Aalborg – Schmuckstück am Limfjord

Aalborg liegt am Ufer des Limfjords und hat mit „Jens Bangs Stenhus“ eine Sehenswürdigkeit aus der Renaissance, die auf vielen Fotos abgebildet ist. Die Hafenfront wurde in den letzten Jahren mit modernen Bauten neu gestaltet. Heute prägt ein sehenswertes Nebeneinander von Alt und Neu die Kaimauern. Viele Studenten leben hier, es ist eine junge, alte Stadt mit einem vielseitigen kulturellen Angebot.

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Aktualisiert: Oktober 2017
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Gemütliches Zentrum am Limfjord

Aalborg ist Dänemarks drittgrößte Stadt – oder vielleicht nur die viertgrößte nach Odense auf Nordfünen, wenn man die zur Kommune gehörenden, umliegenden Orte nicht mitzählt. In Jütland ist es auf jeden Fall die zweitgrößte Stadt und ein schnell erreichbares Ausflugsziel für Strandurlauber, die Sehnsucht nach belebten Gassen oder moderner Architektur haben. Von den Ferienorten in Nordjütland oder Ostjütland Nord lässt sich bequem ein Tagesausflug nach Aalborg unternehmen, auch mit kleinen Kindern.

Hafenfront-segelschiff
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Promenade und Kaimauer: Die Aalborg Hafenfront

  • Promenade und Kaimauer: Die Aalborg Hafenfront
  • Frachter sieht man nur noch in der Ferne
  • Die Limfjordsbroen verbindet Aalborg mit Nørresundby
  • Einige Fischerboote kreuzen noch vor der Brücke
  • Spiel- und Sport bestimmen heute die Kaimauer

Aalborg Hafenfront – 5 Bilder

Obwohl Aalborg nicht am Meer liegt, sondern etwas 30 km landeinwärts am Limfjord, war der Aalborg Hafen ein wichtiger Motor für die Entwicklung der Stadt. Im 14. Jahrhundert hatte die Stadt das Monopol für den Handel mit gesalzenem Hering, ein Grundnahrungsmittel über viele Jahrhunderte. Heute spielt der Hering keine Rolle mehr. Heute laufen Containerschiffe oder Tanker mit Industriebedarf im Hafen ein. Wer sich für die Schiffsbewegungen interessiert kann sich auf MarineTraffic über den Verkehr in und um Aalborg informieren.

Das Hafenareal ist Heimat von mehr als 100 internationalen Firmen. Der Containerhafen spielt mit seiner Kapazität von 100.000 Containern zwar nicht in der Liga der größten Häfen mit, ist aber dennoch ein wichtiger Umschlagplatz für Güter im Norden Dänemarks. Im Innenstadtbereich bekommt man vom Hafen nur noch wenig mit, da die Gewerbeflächen nach Osten verlagert wurden.

Aalborg selbst hat heute etwa 113.000 Einwohner, dazu kommen noch etwa 22.000 Bewohner im Ortsteil Nørresundby am Nordufer des Limfjords und weitere 75.000 Einwohner in den umliegenden Orten, die zur Kommune Aalborg gehören. Die offiziell empfohlene Schreibweise lautet Ålborg, aber ähnlich wie bei Aarhus hat sich im Alltag das doppelte A als international leichter verständlich durchgesetzt.

Auf der Durchreise nach Norden sieht man nicht viel von der Stadt, denn die Autobahn verläuft in einem Tunnel unter dem Limfjord hindurch. Die Stadtteile Aalborg und Nørresundby sind mit der Klappbrücke Limfjordsbroen verbunden. Zusätzlich führt eine schöne, alte Eisenbahnbrücke über den Fjord, die seit kurzem mit einer eigenen Fahrradspur erweitert wurde. Dieser Fahrradweg wurde zum Großteil durch eine Erbschaft finanziert, die eine radbegeisterte Bürgerin ihrer Stadt vermacht hat.

Gartenlaube im Fjordbyen

Im Fjordbyen wohnen Fischer, Freaks und Gartenfreunde

Die Bestrebungen, eine weitere Autobrücke im Westen zu bauen, stoßen bei den Bürgen nicht nur auf Gegenliebe, denn gerade im wenig besiedelten Westen der Stadt will man nicht noch mehr Natur durch Straßenbau zerstören. Auslöser für die Überlegungen waren vielleicht die imposanten, neuen Wohnanlagen am Lindhøj Strandpark. Die teuren Appartements lassen sich mit einer direkten Verkehrsanbindung wohl besser vermarkten. Man plant insgesamt 7.000 neue Wohneinheiten! Einen Vorteil bietet die Wohnlage aber schon jetzt: Es ist die Sonnenseite des Fjords, vor allem am Abend!

