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    Das Wetter in Dänemark

    Sommertag am Strand mit weißen Wolken am blauen Himmel

    Das Wetter in Dänemark ist viel besser als sein Ruf! Vor allem ist es nicht so kalt wie oft behauptet wird. Wer einen warmen Sommer mag, aber nicht nur in der Sonne relaxen, sondern auch mit seiner Familie aktiv sein möchte, der ist in Dänemark genau richtig.

    Typisch dänisch: Wechselhaftes Wetter

    Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein und imposante Sonnenuntergänge über dem Meer, das gibt es in Dänemark ganz oft. Beeinflusst wird das Wetter in Dänemark stark durch den Golfstrom, dieser sorgt für ein mildes Klima.

    Der Wind kommt überwiegend aus westlichen Richtungen, was wechselhaftes Wetter heißt. Bei östlichem Wind ist das Wetter oft stabiler. Der Sommer dauert von Juni bis August. Der Februar ist der kälteste Monat, Frühling und Herbst sind mild. Am sonnigsten ist der Mai.

    Die Ostsee ist mild und freundlich, das Meer wärmer und ruhiger als die rauhe Nordsee, wo es nicht nur viel windiger ist sondern auch bis zu 40% mehr Regen gibt. Die sanfte Meeresbrise an der Ostsee ist gerade für Kinder mit Atembeschwerden sehr gut geeignet.

    Das Wetter der letzten zehn Jahre

    Wenn man erst einmal davon ausgeht, dass das Wetter nicht so wird wie erwarte, dann ist man auf gutem Wege, sich auf einen Urlaub in Dänemark vorzubereiten.

    Ein Beispiel: Über 20 Jahre hatte ich die gleichen Gäste aus Berlin zu Ostern in meinem Ferienhaus auf Fejø zu Gast. Sie erlebten alles, von minus 5 Grad und Schnee über Sturm und Regen bis zu 25 Grad und Sonne.

    Betrachtet man das Wetter in Dänemark über viele Jahre, kann man aber schon einige Tendenzen für die jeweiligen Monate erkennen.

    Grundlegend gilt, daß es an der Nordsee windiger ist als an der Ostsee und dazu regnerischer mit weniger Sonne. Als Ausnahme in Bezug auf Sonne und Regen gilt Nordjütland, Fans der Jammberucht werden das vielleicht bestätigen können.

    Hier die Durchschnittswerte über 10 Jahre von 2001 - 2010 für ganz Dänemark.

    Nedbør (mm) = Niederschlag (mm)
    Nedbørdage = Tage mit Niederschlag
    Dagtemp. = Tagestemperaturen
    Middeltemp. = Durchschnittstemperaturen
    Nattemp. = Nachttemperaturen
    Solskinstimer = Sonnenstunden

    Monat für Monat – Henriks persönliche Wetterprognose

    Mit den Informationen aus der oben gezeigten Statistik sowie eigenen Erfahrungen als Basis wage ich es, die einzelnen Monate zu prophezeien - ohne Gewähr ;-)

    Januar : Im Januar kann es richtig kalt werden, die Tage sind grau und dunkel, vor dem Kamin ist es am schönsten. Ab und zu kommt eine Woche mit Frost, Schnee und viel Sonne, aber da muss man schon Glück haben.

    Februar : Im Februar ist es nicht viel anders, aber man merkt langsam, daß die Tage länger werden. Man soll sich aber nicht zu große Hoffnungen machen, denn der Winter ist noch nicht vorbei, das Wetter kann schnell auf Eis und Schnee wechseln.

    März : Im März ist der Winter endlich vorbei, wobei es in den ersten paar Wochen nicht immer so aussieht. So viel Sonne wie in den drei Monaten davor ist üblich, die Tage werden spürbar heller und Regen gibt es nicht viel. Der Frühling fängt definitiv im März an!

    April : Auch in Dänemark gilt "April, April – der macht, was er will". Sicher ist jedoch, daß der April ein richtiger Frühlingsmonat ist, die Knospen öffnen sich, die Lerche singt und mit etwas Glück erwischt man eine sonnige Woche. Gegen seinen Ruf hat der April am wenigsten Niederschlag und ist genauso sonnig wie der August, wobei die Temperaturen natürlich viel niedriger sind. Kommt der Wind aus Osten ist es eisig kalt.

    Mai : Der Mai ist nach Ansicht vieler Dänen der schönste Monat in Dänemark. Zwar ist meist noch kein Badewetter, aber die Natur ist wunderschön: Grün, Blüte und sehr viel Sonne. Es gibt im Mai immer eine und oft sogar zwei Wochen mit besserem Wetter als im Sommer. Die Frage ist nur welche Wochen, weil Kälte und Regen wird es auch im Mai geben. Was Dänen und Urlauber besonders freut: Das nordische Phänomen, die hellen Nächte, fangen am 5. Mai an und die Nachtigall verzaubert sie mit ihrem reichen, komplexen und wohltönenden Gesang.

    Juni : Bis zu den dänischen Schulferien, die Ende Juni anfangen, herrscht schönes Wetter und dann kommt Regen. So erinnere ich es aus meiner Kindheit. Im Juni ist das Meer noch für Warmduscher zu kalt, aber die Temperaturen werden langsam sommerlich, eine Woche mit 25 Grad wird es mit Sicherheit geben, aber auch mehr Regentage als im Frühjahr. Die Tage sind lang und hell, denn die Sonne geht erst um 22 Uhr unter und so richtig dunkel wird es nicht.

    Juli : Im Juli ist Hochsommer, die Tagestemperaturen sind im Schnitt über 20 Grad und auch das Meer hat meist eine, für Dänen, angenehme Temperatur, insbesondere in der Ostsee. Es gibt aber auch mehr Regen, wobei Dauerregen selten vorkommt. Wolken, Schauer und Sonne wechseln sich ab und eine Woche mit Hitzewelle, was für Dänen knapp 30 Grad heisst, wird es auch geben.

    August : Die hellen Nächte sowie die dänischen Schulferien sind schon Anfang August vorbei und die Erntemaschinen laufen auf Hochtouren, manchmal die ganze Nacht. Es ist weiterhin meist warm und sonnig, aber Regenschauer und Gewitter gehören zur Tagesordnung, denn kein Monat bietet so viel Regen wie der August. Ende August merkt man dann, daß der Sommer vorbei ist, das Licht und die Farben ändern sich, der Herbst ist da.

    September : Der September ist nicht ohne Grund ein sehr beliebter Monat unter Urlaubern, denn ein "Indian Summer" gibt es nicht selten: der September ist meist trocken, sonnig und warm. Die Tage sind deutlich kürzer geworden und die gemütlichen Abende vor dem Kamin warten.

    Oktober : Auch der Oktober hat immer eine oder gar zwei Wochen mit sonningem Herbstwetter, aber sehr kühle Nächte, mehr Regen und weniger Sonne als der September. Dazu kann es richtig stürmisch werden, hoffentlich erst nach der Obsternte.

    November : Im November ist noch nicht richtig Winter, aber der erste Schnee kommt meist hier und immer zur Überraschung der Dänen. Kalt und windig ist es und die Sonne lässt sich selten blicken.

    Dezember : Grüner Winter passt auf den Dezember, denn so richtig viel Schnee kommt selten und das was kommt ist schnell weg, weil der Boden nicht gefroren ist. Die Chancen für ein "hvid Jul" (weiße Weihnachten) liegen bei 10%.

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    Henrik Ranch
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