Fanø, ein Schmuckstück in der Nordsee

Die kleine Insel Fanø liegt nördlich von Rømø und begrenzt das Wattenmeer zur offenen Nordsee hin. Unendlich breiter Sandstrand nach Westen und eine idyllische, grüne Wattenmeerküste rahmen ein Urlaubsparadies ein, das mit zwei malerischen Fischerdörfern und einer riesigen Auswahl an Ferienhäusern eigentlich ein Muss für jeden Dänemarkfan ist - auf Fanø muss man einfach gewesen sein!

Willkommen auf der Insel!

Nordby-ulrich
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Malerische Fischerhäuser empfangen den Gast in Nordby

  • Malerische Fischerhäuser empfangen den Gast in Nordby
  • Die Vorgärten leuchten im Sommer in allen Farben
  • Fischerboote im Hafen von Nordby
  • Bitte Platz nehmen und die Sonne genießen!
  • Die Schiffs- und Trachtensammlung direkt am Hafen
  • Glaskunst in allen Farben fertig die Glaspusteri
  • Im Fri Bikeshop gibt es Fahrräder auch zu mieten

Fanø Nordby – 7 Bilder

Die Überfahrt nach Fanø von der Hafenstadt Esbjerg dauert nur etwa 20 Minuten, doch einen größeren Kontrast als von der Abfahrt im Industriehafen Esbjerg zur Ankunft im romantischen Inseldorf Nordby kann man sich kaum vorstellen. Wen es direkt in sein Ferienhaus auf Fanø am breiten Nordseestrand der Westküste zieht, der verpasst den wunderbaren, ersten Eindruck, mit dem für die meisten Besucher eine lebenslange Liebe beginnt: Blitzsaubere, kleine Reetdachhäuser mit üppigen Vorgärten, farbenprächtigen Holztüren, Kopfsteinpflastergassen mit winzigen Cafés und eine friedliche Stimmung, die an die „gute alte Zeit“ erinnert.

Heute leben keine wind- und wellengeplagten Fischer mehr in diesen Gassen, es sind Ferien- oder Wochenendhäuser und Heimat der heutigen Insulaner, die vom Tourismus leben oder im nahen Esbjerg arbeiten und nach Feierabend in ihre hyggelige Welt der Nordseeinsel zurückkehren.

Die Insel Fanø war schon immer etwas Besonderes. Die Frauen der Fischer hatten sogar eine eigene Tracht, die bis in 1970er Jahre noch von den alten Frauen täglich getragen wurde. Heute kann man die prächtigen Kleidungsstücke zusammen mit Exponaten der stolzen Seefahrtgeschichte in der Schiffahrts- und Trachtensammlung in Nordby bewundern. Zerbrechliche Kunststücke modernerer Art stellt die Dänin Charlotte La Cour in ihrer Fanø Glaspusterie her. Sie hat bei Bülow Glas auf Bornholm gelernt und später in einem wunderschönen Haus in Nordby ihre eigene Kunstwerkstatt eröffnet.

Natürlich ist es auf Fanø in der Hochsaison auch nicht immer friedlich. Tausende Urlauber und Tagesgäste tummeln sich dann in den Gassen, am Strand und vor allem in den Ferienhausgebieten. Doch kaum ist die Ferienzeit vorbei, kehrt Ruhe ein. Manch ein Urlauber langweilt sich vielleicht sogar, denn viel Entertainment bietet die Insel nicht. Zwei kleine Dörfer, Nordby mit dem Fähranleger im Nordosten und Sønderho ganz im Süden der Insel sind die einzigen Ortschaften. Rindby und Fanø Bad heißen die beiden Ferienhaussiedlungen an der Westküste.