Noch plätschert das Leben im Westen sehr ruhig dahin. An beiden Ufern gibt es einen Jachthafen, auf der Südseite führt ein schöner Radweg am Fjord entlang bis nach Skive. Die letzte Wohnsiedlung direkt an der Küste ist das Fjordbyen, eine Art Christiania in klein. Eigentlich war es eine Kleingartenkolonie, die sich aber zu einem alternativen Wohnprojekt für ein buntes Völkchen entwickelte. Hecke schneiden, Wege harken oder regelmäßig Fenster streichen muss hier niemand. Pensionierte Fischer und junge Aussteiger leben Tür an Tür in fantasievollen Gartenlauben. Das Kulturhus, eine kleine Kneipe, ist das kommunikative Zentrum der Siedlung. Die Stadtverwaltung schaut ab und an mal vorbei, um dann doch zu entscheiden, dass die unkonventionellen Lebensentwürfe hier keinen stören und das Fjordbyen weiter bestehen darf. Zwischen dem Fjordbyen und dem benachbarten Fähranleger zur Fjordinsel Egholm liegt eine große Park- und Spielfläche mit einem Hafenschwimmbad, tollen Spielgeräten und dem Café Salt. Der Vestre Fjordpark, wie das Gelände offiziell heißt, ist besonders im Sommer ein schönes Ausflugsziel. Der künstlich angelegte Badesee hat einen Sprungturm, im Wasser gibt es einen Kletterparcour und oben auf der Aussichtsterrasse kann man Trampolin springen oder rutschen. Zum Limfjord hin führt ein langer Badesteg. Auch außerhalb der Badesaison ist hier viel Platz zum Toben und im benachbarten Park steht ein großer Kletterturm auf einem Hügel.

Nur einen kurzen Fußweg entfernt wurde eine ehemalige Lagerhalle am Fischereihafen zur Aalborg Streetfood Lighthouse umgebaut. Hier gibt es gemütliche Sitzecken, stimmungsvolle Wandgemälde, viele verschiedene Streefoodstände und auch Sitzplätze draußen an der Kaimauer. Die Dekoration in der Halle ist besonders gelungen. An diesem Ort kann man gemütliche Stunden verbringen!

Neuer Glanz am alten Hafen

Im Zentrum zwischen dem neuen Wohngebiet Aalborg Ø und der Brücke nach Nørrelundby hat sich in den letzten Jahren sehr viel verändert, nachdem der Gewerbehafen noch weiter nach Osten ausgelagert wurde. Die alte Werft hat schon lange geschlossen und aus dem ehemaligen Kraftwerk wurde ein modernes Kulturzentrum. An der Kaimauer führt eine Hafenpromenade für Fußgänger und Radfahrer entlang, ein paar alte Schiffe liegen noch vor Anker und die vielen Spiel- und Sitzflächen am Kai sind beliebte Treffpunkte. Gastronomie gibt es eher wenig, dafür ein kleines Hafenschwimmbad mit einer Wintersauna direkt über dem Wasser. Das Restaurant Fusion und die Gastronomie in den Kulturhäusern an der zentralen Hafenfront sind die einzigen Lokale mit unmittelbarem Fjordblick.

Schloss Aalborghus, eine grüne Insel an der Hafenfront

Schloss Aalborghus, eine grüne Insel an der Hafenfront

Das Utzon Center neben dem Fachwerkschloss Alborghus war der erste Neubau, der die Hafenfront veränderte. Das alte Schloss wurde bis vor kurzem als Verwaltungsgebäude genutzt, die zukünftige Nutzung ist noch ungewiss. Vielleicht wird es ein Teil des Historischen Museums. Bis dahin schläft es friedlich in seinem kleinen Park vor sich hin und träumt von alten Zeiten, als es unter König Christian II und IV als Festung zur Verteidigung und später als Zollhaus genutzt wurde. Die Bürger wären sicher froh, wenn sie aus dem Schloss zukünftig etwas Attraktiveres als Steuerbescheide bekämen. Im Innenhof kann man nah zur Hafenfront parken, allerdings sind es kostenpflichtige Parkplätze eines privaten Parkplatzbetreibers.

Jørn Utzon war ein dänischer Architekt, der mit dem Entwurf des Opernhauses in Sydney weltweiten Ruhm erlangte. In seiner Heimatstadt Aalborg wurde eins seiner letzten Gebäude errichtet. Das Utzon Center ist ein Zentrum für Design und Architektur mit verschiedenen Ausstellungen und Workshops, dem schicken Restaurant Jørn und einem Shop für dänisches Design. Das auffällige Gebäude hat inzwischen Konkurrenz bekommen von weiteren Neubauten, die schon aufgrund ihrer Größe ins Auge fallen.

Zwei schwarze Riesen sind die nächsten Nachbarn. Der hohe Turm ist ein Studentenwohnheim, ebenso wie einige der benachbarten Gebäude. Das davorstehende, schwarze Gebäude mit der breiten Glasfront beherbergt die Studienzweige Kommunikation, Informatik und Architektur der Universität Aalborg. Hier möchte man gern Student sein!

