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Ab ins Ferienhaus – mit dem Fahrrad

Messestand im Freien mit Liegestühlen und viel dänischer Dekoration

Dänemark per Radtour erkunden, oder doch lieber gemütlich im Ferienhaus Urlaub machen? Wiebke Peters macht regelmäßig beides zusammen und berichtet, warum so eine Kombi-Reise viel Spaß macht.

Test

Ankunft am Hamburger Hauptbahnhof, der Anschlusszug in Richtung Norden fährt in 15 Minuten ab. Um zum anderen Gleis zu gelangen, wollen wir mit unseren Fahrrädern in den Aufzug, so wie zahlreiche andere Fahrgäste mit und ohne Rad auch. Zum Glück werden wir vorgelassen und erreichen unseren Zug – puh, das ist nochmal gut gegangen!

An- und Abreise mit dem Zug sind meist unverzichtbar, wenn man für den kombinierten Fahrrad-Ferienhaus-Urlaub nicht mehr als zwei bis drei Wochen hat. In der Hauptsaison helfen dabei gute Nerven – und manchmal auch ein bisschen Glück. Auf diese Art zu urlauben kam ich eher durch Zufall. Mein Freund war zu mir nach Berlin gezogen, und wir konnten wegen seiner Probezeit erst im Juli Urlaub machen. Im Süden schien es uns in dieser Jahreszeit zu heiß, also beschlossen wir, nach Dänemark zu fahren, meinem Lieblingsreiseziel seit Kindertagen. Wegen der dringend erforderlichen Erholung war klar, dass wir ein Ferienhaus buchen wollten. Aber für zwei Wochen, das erschien meinem Freund ein bisschen zu langweilig. Also entschieden wir uns für halbe-halbe: eine Woche Radtour, eine Woche Ferienhaus, und dann mit dem Zug zurück.

Unsere Tour sollte in Glückstadt an der Elbe beginnen und bis hoch nach Klitmøller führen. Dort fanden wir ein schönes Ferienhaus fast direkt hinter der Düne, mit Sauna und Waschmaschine. Besonders glücklich war ich, dass ich bei fejo.dk Bettwäsche und Handtücher dazubuchen konnte. Überflüssiges Gepäck kann man auf einer Radreise nämlich gar nicht gebrauchen.

Es ist zwar schon elf Jahre her, aber ich erinnere mich noch genau an das – genau – Glücksgefühl, als wir in Glückstadt aufbrechen: ein strahlender Sonntagmorgen mit Sonne und Schönwetterwolken am Himmel. Wir radeln den Deich entlang, treffen viele Schafe und wenige Spaziergänger, übernachten in einem Hotel direkt am Watt, wo wir abends um 21 Uhr die einzigen Gäste im Restaurant sind. Ganz ungewohnt für uns Großstädter. Über das wunderschöne Nolde-Museum in Seebüll, wo man auch unterkommen kann, gelangen wir am dritten Tag unserer Tour endlich nach Dänemark: Uns empfängt die „Tønder Kommune“, kein Mensch weit und breit, Regenschauer. Unsere Unterkunft liegt diesmal auf Fanø, und nachdem wir unsere Sachen in der Unterkunft abgestellt haben und uns total ausgehungert auf die Suche nach einem noch geöffneten Restaurant begeben, finden wir nur: eiskalte Sandwiches aus dem Kühlregal im Strandkiosk! Auch eine Erfahrung, die man nicht vergisst.

Am nächsten Morgen lacht wieder die Sonne vom Himmel, das unerfreuliche Abendmahl ist längst verdaut. Wir radeln weiter, durch Naturschutzgebiete und endlich die geliebten Dünenlandschaften, bis Hvide Sande, dort gibt es Pizza. Der nächste Fahrradtag wird hart, denn wir wollen ins 90 Kilometer entfernte Thyborøn. Die Strecke ist wunderschön, einsam und mit tollen Ausblicken auf Meer, Dünen und Heidelandschaft, aber der Wind und viele Schotterpassagen kosten uns die letzten Kraftreserven, wir wollen einfach nur ankommen. Wir belohnen uns erneut mit Pizza und können am nächsten Tag schon die letzte Etappe ansteuern: In Nørre Vorupør holen wir unseren Schlüssel ab, nochmal zehn Kilometer in die Pedale treten, und wir sind im Paradies: unserem Ferienhaus in Klitmøller.

Dort heißt es dann: ausruhen, baden, am Strand spazieren, in die Sauna gehen, lecker kochen, Zeitung lesen… und natürlich schauen wir uns auch die Umgebung an, denn Klitmøller ist vom Nationalpark Thy umgeben, der neben viel Natur sogar ein paar Hügel zu bieten hat – ohne Gepäck am Rad kein Problem.

