden Sonderausstellungen. Hinter dem Palmenhaus entsteht ein Neubau, in dem das Geologische und das Zoologische Museum, derzeit in der Universität in Nørrebro zu sehen, dann gemeinsam ihre Schätze zeigen.

    Bella Sky und Belcanto

    Ein weithin sichtbarer Hotelbau schmückt den neuen Stadtteil Ørestad. Das Hotel gehört zum Messegelände Bella Center und heißt sehr passend Bella Sky. Zwei 76 Meter hohe, weiß glänzende Türme sind über einen Gang in schwindelerregender Höhe miteinander verbunden. Von einigen der mehr als 800 Zimmer mit allem Komfort hat man vermutlich den besten Ausblick der Stadt.

    Die Königliche Oper

    Riesig, kostbar ausgestattet aber irgendwie doch ein bisschen sehr gewaltig, zumindest wenn man direkt davor steht, erscheint einem das Opernhaus nach einem Entwurf von Henning Larsen. Vormittags werden Führungen durch das Gebäude angeboten, bei denen man mehr erfährt zu den edlen Materialien und der symbolischen Bedeutung des holzverkleideten Auditoriums. Ohne Eintrittskarte kann man das Gebäude leider nicht besuchen.

    Schauspiel am Hafen

    Fast bescheiden wirkt dagegen das neue Schauspielhaus am Ende des Nyhavn. Es erscheint bürgernäher und offener, allein durch die Lage.

    Das Foyer ist täglich geöffnet, im Restaurant an der Fensterfront lässt sich gepflegt mit Hafenblick zu Abend speisen. Die Liegestühle auf der Holzterrasse rund um die Fensterfront sind bei Sonnenschein sehr begehrt und einmal wöchentlich finden im Foyer kostenlose Konzerte statt.

    Der schwarze Diamant

    Schwarzer Diamant wird der Anbau der Königlichen Bibliothek genannt, weil er mit einem glänzenden, schwarzen Gestein verkleidet ist. Vom Wasser aus sieht man die Sonnen wie Sternenstaub auf der Fassade funkeln.

    Innen ist das Bauwerk hell und lichtdurchflutet mit frei schwebenden Rolltreppen, die die Stockwerke miteinander verbinden. Man übersieht bei dem Anblick leicht, dass der Altbau, den man von der Rückseite her erreicht, ebenso schön ist.

    Das Jüdische Museum von Libeskind

    In einem Seitenflügel des Altbaus befindet sich das Jüdische Museum. Es wurde von Daniel Libeskind neu gestaltet. Mit schiefen Ebenen und schmalen Gängen, die sich aus dem Symbol für das jüdische Wort Mitzwa ergeben, erinnert es an das Jüdische Museum in Berlin vom gleichen Architekten.

    Mehr Information zu Architektur, nicht nur in Dänemark, bekommt man auf der sehr informativen Seite des Dänischen Architekturzentrums. Man kan es auch besuchen in einem tollen Neubau am Hafen, dem BLOX. Es wurde vom Architekturbüo des Holländers Rem Koolhaas entworfen und beheimatet neben dem DAC auch Architekturbüros.

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