In bester Lage am Limfjord stehen die Studentenwohnheime

In bester Lage am Limfjord stehen die Studentenwohnheime

Das riesige Foyer ist nach oben hin über vier Stockwerke offen und lässt Tageslicht herein, von den gemütlichen Sitz- und Arbeitsecken schaut man auf den Fjord. Wer lieber gleich draußen arbeitet, findet Platz auf den Drehstühlen, die sich um 360 Grad immer in Richtung Sonne drehen lassen. Wer sich ein Appartement in den schicken Studentenwohnheimen leisten kann, muss dafür eine kräftige Finanzspritze von den Eltern bekommen. Mit dem Studenteneinkommen von 800 €, welches jedem Studenten in Dänemark zusteht, lässt sich das sicher nicht finanzieren.

Noch spektakulärer kommt der neue Konzertsaal Musikkens Hus daher. Die Form des grau-weiß-silbernen, verschachtelten Baus mit runden und dreieckigen Fenstern lässt sich nur schwer beschreiben. Es wurde vom Architektenteam Coophimmelb(l)au entworfen. Himmelblau spiegelt sich bei Sonne auch der Fjord in der hohen Glasfront. Das Gebäude ist täglich für Besucher geöffnet. Man kommt zwar nicht in den Konzertsaal, aber darf vom Balkon in der oberen Etage den Fjordblick genießen.

Hinter dem Musikkens Hus steht das schon erwähnte Kraftwerk Nordkraft, das von einem Energie- zu einem wahren Kulturkraftpaket umgestaltet wurde. Wand an Wand mit dem 13-stöckigen, ehemaligen Turbinenturm aus rotem Klinker wurde eine neue, nicht ganz so hohe Universitätsbibliothek gebaut. Um in den sehenswerten Eingangsbereich des Kulturgebäudes zu gelangen, geht man von der Uferpromenade aus einmal um die Bibliothek herum. Es gibt aber auch einen Durchgang neben der Bibliothek, die am ungewöhnlich gestalteten Teglgårds Plads ihren Eingang hat.

Nordkraft-eingang
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Ein Kraftpaket für die Kultur: Kulturhaus Nordkraft

  • Ein Kraftpaket für die Kultur: Kulturhaus Nordkraft
  • Die Eingangshalle verleugnet ihre Herkunft nicht!
  • Schwungvoll von außen wie von innen: Musikkens Hus
  • Beton, Stahl und Glas in schöner Harmonie
  • Bibliothek und Theater liegen am Teglgårdsplads
  • Hinter der Bibliothek entstehen neue Wohngebiete

Aalborg Kulturzentrum – 6 Bilder

Die Eingangshalle des Kraftwerks ist fast ein Industriedenkmal. Die alten Stahlträger liegen frei und von der Decke hängen noch die Einfüllschächte für die Befeuerung der Heizkessel. Der Boden ist aus schlichtem Beton, wenn er nicht gerade mit Sand aufgefüllt ist für die sommerliche Strandbar-Dekoration. Hier kann man Tischtennis spielen, im Restaurant Azzurra oder im Café Mumbai speisen, Ausstellungen besuchen oder sich im Infocenter von Visit Aalborg ein paar Tipps für den weiteren Tagesablauf holen.

In den oberen Stockwerken gibt es ein Sportstudio mit einer 20 Meter hohen Kletterwand über drei Etagen, das auch Tagestickets anbietet, anschließend kann man im Café des Studios ein leckeres und recht günstiges Buffet genießen. Das Fremdenverkehrsamt VisitAalborg hat den besten Platz in der obersten Etage. Der Bürgermeister borgt sich ab und an den Tagungsraum, um hier mit seinen Gästen Konferenzen abzuhalten – bei dem Ausblick hat er bestimmt die beste Verhandlungsposition! Auf dem Dach ist eine Aussichtsplattform für alle, der Fahrstuhl fährt bis nach ganz oben. Außerdem gehören ein Kino, die Kunsthalle Nord, die Konzerthalle Skråen und ein Theater zum Komplex. Mehr Kultur passt wirklich in kein anderes Bauwerk! Die Hafenpromenade endet wenige Meter weiter am Østre Havn, um dessen Becken herum neue Wohnblocks wachsen.

Die schönste Aussicht auf eine Hafenstadt bietet eine Hafenrundfahrt. Die Rundfahrt mit dem „Oldtimer“ M/S Kysten sollte man auf keinen Fall versäumen, allein weil das weiße Holzschiff so charmant ist wie sein Kapitän. Im Sommer legt Kysten regelmäßig von seinem Steg unterhalb der Vesterbro ab, im Herbst finden die Touren nur bei schönem Wetter und ausreichend Teilnehmern statt, aber darüber lässt sich mit Kapitän Nielsen auch verhandeln. An Bord gibt es Eis und Getränke sowie interessante Geschichten über die Stadt und ihre Gebäude. Kinder dürfen das Ruder aushilfsweise übernehmen, aber nur, wenn sie die Kapitänsmütze dabei tragen!

