Bitte warten...
0211 – 5800 3060
Täglich 10 - 20 Uhr
Janina

Fragen Sie uns

Wir kennen jede Ecke in Dänemark und beraten Sie gerne persönlich, heute bis 20 Uhr.

0211 – 5800 3060

Kurze Frage – schnelle Antwort:

Schreiben Sie uns eine E-Mail

MyFejo

    Aalborg – eine junge Stadt mit vielen Traditionen

    Blick über die Dächer von aalborg mit dem Kirchturm der Budolfi Kirche

    Aalborg am Ufer des Limfjords ist Dänemarks drittgrößte Stadt mit einem sehenswertes Nebeneinander von alten un dneuen Bauwerken. Besonders das Kulturangebot und die Promenade an der Hafenfront sind beeindruckend.

    Gemütliches Zentrum am Limfjord

    Aalborg ist Dänemarks drittgrößte Stadt – oder vielleicht nur die viertgrößte nach Odense auf Nordfünen, wenn man die zur Kommune gehörenden, umliegenden Orte nicht mitzählt. In Jütland ist es auf jeden Fall die zweitgrößte Stadt und ein schnell erreichbares Ausflugsziel für Strandurlauber, die Sehnsucht nach belebten Gassen oder moderner Architektur haben.

    Von den Ferienorten in Nordjütland oder Nordjütland Ost ist es nicht sehr weit für einen Tagesausflug nach Aalborg.

    Der Aalborg Hafen war lange Jahre ein wichtiger Motor für die Entwicklung der Stadt. Im 14. Jahrhundert hielt die Stadt das Monopol für den Handel mit gesalzenem Hering, einem Grundnahrungsmittel über viele Jahrhunderte. Heute laufen Containerschiffe oder Tanker mit Industriebedarf im Hafen ein, der inzwischen etwas außerhalb des Zentrums liegt.

    Neue Wohngebiete im Süden

    Aalborg hat etwa 113.000 Einwohner, dazu kommen noch etwa 22.000 Bewohner im Ortsteil Nørresundby am Nordufer des Limfjords, Tendenz steigend, denn die modernen Wohngebäude am Südufer des Fjord erfreuen sich großer Beliebtheit. Die Klappbrücke Limfjordsbroen und eine alte Eisenbahnbrücke mit einer separten Fahrradspur verbinden die Stadtteile. Die Autobahn nach Norden führt in einem Tunnel unter dem Limfjord hindurch.

    Neuer Glanz am alten Hafen

    Nachdem der Gewerbehafen nach Osten verlagert wurde, hat sich am Ufer des Limfjords viel verändert. Die meisten Industrieanlagen östlich des Zentrums wurden abgerissen und durch moderne Wohn- und Bürogebäude ersetzt, das ehemalige Kraftwerk wurde zu einem spannenden Kulturzentrum umgestaltet.

    Vom Hafengelände bis zur Limfjordsbroen führt eine breite Hafenpromenade für Fußgänger und Radfahrer. Ein paar alte Schiffe liegen noch vor Anker und die Spiel- und Sitzflächen am Kai sind beliebte Treffpunkte. Gastronomie gibt es eher wenig, dafür ein kleines Hafenschwimmbad mit einer Wintersauna. Das Restaurant Fusion und die Gastronomie in den Kulturhäusern sind die einzigen Lokale mit unmittelbarem Fjordblick.

    Homage an einen berühmten Sohn der Stadt

    Das Utzon Center neben dem Fachwerkschloss Alborghus war der erste Neubau, der die Hafenfront veränderte.

    Jørn Utzon war ein dänischer Architekt aus Aalborg, der mit dem Entwurf des Opernhauses in Sydney weltweiten Ruhm erlangte. Das Utzon Center ist ein Zentrum für Design und Architektur mit verschiedenen Ausstellungen und Workshops, dem schicken Restaurant Jørn und einem Shop für dänisches Design.

    Seine Form ist nach wie vor ungewönlich, doch die mächtigen Neubauten der letzten Jahre fallen inzwischen mehr ins Auge. Das Schloss Aalburghus kann man nicht besichtigen, doch der Park ist tagsüber geöffnet. ZUsammen mit dem Utzorn Park bildet er einen grünen Korridor zwischen Hafenfront und Einkaufsmeile..