Eine Woche ist schnell herum. Die Rückfahrt per Zug ab Aalborg haben wir für den Sonntag gebucht, denn die Strecke dorthin sind noch einmal anderthalb stramme Tagestouren. Am Abfahrtstag herrscht Dauerregen, die Straßen sind vom Wasser überflutet, wir müssen unterwegs unfreiwillig pausieren und landen zum Übernachten in einer muffigen, überteuerten Campingplatz-Hütte – ach, wie war es schön im Ferienhaus… am nächsten Tag noch ein paar Kilometer durch Dünen und am Strand entlang, dann geht es Richtung Osten in die Stadt und zum Bahnhof.

Dieser erste kombinierte Ferienhaus-Fahrrad-Urlaub gefiel uns so gut, dass wir „Wiederholungstäter“ wurden, uns dabei stets neue Strecken in Dänemark erschlossen. 2017, bei unserer vorerst letzten Tour dieser Art, war endlich die Skagen-Spitze dran. Wir hatten erneut zwei Wochen eingeplant, für Mitte August, also in der ausgehenden Saison, und ein nettes Häuschen gefunden, natürlich strandnah, mit Sauna und Waschmaschine… Aber Fahrradstellplätze für die Anreise im passenden Fernzug an einem Wochenende, die gab es nicht mehr. Wir disponierten um, reservierten Stellplätze für Mittwoch, und teilten die Fahrradwoche in einen Nordseeküstenabschnitt von Aalborg nach Skagen vor und einen Ostseeküstenabschnitt bis Aarhus nach der Ferienhaus-Woche.

Auf der ersten Etappe nach Løkken befahren wir einen der berühmtesten Abschnitte des Nordseeküsten-Radwegs: den Strand bei Blokhus! Dort kann man direkt am Wassersaum entlangradeln. In meinem Tagebuch steht dazu: „Keine Wellen, aber trotzdem gute Vibes – Strand eben.“ In Løkken finden wir ein Bed & Breakfast, das uns aufnimmt und am nächsten Tag mit selbstgebackenen Brötchen verwöhnt. Die sind auch nötig, denn draußen drohen dunkle Wolken. Nützt nix, rauf auf die Räder und die Nase in den feuchten Wind halten. Ferienhausgebiete, Wälder, Schotterwege, in Hirtshals kommt die Sonne raus und beleuchtet die vor Anker liegenden Schiffe. In Bindslev, unserem Tagesziel, verwöhnen wir uns diesmal selbst, mit eigenhändig gekochtem Essen inklusive fangfrischem Filet aus der Fischbude.

Schon ist es Samstag und nur noch eine kurze Etappe bis Skagen, das letzte Stück durch eine wunderschöne Klitplantage, die bereits Ausblicke auf Nord- und Ostsee bietet. Unser Häuschen befindet sich in Gammel Skagen an der Nordseeküste, während das Zentrum von Dänemarks nördlichster Stadt an der Ostsee liegt; dort schauen wir mehrmals vorbei, unter anderem, um am alten Hafen Fisch zu essen und das Skagen Odde Naturcenter zu besuchen, das wir fast für uns alleine haben. Und natürlich sind auch Ausflüge zur Wanderdüne Råbjerg Mile sowie zum Grenen, Jütlands nördlichster Spitze, Pflicht. Dorthin brechen wir früh mit unseren Rädern auf und können tatsächlich ganz in Ruhe bestaunen, wie Ost- und Nordsee scheinbar sanft ineinander schwappen.

Nach der schönen Woche in Skagen geht es über Hou, einem Hafenörtchen an der Ostsee, und den einsam gelegenen Weiler Sødring nach Aarhus. Hou – ein sonniger Abend mit bester Spätsaisonatmosphäre, leider sind alle Restaurants im Ort geschlossen. Sødring – wir übernachten in einem Cottage mit so niedrigen Decken, dass wir uns ständig die Köpfe stoßen. Die Etappen auf der Ostsee-Seite sind teilweise ordentlich hügelig, von wegen flaches Land… außerdem begegnen wir ab und zu Reiseradlern wie uns. Das kennen wir von den ersten Radurlauben in Dänemark nicht.

Von Aarhus geht es dann im Zug via Hamburg zurück nach Berlin, alles klappt reibungslos. Jetzt haben wir Jütland fast vollständig mit dem Rad umrundet. Aber es gibt noch viele weiße Flecken auf Dänemarks Landkarte für uns, zum Beispiel Lolland oder Fünen.

Tipps für den kombinierten Radtour-Ferienhaus-Urlaub in Dänemark

Rechtzeitig buchen!