Die gemütliche Altstadt von Aalborg

Steinernes Renaissancehaus in Aalborgs Altstadt

Blickfang seit 400 Jahren: Jens Bangs Stenhus

Der alte Stadtkern von Aalborg zieht sich von der Vesterbrogade vorbei an der Skt. Budolfi Kirke bis zu Kjellerupsgade hinter dem Nordkraft, wobei das kommerzielle und historisch bedeutsamste Zentrum zwischen der Vesterbrogade und dem Boulevarden liegt. Die schönen Gassen weiter östlich sollte man aber auch durchschlendern. Hier ist es wesentlich ruhiger und man findet so spannende Sachen wie das unterirdische Gråbrødrekloster Museum am Gabelstorv, den idyllischen Vor Frue Kirkeplads oder die bunten Häuser in der Søndergade.

Der Stolz der Stadt ist Jens Bangs Stenhus an der Vesterbrogade, auch wenn Herr Bang, der dieses prächtige Gebäude im 17. Jahrhundert für sich bauen ließ, wohl nicht der beliebteste Bürger der Stadt war. Er verdiente sein Geld als Kaufmann und war zeitweilig einer der reichsten Bürger Dänemarks. Neben seinem prunkvoll verzierten Wohn- und Geschäftshaus verblasste das kleinere Rathaus nebenan schon damals und zu allem Überfluss ließ der eitle Geschäftsmann auch noch eine Maske mit herausgestreckter Zunge in die Fassade meißeln. Nichtsdestotrotz ist dieses Gebäude der Blickfang auf der Hauptstraße und gilt als das am besten erhaltene Steinhaus der Renaissance – nicht nur in Dänemark.

Die Østergade endet mit einem offenen Blick auf den Toldbod Plads und die Hafenpromenade. Der Platz ist mit allerlei Podesten und Fontainen neugestaltet, vor den Restaurants kann man in der Sonne sitzen. Besonders stimmungsvoll ist es hier leider nicht, da der Platz sehr offen ist und man neben Verkehr und Busstationen sitzt. Auch der benachbarte Burger King macht es nicht heimeliger.

Restaurantgäste auf einem schönen, alten Platz in Aalborg

Abendstimmung am idyllischen C. W. Obels Plads

Auf dem Gammeltorv hinter dem Rathaus fand früher das öffentliche Leben statt, er war der Markt- und Gerichtsplatz zugleich. Heute liegt der Platz ein wenig verlassen da. Der Obelisk in seiner Mitte ist der geographische Mittelpunkt der Stadt. Das gemütliche Leben findet man auf dem benachbarten C.W. Obels Plads. In die schmuckvollen Häuser aus verschiedenen Epochen sind ein Brauhaus, verschiedene Restaurants und ein American Diner eingezogen. Selbstverständlich wird ganzjährig auch draußen auf dem Platz serviert, wohlig warm gehalten von Heizstrahlern und Wolldecken, im Winter kann man hier sogar Schlittschuh laufen. Die barocke Turmspitze der Skt. Budolfi Kirke und der Eingang zum schmucken Aalborg Kloster wachen über den Platz.

Das Kloster wurde im 15. Jahrhundert gegründet, als Aalborg ein blühendes Handelszentrum war. Nach der Reformation wurden die katholische Klöster im Land geschlossen und aus dem Aalborg Kloster wurde eins der ersten Stiftskrankenhäuser in Dänemark. Heute verbringen Senioren ihren Lebensabend in dem Gebäude, besichtigen kann man daher nur einen kleinen Teil der Außenanlage. Das Bauwerk ist wunderschön, sehr gepflegt und innen mit allen Notwendigkeiten für einen geruhsamen Lebensabend ausgestattet. Obwohl das Kloster und auch der C. W. Obels Plads mitten in der Stadt liegen, spürt man hier kaum etwas vom geschäftigen Treiben der parallel verlaufenden Einkaufsmeile Bispensgade.

Die weiße Skt Budolfi Kirke, Aalborgs Dom

Die Budolfi Kirke ist kaum höher als der Turm der Sparkasse

Die kleine Skt. Budolfi Kirke ist Aalborgs Dom und damit die kleinste Kathedrale in Dänemark. Die Basilika ist dennoch prunkvoll ausgeschmückt. Vom markanten Glockenturm, der eine für Dänemark etwas untypische, barocke Form hat, erklingt jede Stunde ein harmonisches Glockenspiel.

Gleich neben der Kirche schmückt sich der schmucke Backsteinbau der Sparekasse Vendsyssel ebenfalls mit einem Turm, der direkt an das Historische Museum von Aalborg grenzt. Das Prunkstück der Ausstellung ist die sogenannte Aalborgstuen.