    Sehenswerte Architektur

    Das riesige Foyer des neuen Universtätsgebäudes ist vier Stockwerke hoch, von den gemütlichen Sitz- und Arbeitsecken schaut man auf den Fjord. Wer lieber gleich draußen arbeitet, findet Platz auf den Liegestühlen vor der Tür. Wenn man sich dann noch ein Appartement im benachbarten Studentenwohnheim leisten kann, ist das Studentenleben ziemlich schön!

    Spektakulär kommt Aalborgs Konzertsaal Musikkens Hus daher. Die Form des grau-weiß-silbernen, verschachtelten Baus mit runden und dreieckigen Fenstern lässt sich nur schwer beschreiben. DAs Wiener Architektenteam Coophimmelb(l)au hat den Bau entworfen.

    Himmelblau spiegelt sich bei Sonne auch der Fjord in der hohen Glasfront. Das Gebäude ist täglich für Besucher geöffnet, was sich allein für den Ausblick vom Balkon lohnt.

    Hafenrundfahrt mit der M/S Kysten

    Die schönste Aussicht auf die neuen Bauwerke bietet eine Hafenrundfahrt. Der „Oldtimer“ M/S Kysten legt im Sommer regelmäßig von einem Steg unterhalb der Brücke ab, im Herbst finden die Touren nur bei schönem Wetter und ausreichend Teilnehmern statt, aber darüber lässt sich mit Kapitän Nielsen auch verhandeln. An Bord gibt es Eis und Getränke sowie interessante Geschichten über die Stadt und ihre Gebäude. Kinder dürfen das Ruder aushilfsweise übernehmen, aber nur, wenn sie die Kapitänsmütze dabei tragen!

    Kultur im Nordkraft

    Hinter dem Musikkens Hus steht das Hochhaus Nordkraft, das von einem Energie- zu einem wahren Kulturkraftpaket umgestaltet wurde. Wand an Wand mit dem 13-stöckigen, ehemaligen Turbinenturm aus rotem Klinker wurde die neue Universitätsbibliothek gebaut, deren Eingang am ungewöhnlich gestalteten Teglgårds Plads liegt.

    Das Foyer des Kraftwerks wirkt wie ein Industriedenkmal. Die alten Stahlträger ragen über die Halle und von der Decke hängen noch die Einfüllschächte für die Befeuerung der Heizkessel. Hier kann man kostenlos Tischtennis spielen, im Infocenter von Visit Aalborg nach Tipps für den weiteren Tagesablauf fragen oder im Sommer die Füße in den Sand der Strandbar stecken.

    Klettern und Speisen über mehrere Etagen

    In den oberen Etagen gibt es noch zwei Restaurants, Kunstausstellungen, Theater, ein Kino und ein Sportstudio mit einer 20 Meter hohen Kletterwand. Der Fahrstuhl endet an der Aussichtsplattform auf dem Dach.

    Alternatives Kulturtreiben in Karolinelund

    Der ehemalige Freizeitpark Karolinelund am Teglgård Plads wurde 2010 geschlossen. Seit dem steht das Gelände Bürgerprojekten und eine alternative Kulturszene zur Verfügung. Eine Skaterbahn, Ballspielplätze, Spielgeräte für Groß und Klein und das Platform 4, ein Haus mit Werkstätten und Ausstellungsräumen, die jeder nutzen darf, vorausgesetzt er wird Mitglied im Verein.

    Im Park finden den Sommer über verschiedene Konzerte und Festivals statt, die alle irgendwie mit alternativen Lebensentwürfen zu tun haben. Die großen Obst- und Gemüsebeete werden von den Bürgen gemeinsam gepflegt.

    Spuren der wohlhabenden Vergangenheit

    Der alte Stadtkern von Aalborg zieht sich von der Vesterbrogade vorbei an der Skt. Budolfi Kirke bis zu Kjellerupsgade hinter dem Nordkraft, wobei das kommerzielle und historisch bedeutsamste Zentrum zwischen der Vesterbrogade und dem Boulevarden liegt.

    Die schönen Gassen weiter östlich sollte man aber auch durchschlendern. Hier ist es wesentlich ruhiger und man findet so spannende Sachen wie das unterirdische Gråbrødrekloster Museum am Gabelstorv, den idyllischen Vor Frue Kirkeplads oder die bunten Häuser in der Søndergade.