Videos unserer Kunden

  • Kitefestival auf Fanø

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    Drachen im Wind in jeder nur erdenklichen Form beim Kitefestival am Strand von Fanø, dazu ein paar Impressionen von der schönen Nordseeinsel.

    fano sommer drachen
  • Fanø: Farbenfroher September

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    Im September ist ein Urlaub auf Fanø besonders bunt. Die alten Häuser in Nordby leuchten in der Sonne und der Wind lässt Drachen in alle Farben am Himmel flattern!

    fano herbst
  • Fanø von oben

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    Fanø ist eine Perle in der Nordsee. Wellen, Sand und grüne Dünen umgeben die schönen Ferienhäuser, man kann die gute Luft fast sehen und die Natur ist der beste Nachbar.

    fano fruehling von-oben

Fanø Bad und Rindby: Strandnah wohnen an der Westküste

Strandzufahrt in Fanø Bad, dem ersten Strandbad der Insel

Strandzufahrt in Fanø Bad, dem ersten Strandbad der Insel

Das Ferienhausgebiet Fanø Bad geht nahtlos in Nordby über. Wenn man der Hauptstraße durch das Wohngebiet von Nordby folgt und den Supermarkt des Ortes passiert hat, ist man zunächst etwas enttäuscht, wie wenig Charme Fanø Bad auf den ersten Blick versprüht. Es wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts als mondänes Strandbad gegründet.

Die alten Villen von damals gibt es nicht mehr, die heutigen Ferienappartements direkt an der Strandzufahrt stammen zum Teil aus den 70er Jahren und wirken trotz Renovierungen etwas altbacken, zumindest von außen. Auch dem Vorplatz mit Sitzgelegenheiten und einigen Restaurants sieht man das Alter an, doch es wurde bereits begonnen, die Wege und Freiflächen zu erneuern und die Restaurants sind immer gut besucht. Herrlichen Ausblick auf den Strand bietet die Terrasse von Løven und Nymphen, das zu den moderneren Lokalen gehört. In den Dünen rechts und links vom Weg wird es gemütlicher. Die klassischen Holzhäuser auf ihren Naturgrundstücken sind schön wie überall an der Küste und manch ein Gast bucht früh genug, um eines der wenigen Ferienhäuser auf den Dünen mit Meerblick zu bekommen.

Piraten Minigolf in Rindby

Piraten Minigolf in Rindby

Von Fanø Bad kann man auf dem Strand weiterfahren nach Rindby, mit dem eigenen Auto oder auch mit dem Linienbus, der Sønderho und Nordby verbindet. Natürlich gibt es auch eine asphaltierte Straße, die näher an der Ostküste entlangführt. Die Ferienhäuser in Rindby sind keine großen Appartementbauten, sondern freistehende Ferienhäuser, wenn auch recht dicht beieinander. Hier findet man eine etwas größere Auswahl an freistehenden Ferienhäusern mit Meerblick.

Ein kleiner Supermarkt mit Fischtresen, ein Eiswagen, das Restaurant Stoppestedet direkt am Strand, der Drachenladen und zwei Fahrradvermietungen haben in der Sommersaison geöffnet, ebenso wie die kleine Galerie und der Pub Kabyssen mit einem Billardtisch. Zum Campingplatz gehört das abenteuerliches Piraten Minigolf. Da der breite Strand auch im Winter ideal zum Kiten und Buggy fahren ist, kann man bei Kites and Coffee das ganze Jahr über Kurse buchen, Zubehör kaufen und bei Kaffee und Kuchen zum Thema fachsimpeln.

Sønderho, das Schmuckstück im Süden

Da der Strand im weiteren Verlauf nach Süden nicht ganz so stabil und fest ist wie an der breitesten Stelle zwischen Fanø Bad und Rindby, ist eine Fahrt auf dem Sand ganz in den Süden mit dem Auto nicht zu empfehlen. Die Landstraße durch die Fanø Klitplantage nach Sønderho wird von einem zweispurigen Radweg begleitet, denn viele Fanø-Urlauber kommen speziell zum Radfahren auf die Insel. Auch mit Kindern sind die gut zehn Kilometer von einem Dorf zum nächsten problemlos zu bewältigen und auf dem Rad riecht man den Duft der Jahreszeiten viel intensiver!