In der Renaissance schmückten wohlhabende Bürger ihre Räume kunstvoll mit üppig verzierten Holzverkleidungen. Die Aalborgstue ist ein vollständig erhaltenes Holzzimmer aus dem beginnenden 17. Jahrhundert. Hübsch ist auch die Abteilung mit Läden aus den 50er Jahren und die Spielecke für Kinder mit historischen Kostümen. Das Museumsticket berechtigt zum ermäßigten Besuch verschiedener andere Zweigstellen des Nordjyllands historiske Museum. An der Information liegt ein kostenloses Faltblatt mit einem Stadtspaziergang durch die Altstadt von Aalborg aus, mit dem man alle sehenswerten, historischen Gebäuden kennenlernt.

Nightlife, Kaffeebars und Ziele für den Einkaufsbummel

Aalborgs Kneipengänger treffen sich in der Jomfru Ane Gade

Aalborgs Kneipengänger treffen sich in der Jomfru Ane Gade

Damit nicht in jeder Gasse des Nachts die Kneipengänger feiern, hat man beschlossen, das Nightlife in der Jomfru Ane Gade zu bündeln. In dieser Partymeile zwischen der Bispensgade und dem Casino Aalborg am Limfjord ist rund um die Uhr etwas los. Am Wochenende schaut man in fast allen Bars Fußball, nachts locken die Diskotheken. Eigentlich hat immer eine der Bars geöffnet, schon morgens kann man auf den Terrassen sitzen, frühstücken oder Kaffee trinken. Aalborgs älteste Kneipe findet man etwas außerhalb des Zentrums am Hadsundvej, nahe dem Østre Havn. Das Café Frederiksberg erinnert an einen englischen Pub. Es eröffnete 1900 und ist nach wie vor eine beliebte Bar, in der regelmäßig Blues- und Rockkonzerte stattfinden.

Gemütliche Kaffeebars verteilen sich auf die übrige Innenstadt. Bekannt und farbenfroh ist das Penny Lane Café am Boulvarden. Ein Bäckertresen mit köstlichen Brötchen, Kaffee aus bunten Bechern und eine große Auswahl an Tee, auch zum Mitnehmen, sind nur ein Teil des Sortiments. Wer ein leckeres oder irgendwie englisches Mitbringsel sucht, wird hier sicher fündig. Kleine, etwas schlichtere Bars mit Feinkost und besonderen Kaffeesorten sind das Behag din Smag am Gabels Torv oder Koch’s Kaffebar an der Algade in der Nähe der Vor Frue Kirke.

Die Algade ist eine gemütliche Fußgängerzone mit kleinen Boutiquen, auf der man den Fahrstuhl zum Gråbrødrekloster Museum leicht übersieht. Unter der Stadt entdeckte man beim Bau eines Kaufhauses die Reste eines zweiten Klosters. Die Überreste dieses Franziskanerklosters aus dem 13. Jahrhundert sind so sehenswert, dass sie zu einem unterirdischen Museum gestaltet wurden. Man erreicht das Museum nur mit dem Fahrstuhl. Die Tür öffnet sich, wenn man einige Kronen Kleingeld in den Automaten wirft.

Fahrstuhl zum unterirdischen Klostermuseum

Ein paar Münzen öffnen den Fahrstuhl zum Gråbrødrekloster

Über den Klosterruinen steht das moderne Kaufhaus Salling. An der Ecke Møllegade lohnt ein Besuch bei dem traditionellen Kaffee- und Teehandel Kronen Kaffe. Aalborg ist nicht unbedingt eine Shoppingmetropole wie Kopenhagen, gerade im Textilbereich herrschen die üblichen Ketten vor. Dennoch findet man in den Seitengassen einige hübsche Geschäfte mit Wohnaccessoires oder verschiedenen Leckereien.

Kinder sollte man fernhalten von Slikkepinden. So verlockenden, ganz unökologischen Süßigkeiten kann wohl kein Kind kampflos widerstehen! Praktisch für Familien mit kleineren Kindern ist das Shoppingcenter Friis am Gabels Torv, weil es hier Sitzecken und ein Spielzimmer mit Wickeltisch gibt.

Eher für Große ist der Aalborg Beerwalk geeignet. Für etwa 17 € bekommt man in sechs verschiedenen Kneipen der Innenstadt je ein kleines Bier serviert, alles besondere Biere natürlich. Insgesamt stehen neun Bars zur Auswahl, man kann also selber entscheiden, wo man einkehren möchte. Und natürlich in den anderen ebenfalls ein Bier bestellen, das Glas ist dann größer, kostet aber auch wesentlich mehr als mit dem Beerwalk-Voucher.

Kunst und Kultur an jeder Ecke

Urban Gardening und freie Kunst beleben den Karolinenlund

Urban Gardening und freie Kunst beleben den Karolinenlund

Kunst findet man in Aalborg nicht nur in den Kulturzentren oder Museen, sondern wirklich an jeder Häuserecke. Das Projekt WEAART begann 2014 auf Initiative zweier Streetart-Künstler mit einem Festival, bei dem 10 Hausfassaden von internationalen Künstlern bemalt wurden. 2015 fand das Festival zum zweiten Mal statt und inzwischen gibt es so viele Kunstwerke an den Wänden, dass der offizielle Flyer mit dem Street Art Walk nur noch einen Teil der Kunstwerke verzeichnet. Da es hier wie überall auch „inoffizielle“ Graffitis gibt, kann man als Besucher nicht immer unterscheiden, ob das nun ein berühmtes Werk oder die Arbeit eines kreativen Sprayers aus Aalborg ist.