    Jens Bang's Haus

    Der Stolz der Stadt ist Jens Bangs Stenhus an der Vesterbrogade, auch wenn Herr Bang, der dieses prächtige Gebäude im 17. Jahrhundert für sich bauen ließ, wohl nicht der beliebteste Bürger der Stadt war. Er verdiente sein Geld als Kaufmann und war zeitweilig einer der reichsten Bürger Dänemarks.

    Neben seinem prunkvoll verzierten Wohn- und Geschäftshaus verblasste das kleinere Rathaus nebenan schon damals und zu allem Überfluss ließ der eitle Geschäftsmann auch noch eine Maske mit herausgestreckter Zunge in die Fassade meißeln. Nichtsdestotrotz ist dieses Gebäude der Blickfang auf der Hauptstraße und gilt als das am besten erhaltene Steinhaus der Renaissance – nicht nur in Dänemark.

    Historisches im Museum

    Im Historische Museum von Aalborg ist noch ein bürgerliches Prachtstück aus der Renaissance zu sehen: die Aalborgstuen.

    Damals schmückten wohlhabende Bürger ihre Räume mit üppig verzierten Holzverkleidungen. Die Aalborgstue ist ein vollständig erhaltenes Holzzimmer aus dem 17. Jahrhundert. Für Kinder hat das Museum eine Spielecke mit historischen Kostümen eingerichtet, in einer anderen Abteilung sind Geschäfte aus den 1950er Jahren nachgebildet.

    Das Museumsticket berechtigt zum ermäßigten Besuch verschiedener andere Zweigstellen des Nordjyllands historiske Museum. An der Information liegt ein kostenloses Faltblatt mit einem Stadtspaziergang durch die Altstadt von Aalborg aus, mit dem man alle sehenswerten, historischen Gebäuden kennenlernt.

    Das Aalborg Kloster

    Das Aalborg Kloster wurde im 15. Jahrhundert gegründet. Nach der Reformation wurden die katholischen Klöster im Land geschlossen, im Aalborg Kloster entstand eins der ersten Stiftskrankenhäuser in Dänemark. Heute ist das schöne Bauwerk ein Seniorenwohnheim, daher kann man nur einen kleinen Teil der Außenanlage besichtigen.

    Gastronomie am C.W. Obels Plads

    Obwohl das Kloster am C. W. Obels Plads mitten in der Stadt liegt, spürt man hier kaum etwas vom geschäftigen Treiben der parallel verlaufenden Einkaufsmeile Bispensgade.

    Hinter dem Rathaus am Gammel Torv fand früher das öffentliche Leben statt, er war der Markt- und Gerichtsplatz. Der Obelisk in seiner Mitte ist der geographische Mittelpunkt der Stadt. Heute liegt der Platz ein wenig verlassen da, das gemütliche Leben hat sich auf den benachbarten C.W. Obels Plads verlagert.

    In die schmuckvollen Häuser aus verschiedenen Epochen sind ein Brauhaus, verschiedene Restaurants und ein American Diner eingezogen. Sie alle servieren ganzjährig auch draußen, wo man von Heizstrahlern und Wolldeckewohlig warm gehalten wird. Im Winter öffnet auf dem Platz ein Schlittschuhbahn.

    Die Budolfi Kirche

    Die barocke Turmspitze der Skt. Budolfi Kirke und der Eingang zum schmucken Aalborg Kloster wachen über den Platz.

    Die Skt. Budolfi Kirke ist der Dom von Aalborg. Es ist Dänmarks kleinster Dom. Der Innenraum ist kostbar ausgestattet und vom markanten, barocken Glockenturm erklingt jede Stunde ein harmonisches Glockenspiel.

    Nightlife, Kaffeebars und Ziele für den Einkaufsbummel

    Damit nicht in jeder Gasse des Nachts die Kneipengänger feiern, hat man beschlossen, das Nightlife in der Jomfru Ane Gade zu bündeln. In dieser Partymeile zwischen der Bispensgade und dem Casino Aalborg am Limfjord ist rund um die Uhr etwas los. Am Wochenende schaut man in fast allen Bars Fußball, nachts locken die Diskotheken.