Nicht nur das Ferienhaus, auch die Zugfahrkarten, wenn du nicht zufällig in der Nähe der dänischen Grenze wohnst und deswegen nicht auf Fernzüge angewiesen bist. Alle ICs und seit 2019 auch viele ICEs nehmen Fahrräder mit. Im grenzüberschreitenden Verkehr, etwa in den ECs zwischen Hamburg und Kopenhagen, kannst du dein Rad ebenfalls mitnehmen. Die Plätze sind allerdings begrenzt, und in allen Fernzügen besteht Reservierungsplicht. Die Fahrradmitnahme in Nahverkehrszügen ist sowohl in Deutschland als auch Dänemark meist kein Problem, aber stets kostenpflichtig. Achtung: E-Bikes und Tandems sind von der Mitnahme im Zug meist ausgeschlossen. Um Stress beim Umsteigen zu vermeiden, ist es ratsam, genügend Zeit für Bahnsteigwechsel einzuplanen. Im Nahverkehr ist es kein Problem, auf einen späteren Zug auszuweichen, einen Fernreisezug samt reservierten Fahrradstellplätzen zu verpassen solltest du aber unbedingt vermeiden.

Karte oder GPS-Gerät?

Am besten beides! Ein GPS-Gerät mit vorprogrammierter Route führt dich sicher durch den Tag, manchmal ist es allerdings hilfreich, eine „richtige“ Karte dabeizuhaben, etwa bei Sperrungen oder Unpassierbarkeit der geplanten Wege. Dann kann man problemlos umdisponieren. Das gleiche gilt, wenn du bei schlechtem Wetter lieber ein längeres Stück Hauptstraße radeln willst, anstatt dich auf durchnässten Schotterpfaden durch Ferienhausgebiete zu quälen. Außerdem hilft dir eine Karte generell bei der Orientierung, wenn du einen Ruhetag mit Ausflug machen willst, oder für einen spontanen Umweg über die Strecke direkt am Meer. Offizielle Radrouten sind übrigens beschildert, darauf ist aber nicht immer Verlass.

Streckenplanung und Übernachtungen

Die Strecken in Dänemark sind nicht zu unterschätzen – auch wenn die Landschaft meistens flach ist. Manchmal besteht der Untergrund aus Schotter, auch auf Fernradrouten, und dann ist da natürlich der Wind… beides kostet Kraft und Zeit. Außerdem ist es angenehm, im Laufe des Nachmittags in der Herberge einzutreffen, so dass man noch Zeit hat, sich ein wenig umzusehen, einzukaufen, vielleicht ein Bad im Meer zu nehmen. Pro Tag sollte man bei normal guter Kondition deswegen nicht mehr als 60 Kilometer im Schnitt einrechnen; wer sehr sportlich ist oder wer es eher bequem haben möchte, kalkuliert mit entsprechend mehr bzw. weniger Strecke. Am besten nutzt du für deine Planung bestehende offizielle Radrouten, etwa den Nordseeküstenradweg. Diese Wege sind meistens verkehrsarm, oft sogar nur für Radfahrer und Fußgänger erlaubt, und in der Regel gut beschildert.

Du kannst die gesamte Route schon zu Hause planen und alle Unterkünfte im Voraus buchen – das hat den Vorteil, dass du dich unterwegs um nichts kümmern musst, außer die erforderlichen Kilometer zu radeln, und ist insbesondere in der Hochsaison keine schlechte Strategie. Wenn du gerne spontan bist und es dir auch nichts ausmacht, mal einen Umweg zu nehmen oder eine längere Tagesstrecke zu radeln, ist es allerdings netter, die Etappen jeweils am Vorabend zu planen und dann auch eine Unterkunft zu suchen und zu buchen. Unverzichtbar dafür: ein Smartphone und Google Maps.

Regionale Fahrradkarten vor Ort besorgen

Bei den meisten Tourist-Informationen kannst du passendes regionales Kartenmaterial bekommen, das oft sogar kostenlos ist: Das sind dann zum Beispiel Tourenvorschläge in der Gegend oder Übersichtskarten, auf denen Radstrecken verzeichnet sind. So bleibt man auch während der Ferienhaus-Woche fit.

Nicht ohne…

Regensachen: Wasserdichte und windabweisende Jacke sowie Hose, beides nicht zu eng, und möglichst auch Gamaschen für die Schuhe. Not-Nahrung: Nüsse, Trockenfrüchte, Kekse helfen bei unerwarteten Hungerlöchern. Bargeld: am besten auch Münzen, für Tomaten oder Honig vom Wegesrand. Flickzeug, Ersatzschlauch und Pumpe: Dänischer Schotter kann fies sein. Sonnencreme mit LSF 30: Radeln mit Sonnenbrand im Gesicht ist echt unangenehm (und ungesund). Radhandschuhe: Die geben Grip, wenn deine Handinnenflächen feucht werden, und schonen auf langen Strecken die Handgelenke. Spanngurte: Mit denen kannst du dein Rad überall gut befestigen, zum Beispiel bei Fährüberfahrten.

Gepäck und Arbeit sparen

Für das Ferienhaus am besten Bettwäsche und Handtücher buchen. Die holst du gemeinsam mit dem Schlüssel ab und gibst sie bei der Abreise ebendort zurück. Wenn du dich mit Urlaubsentspannung bis zur letzten Minute belohnen willst, buchst du außerdem den Putzservice.

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