Ziemlich sicher sind wohl die bunten Wände im Karolinelund schon vor dem Festival entstanden. Karolinelund war ein Freizeitpark in der Stadt, der 2010 geschlossen wurde. Das Gelände südlich des Kulturzentrums Nordkraft ist heute ein Park, den die Bürger in Eigenregie umgestalten durften und damit Platz für kreative Projekte abseits des Mainstreams schafften. Wobei Urban Gardening, bunte Gemüsebeete für jedermann in selbstgezimmerten Holzkisten in Großstädten, schon fast wieder Mainstream ist. Es gibt eine Skaterbahn, Ballspielplätze, Spielgeräte für Groß und Klein und das Platform 4, ein Haus mit Werkstätten und Ausstellungsräumen, die jeder nutzen darf, vorausgesetzt er wird Mitglied im Verein. Im Park finden den Sommer über verschiedene Konzerte und Festivals statt, die alle irgendwie mit alternativen Lebensentwürfen zu tun haben.

Weltweit einmalig: Die singenden Bäume im Kildeparken

Weltweit einmalig: Die singenden Bäume im Kildeparken

Hinter dem Bahnhof, etwas versteckt über einen Tunnel von der Innenstadt aus zu erreichen, liegt der Kildeparken. Von außerhalb findet man ihn etwas leichter, da das Aalborg Kongres Center und das Hotel Comwell direkt am Park stehen. Es ist nur ein kleiner Park, aber in ihm wohnen die Stimmen von vielen großen Künstlern!

Das Projekt der Singenden Bäume De Syngende Træer begann 1987, als Cliff Richard den ersten Baum auf einer Wiese am Kongresszentrum pflanzte. Mittlerweile stehen hier mindestens 85 Bäume, die von den Musikern selber gepflanzt wurden. Vor ein paar Jahren bekam dann jeder Baum eine Musiksäule, mit denen man sich Lieder der Künstler anhören kann. Nun singen die Bäume wirklich und die Schilder an den Säulen lesen sich wie ein Who-is-who der Popgeschichte. Selbst Nobelpreisträger Bob Dylan hat hier einen Baum, ebenso wie Sting, José Carreras, Beyonce oder auch James Last und Helene Fischer.

Der Aalborg Tårnet

Der Aalborg Tårnet

Konzerte und Kunst in kleinem, aber sehr idyllischen Rahmen gibt es im Huset. Das Huset ist ein hübscher, gelber Hof in der Hasserisgade, in dem früher einmal das Armenhaus der Stadt war. Sonntags wird alle 14 Tage ein Brunchbuffet mit Livemusik serviert, Tischreservierung und das Programm findet man im Internet.

Das Museum Kunsten ist Aalborgs Flaggschiff der modernen Kunst. Das Gebäude wurde von dem Finnen Alvar Aalto entworfen und Anfang der 70er Jahre gebaut. Die Konstruktion des Gebäudes ermöglicht eine flexible Gestaltung der Ausstellungsflächen, es ist wunderbar hell und geradlinig skandinavisch eingerichtet. Der Museumspark grenzt an den Stadtwald, über dem der Aussichtsturm Aalborg Tårnet als Überbleibsel einer Ausstellung von 1933 aufragt. Viele halten den Turm für das Wahrzeichen Aalborgs, das offizielle Wahrzeichen ist allerdings der Turm der Budolfi Kirche.

Oben im Aalborg Turm, der ein bisschen an einen Wasserturm erinnert, ist ein kleines Restaurant, eher ein Imbiss, dessen Betreiber den Fahrstuhl bedienen und Besucher nach oben holen. Bei starkem Wind bleibt der schon etwas dienstmüde Aufzug einfach stehen, da hilft nur Geduld. Bei Sturm hat der Aufzug Pause. Man bekommt eine schöne Aussicht über die Stadt und den Fjord geboten. Das Restaurant ist komplett verglast, man steht also nicht im Freien. Am Tresen gibt es Getränke, kleine Speisen und Souvenirs. Da man den Fahrstuhl bezahlt, muss man aber nichts verzehren.

Mit Kindern unterwegs zu weiteren Attraktionen

Der Aalborg Zoo ist ein gemütlicher kleiner Zoo, der auch mit kleineren Kindern Spaß macht. Eisbären, Tiger, Elefant und Co. leben hier. Man kann Bollerwagen und Rollstühle ausleihen, sein Picknick mitbringen oder auch im Lokal Skovbakken oder am Spielplatzkiosk einkehren. Der Zoo ist rauchfrei, wie auch viele Spielplätze in Dänemark, es gibt aber Raucherzonen. Hunde dürfen selbstverständlich mit hinein, allerdings an der Leine.