    Eigentlich hat immer eine der Bars geöffnet, schon morgens kann man auf den Terrassen sitzen, frühstücken oder Kaffee trinken. Aalborgs älteste Kneipe findet man etwas außerhalb des Zentrums am Hadsundvej, nahe dem Østre Havn. Das Café Frederiksberg erinnert an einen englischen Pub. Es eröffnete 1900 und ist nach wie vor eine beliebte Bar, in der regelmäßig Blues- und Rockkonzerte stattfinden.

    Kaffeebars für jeden Geschmack

    Gemütliche Kaffeebars verteilen sich auf die übrige Innenstadt. Bekannt und farbenfroh ist das Penny Lane Café am Boulvarden. Ein Bäckertresen mit köstlichen Brötchen, Kaffee aus bunten Bechern und eine große Auswahl an Tee, auch zum Mitnehmen, sind nur ein Teil des Sortiments. Wer ein leckeres oder irgendwie englisches Mitbringsel sucht, wird hier sicher fündig.

    Kleine, etwas schlichtere Bars mit Feinkost und besonderen Kaffeesorten sind das Behag din Smag am Gabels Torv oder Koch’s Kaffebar an der Algade in der Nähe der Vor Frue Kirke.

    Klosteruinen im Kellergeschoss

    Die Algade ist eine gemütliche Fußgängerzone mit kleinen Boutiquen, auf der man den Fahrstuhl zum Gråbrødrekloster Museum leicht übersieht. Unter der Stadt entdeckte man beim Bau eines Kaufhauses die Reste eines zweiten Klosters. Die Überreste dieses Franziskanerklosters aus dem 13. Jahrhundert sind so sehenswert, dass sie zu einem unterirdischen Museum gestaltet wurden. Man erreicht das Museum nur mit dem Fahrstuhl. Die Tür öffnet sich, wenn man einige Kronen Kleingeld in den Automaten wirft.

    Einkaufen an der Adelgade

    Über den Klosterruinen steht das moderne Kaufhaus Salling. An der Ecke Møllegade lohnt ein Besuch bei dem traditionellen Kaffee- und Teehandel Kronen Kaffe. Aalborg ist nicht unbedingt eine Shoppingmetropole wie Kopenhagen, gerade im Textilbereich herrschen die üblichen Ketten vor. Dennoch findet man in den Seitengassen einige hübsche Geschäfte mit Wohnaccessoires oder verschiedenen Leckereien.

    Praktisch für Familien mit kleineren Kindern ist das Shoppingcenter Friis am Gabels Torv, weil es hier Sitzecken und ein Spielzimmer mit Wickeltisch gibt.

    Kunst und Kultur an jeder Ecke

    Kunst findet man in Aalborg nicht nur in den Kulturzentren oder Museen, sondern wirklich an jeder Häuserecke. Das Projekt WEAART begann 2014 auf Initiative zweier Streetart-Künstler mit einem Festival, bei dem 10 Hausfassaden von internationalen Künstlern bemalt wurden.

    2015 fand das Festival zum zweiten Mal statt und inzwischen gibt es so viele Kunstwerke an den Wänden, dass der offizielle Flyer mit dem Street Art Walk nur noch einen Teil der Kunstwerke verzeichnet. Da es hier wie überall auch „inoffizielle“ Graffitis gibt, kann man als Besucher nicht immer unterscheiden, ob das nun ein berühmtes Werk oder die Arbeit eines kreativen Sprayers aus Aalborg ist.

    Sonntagsbrunch im Huset

    Konzerte und Kunst in kleinem, aber sehr idyllischen Rahmen gibt es im Huset. Das Huset ist ein hübscher, gelber Hof in der Hasserisgade, in dem früher einmal das Armenhaus der Stadt war. Sonntags wird alle 14 Tage ein Brunchbuffet mit Livemusik serviert, Tischreservierung und das Programm findet man im Internet.

    Kunst und andere schöne Aussichten

    Das Museum Kunsten ist Aalborgs Flaggschiff der modernen Kunst. Das Gebäude wurde von dem Finnen Alvar Aalto entworfen und Anfang der 70er Jahre gebaut. Die Konstruktion des Gebäudes ermöglicht eine flexible Gestaltung der Ausstellungsflächen, es ist wunderbar hell und geradlinig skandinavisch eingerichtet.

    Der Museumspark grenzt an den Stadtwald, über dem der Aussichtsturm Aalborg Tårnet als Überbleibsel einer Ausstellung von 1933 aufragt. Viele halten den Turm für das Wahrzeichen Aalborgs, das offizielle Wahrzeichen ist allerdings der Turm der Budolfi Kirche.

    Kaffeetrinken in luftiger Höhe

    Oben im Aalborg Turm, der ein bisschen an einen Wasserturm erinnert, ist ein kleines Restaurant, eher ein Imbiss, dessen Betreiber den Fahrstuhl bedienen und Besucher nach oben holen. Bei starkem Wind bleibt der schon etwas dienstmüde Aufzug einfach stehen, da hilft nur Geduld. Bei Sturm hat der Aufzug Pause. Man bekommt eine schöne Aussicht über die Stadt und den Fjord geboten. Das Restaurant ist komplett verglast, man steht also nicht im Freien. Am Tresen gibt es Getränke, kleine Speisen und Souvenirs. Da man den Fahrstuhl bezahlt, muss man aber nichts verzehren.

    Die singenden Bäume

    Hinter dem Bahnhof, etwas versteckt über einen Tunnel von der Innenstadt aus zu erreichen, liegt der Kildeparken. Von außerhalb findet man ihn etwas leichter, da das Aalborg Kongres Center und das Hotel Comwell direkt am Park stehen. Es ist nur ein kleiner Park, aber in ihm wohnen die Stimmen von vielen großen Künstlern!

    Das Projekt der Singenden Bäume De Syngende Træer begann 1987, als Cliff Richard den ersten Baum auf einer Wiese am Kongresszentrum pflanzte. Mittlerweile stehen hier mindestens 85 Bäume, die von den Musikern selber gepflanzt wurden. Vor ein paar Jahren bekamen die Bäume eine Musiksäule, damit man die Künstler auch singen hört. Die Schilder lesen sich wie ein Who-is-who der Popgeschichte. Selbst Nobelpreisträger Bob Dylan hat hier einen Baum, ebenso wie Sting, José Carreras, Beyonce oder auch James Last und Helene Fischer.

    Das Seefahrtsmuseum am Jachthafen

    Das Seefahrtsmuseum Aalborg heißt nach dem Umzug an den Limfjord vor einigen Jahren „Springeren“ und ist ein wirklich lohnenswertes Ausflugsziel! Springeren ist der Name des U-Boots, das im Garten besichtigt werden kann. Es gilt als die größte Attraktion, zumindest ist es das größte Ausstellungsstück. Auf dem Freigelände gibt es einen Spielplatz und eine Halle mit ausgemusterten Beibooten der königlichen Jacht Dannebrog.

    Die Innenausstellung ist sehr abwechslungsreich, Fundstücke aus geborgenen Schiffswracks, eine beeindruckende Sammlung von Buddelschiffen und anderen Schiffsmodellen, ein nachgebautes Hafenkontor und eine kleine Gedenk-Ecke, die ein Privatmann für die gesunkene Titanic gebaut hat – hier kann man viel Zeit verbringen, ohne sich zu langweilen!

    Leben in der Gartenlaube

    Man findet das Museum hinter dem Jachthafen. Folgt man dem Fußweg rechts vom MUseum, gelangt man ins Fjordbyen, eine Art Christiania in Aalborg, wo Seebären und Aussteiger in bunten Gartenlauben wohnen.

    Das Verteidigungs- und Garnisonsmuseum zeigt in einem mächtigen Hangar Fahrzeuge und Technik aus allen Bereichen des Dänischen Militärs und des Zivilschutzes.

    Baden im Vestre Fjordpark

    Am Fjordufer vor dem Museum hat 2017 eine große Park- und Spielfläche mit einem Hafenschwimmbad, tollen Spielgeräten und dem Café Salt eröffnet. Der Vestre Fjordpark ist für alle Gäste kostenlos.

    Weitere Attraktion für die Familie

    Der Aalborg Zoo ist ein gemütlicher kleiner Zoo, der auch mit kleineren Kindern Spaß macht. Man kann Bollerwagen und Rollstühle ausleihen, sein Picknick mitbringen oder auch in zwei Lokalen einkehren. Hunde dürfen selbstverständlich mit hinein.

    Im Wald neben dem Zoo schaukeln im Klatreparken sechs Kletterbahnen bis zu 20 hoch in den Baumwipfeln.