Alles rund um die Seefahrt zeigt das Museum Springeren

Alles rund um die Seefahrt zeigt das Museum Springeren

Im Wald neben dem Zoo schaukeln sechs Kletterbahnen in luftiger Höhe. Je nachdem wie alt und wie mutig man ist, kann man sich im Klatreparken bis auf 20 Meter Höhe in die Baumwipfel wagen, professionell gesichert natürlich.

Das Seefahrtsmuseum Aalborg heißt nach dem Umzug an den Limfjord vor einigen Jahren „Springeren“ und ist ein wirklich lohnenswertes Ausflugsziel! Springeren ist der Name des U-Boots, das im Garten besichtigt werden kann. Es gilt als die größte Attraktion, aber vielleicht ist es auch nur das größte Ausstellungsstück. Im Freigelände liegen noch viele andere Boote, Bojen und Anker, der kleine Spielplatz und eine Halle mit ausgemusterten Beibooten der königlichen Jacht Dannebrog.

Die Innenausstellung ist sehr abwechslungsreich, Fundstücke aus geborgenen Schiffswracks, eine beeindruckende Sammlung von Buddelschiffen und anderen Schiffsmodellen, ein nachgebautes Hafenkontor und eine kleine Gedenk-Ecke, die ein Privatmann für die gesunkene Titanic gebaut hat – hier kann man viel Zeit verbringen, ohne sich zu langweilen! Man findet das Museum zwischen dem Jachthafen und dem Fjordbyen. Hinter dem Fjordbyen am Skydebanevej ist das Verteidigungs- und Garnisonsmuseum. In einem mächtigen Hangar sind Fahrzeuge und Technik aus allen Bereichen des Dänischen Militärs und des Zivilschutzes ausgestellt.

Geschirr und Gläser aus  einem Schiffswrack

Geschirr und Gläser aus einem Schiffswrack

Falls die Hafenrundfahrten wegen Wetter oder mangelnden Teilnehmern ausfällt, gäbe es noch eine Option für eine Bootsfahrt: Die Fähre nach Egholm direkt hinter dem Garnisonsmuseum. Sie kreuzt jede Stunde zur Insel Egholm hinüber und wieder zurück, Tickets gibt's am Automaten vor dem Anleger. Egholm ist ein flaches, recht unspektakuläres Eiland im Limfjord zwischen Nørresundby und Aalborg. Zum Radfahren ist es nicht geeignet, weil alle Wege unbefestigt oder mit Schotter aufgeschüttet sind. Am Hafen hat das kleine Restaurant Kronborg in der Sommerzeit und am Wochenende geöffnet, dort gibt es auch einen Spielplatz. Der Egholm Vestergaard in der Mitte der Insel bietet seine Räume für große Familienfeiern an. Ein acht Kilometer langer Wanderweg rund um die Insel, vorbei an einigen Häusern, vielen Wiesen und ein paar Schafen führt bis zum anderen Ende der Insel und dann einmal an der Küste entlang zum Hafen zurück.

Gigantium heißt eines der beiden Schwimmbäder in Aalborg am Ortsausgang in Richtung Osten. Gigantisch ist allerdings nicht direkt das Schwimmbad, sondern der gesamte Sport- und Kulturkomplex, zu dem das Bad gehört. Ein 5-Meter-Sprungturm, eine lange Rutsche, diverse Becken für jedes Alter und eine separate Wellnessabteilung für Erwachsene sorgen für ein abwechslungsreiches Badevergnügen. In dem Komplex gibt es noch ein großes Eissportstadium, eine Mehrzweckhalle für Messen und Konzerte, eine Ballsporthalle sowie ein Café mit Blick auf die Schwimmbecken.

Das zweite Schwimmbad gibt sich bescheidener, es heißt einfach Svømmeland. Das Bad gehört zum Sportcenter in Nørresundby. Es ist typisches Spaßbad mit verschiedenen warmen Familienbecken, einer Blockhaussauna auf dem Außengelände und einer Beachbar direkt am Schwimmbecken.

Jugendliche und junggebliebene Erwachsene können sich im Funcenter amüsieren. Blindfußball, Hockey mit Gummischlägern oder Kloschüsselrennen sind nur ein paar der recht ausgefallenen, aber bestimmt spaßigen Wettkämpfe, in denen man sich hier messen kann. Kleine Kinder sind nebenan in Leos Legeland willkommen. Nach einer ausgiebigen Turnstunde zwischen Trampolinen, Schlangenrutschen oder den Riesenbällen gibt es dann Burger, Pfannkuchen oder Pølser in Leos Restaurant.