    Ausflug nach Egholm

    Falls die Hafenrundfahrten wegen Wetter oder mangelnden Teilnehmern ausfällt, gäbe es noch eine Option für eine Bootsfahrt: Die Fähre nach Egholm direkt hinter dem Garnisonsmuseum. Sie kreuzt jede Stunde zur Insel Egholm hinüber und wieder zurück, Tickets gibt's am Automaten vor dem Anleger.

    Egholm ist ein flaches Eiland im Limfjord zwischen Nørresundby und Aalborg. Acht Kilometer lang ist der Wanderweg rund um die Insel, vorbei an einigen Häusern, vielen Wiesen und ein paar Schafen. Am Hafen ist das Restaurant Kronborg in der Sommerzeit und am Wochenende geöffnet, dort gibt es auch einen Spielplatz.

    Aalborg Streetkitchen

    Nur einen kurzen Fußweg entfernt wurde eine ehemalige Lagerhalle am Fischereihafen zur Aalborg Streetfood Lighthouse umgebaut. Die Dekoration in der Halle zeigt erneut, dass Aalborg eine junge, kreative Stadt ist!

    Sport und Spaß unter Dach

    Gigantium heißt eines der beiden Schwimmbäder in Aalborg am Ortsausgang in Richtung Osten. Gigantisch ist allerdings nicht das Schwimmbad, sondern der gesamte Sport- und Kulturkomplex, zu dem das Bad gehört.

    In dem Komplex gibt es noch ein großes Eissportstadium, eine Mehrzweckhalle für Messen und Konzerte, eine Ballsporthalle sowie ein Café mit Blick auf die Schwimmbecken. Ein 5-Meter-Sprungturm, eine lange Rutsche, diverse Becken für jedes Alter und eine separate Wellnessabteilung für Erwachsene sorgen für ein abwechslungsreiches Badevergnügen.

    Das zweite Schwimmbad gibt sich bescheidener, es heißt einfach Svømmeland. Das Bad gehört zum Sportcenter in Nørresundby. Es ist typisches Spaßbad mit verschiedenen warmen Familienbecken, einer Blockhaussauna auf dem Außengelände und einer Beachbar direkt am Schwimmbecken.

    Funcenter und Legeland

    Jugendliche und junggebliebene Erwachsene können sich im Funcenter amüsieren. Blindfußball, Hockey mit Gummischlägern oder Kloschüsselrennen sind nur ein paar der recht ausgefallenen, aber bestimmt spaßigen Wettkämpfe, in denen man sich hier messen kann.

    Kleine Kinder sind nebenan in Leos Legeland willkommen. Nach einer ausgiebigen Turnstunde zwischen Trampolinen, Schlangenrutschen oder den Riesenbällen gibt es dann Burger, Pfannkuchen oder Pølser in Leos Restaurant.

    Praktische Informationen zum Stadtbesuch

    Das Zentrum von Aalborg mit allen Attraktionen lässt sich gut zu Fuß erkunden. Doch es gibt nichts Schöneres, als mit dem Rad unterwegs zu sein, ganz wie die Dänen. Munk‘s Fahrradgeschäft in der Løkkegade 25 vermietet Fahrräder in verschiedenen Größen. Das Geschäft öffnet um 8.30 Uhr, so dass man den Tag schon früh mit einer Radtour beginnen kann.

    Parkplätze in der Innenstadt von Aalborg gibt es kaum. Auf den meisten Plätzen ist das Parken kostenpflichtig oder schreibt die Nutzung einer dänischen Parkscheibe vor. Zum Nordjyllands Historiske Museum gehören zwölf Museen im Umkreis von Aalborg. Man bekommt mit jedem Ticket eine Rabattkarte, die einen Nachlass für andere Standorte des Museums in Hobro, Maribo oder Hals gewährt.

    Akvavit aus Aalborg

    Was ist denn nun mit dem Aalborg Akvavit, werden sich einige Leser fragen. Er stammt natürlich ursprünglich aus Aalborg. In dem großen Werk an der westlichen Hafenpromenade wurden wohl einige Millionen Liter dieses für Dänen unentbehrlichen „Snaps“ gebrannt.

    Seit 2015 ist die Produktion nach Norwegen verlegt, das norwegische Unternehmen Arcus hat die dänischen Destillerien Aalborg Akvavit und Gammel Dansk aufgekauft und zu der neuen Firma Det Danske Spirituskompagni umbenannt. Im alten Werk wird es wohl eines Tages ein Museum geben.