Keine Stadt ohne Wikingergeschichte

Friedliche Morgenstimmung am Gräberfeld Lindholm Høje

Friedliche Morgenstimmung am Gräberfeld Lindholm Høje

Selbstverständlich findet man auch in Aalborg Spuren der Wikingerzeit, da Dänemark die Heimat der Wikingerkultur ist, wie wir sie heute kennen. Aber was weiß man wirklich über die Wikinger, außer, dass sie mit ihren Schiffen das übrige Europa in Angst und Schrecken versetzten? Wenn man Lindholm Høje besucht, ist von den brutalen und kampfeslustigen Kerlen nichts zu spüren. Es ist ein ungemein friedlicher und beeindruckender Ort, der ein ganz anderes Bild des Wikingerlebens im Mittelalter zeigt.

Das Gräberfeld Lindholm Høje liegt auf einem flachen Hang gen Osten am Ortsrand von Nørresundby. Steinkreise markieren die Grabstätten mit insgesamt 682 Gräber, die durch Sandtreiben vor etwa 1.000 Jahren verschüttet wurden und so fast vollständig erhalten blieben. Bis König Harald Blauzahn Dänemark im 10. Jahrhundert das Christentum als Staatsreligion einführte, wurden die Toten nach heidnischen Regeln bestattet.

Die Grabstätte gehörte zu einer kleinen Siedlung, in der Handwerker und Bauern lebten und ihr Tagewerk verrichteten. Die Funde aus den Ausgrabungen sind im benachbarten Lindholm Høje Museum familienfreundlich und interessant präsentiert.

Winkingerdorf am Museum Fyrkat in Hobro

Winkingerdorf am Museum Fyrkat in Hobro

In den Morgenstunden, wenn das Museum noch geschlossen hat und die Schafe die einzigen Gäste auf dem Gräberfeld sind, spürt man den Hauch der Geschichte, der von einem friedlichen, seine Ahnen ehrenden Volk erzählt. Das hyggelige und freundliche Dänemark hat sich nicht nur aus einer Horde ungemütlicher Haudegen entwickelt. Auch die Wikinger lebten sehr eng im Familienverband und stellten das Wohl der Gemeinschaft allem voran.

Spuren der Wikinger findet man auch in der Nähe von Hobro am Mariager Fjord, etwa 60 Kilometer südlich von Aalborg. Der kreisrunde Festungswall um die Burg Fyrkat wurde von Harald Blauzahn errichtet. Der kleine Wikingerhof in der Nähe ist eine Nachbildung. Das Ensemble von neun Häusern zeigt, wie ein Wikingerdorf organisiert war, wie die Menschen lebten und arbeiteten und lädt den Gast ein, an verschiedenen Aktivitäten teilzunehmen. Die idyllische Lage zwischen einem Flusslauf und einem Waldgebiet trägt dazu bei, dass man ein Herz für Wikinger verspürt!

Praktische Informationen zum Stadtbesuch

Das Zentrum von Aalborg mit allen Attraktionen lässt sich gut zu Fuß erkunden. Doch es gibt nichts Schöneres, als mit dem Rad unterwegs zu sein, ganz wie die Dänen. Munk‘s Fahrradgeschäft in der Løkkegade 25 vermietet Fahrräder in verschiedenen Größen. Das Geschäft öffnet um 8.30 Uhr, so dass man den Tag schon früh mit einer Radtour beginnen kann. Eine kostenlose Fahrradkarte für die gesamte Region von Hou und Hals bis nach Nibe und vom Waldgebiet Hammer Bakker bis zum Naturschutzgebiet Lille Vildmose an der Ostsee bekommt man bei der Touristeninformation.

Munk's Cykler vermietet Fahrräder in allen Größen

Munk's Cykler vermietet Fahrräder in allen Größen

Parkplätze in der Innenstadt von Aalborg gibt es kaum. Auf den meisten Plätzen ist das Parken kostenpflichtig oder schreibt die Nutzung einer dänischen Parkscheibe vor. Es gibt drei gebührenpflichtige Parkflächen des Unternehmens Q-Park, die in einem Parkleitsystem ausgeschildert sind. An den Attraktionen außerhalb des Zentrums stehen kostenlose Stellplätze zur Verfügung. Da die Stadt nicht sehr groß ist, kann man sein Glück auch in den Nebenstraßen etwas außerhalb versuchen und mit einem Fußweg von 10 - 15 Minuten die Innenstadt erreichen.

Zum Nordjyllands Historiske Museum gehören zwölf Museen im Umkreis von Aalborg. Man bekommt mit jedem Ticket eine Rabattkarte, die einen Nachlass für andere Standorte des Museums in Hobro, Maribo oder Hals gewährt.

Was ist denn nun mit dem Aalborg Akvavit, werden sich einige Leser fragen. Er stammt natürlich ursprünglich aus Aalborg. In dem großen Werk an der westlichen Hafenpromenade wurden wohl einige Millionen Liter dieses für Dänen unentbehrlichen „Snaps“ gebrannt. Seit 2015 ist die Produktion nach Norwegen verlegt, das norwegische Unternehmen Arcus hat die dänischen Destillerien Aalborg Akvavit und Gammel Dansk aufgekauft und zu der neuen Firma Det Danske Spirituskompagni umbenannt. Im alten Werk wird es wohl eines Tages ein Museum geben.

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