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Ein Haus schöner als das nächste: Sønderho

  • Ein Haus schöner als das nächste: Sønderho
  • Vom Kåverbjerg hat man den besten Blick auf den Ort
  • Ein bunter Garten gehört natürlich dazu
  • Diese Blumenpracht ist besonders üppig!
  • Der Sønderho Kro ist eine der besten Adressen vor Ort
  • Hyggelig sitzt man im Café Nanas Stue
  • Nanas Stue ist auch berühmt für seine blauen Kacheln
  • In Hannes Hus kann man sehen, wie die Fischer lebten
  • Leckeres Eis und kleine Kuchen servieren Tre Søstre

Sønderho – 9 Bilder

Sønderho wurde 2011 zum schönsten Dorf Dänemarks gekürt. Die kleine Schwester Nordby hat vielleicht ein wenig neidisch geguckt, doch Sønderho ist wirklich ein ganz besonderer Ort! Das ursprüngliche Dorf mit seinen gleichförmigen, reetgedeckten Backsteinhäusern, die fast alle grüne Türen und weiße Fenster haben, liegt am südöstlichen Ende der Insel, begrenzt durch einen inzwischen versandeten Hafen, der im 18. Jahrhundert zu den wichtigen Häfen an der Nordseeküste zählte. Im alten Dorfkern gibt es keine befestigten Straßen, bis auf wenige, kopfsteingepflasterte Ausnahmen. Grasgrüne Fußwege, grønne sti, verbinden die Häuser wie seit ewigen Zeiten. In der Touristeninformation gegenüber des Fanø Kunstmuseums gibt es ein Faltblatt für einen Spaziergang durch die Pfade von Sønderho.

Die höchste Düne in Sønderho, der Kåverbjerg, ist gekrönt von einem hölzernen Seezeichen. Es ist ein Nachbau, der an die ersten Seezeichen Dänemarks an dieser Stelle erinnert. Der historische Messpunkt auf dem Kåverberg hat in Zeiten von GPS keine Bedeutung mehr, doch die Aussicht von der Düne ist zeitlos schön! Von oben sieht man, wie weitläufig und gleichmäßig die Reetdachhäuser in ihren üppigen Blumengärten zwischen Obstbäumen, Hecken und Heide stehen. Selbst die Ferienhäuser am Sønderho Strandvej sind so gebaut, dass man nicht erkennt, ob es sich um alte Fischerkaten oder um neue Häuser handelt!

Der Strand von Sønderho ist zum Autofahren freigegeben, er ist aber nicht so breit wie in der Inselmitte und kein Badestrand. Dafür kann man bei Ebbe auf dem Watt weit hinaus wandern und Austern oder Bernstein suchen.

Die Sønderho Mühle kann man im Sommer besichtigen

Die Sønderho Mühle kann man im Sommer besichtigen

Am Ortseingang auf einem Hügel steht die Sønderho Mølle aus dem 18. Jahrhundert. Zu besonderen Festen wird hier noch heute gemahlen. Die meisten Ferienhäuser von Sønderho stehen in den Dünen zwischen der Mühle und dem Strand, großzügig in der Landschaft verteilt und von viel Grün umgeben.

Gleich vier Lokale säumen die alte Dorfhauptstraße. Das Café Nanas Stue, das für seine Sammlung historischer Wandfliesen berühmt ist, das Sønderho Iscafe mit köstlichem Eis in riesigen Waffeln und das Fajancen, dessen Einrichtung an die wohlhabenden Kapitäne der alten Seefahrerzeit erinnert, liegen Tür an Tür. Gegenüber führt ein Pfad zum Sønderho Kro, einem der schönsten Restaurants an der dänischen Westküste. Alle Lokale haben herrliche Außensitzplätze, im Sommer finden ab und an Konzerte statt. Leckeres Eis gibt es auch bei den drei Schwestern, Tre Søstre, so heißt ein kleines Bistro etwas abseits der Hauptstraße.

Hanne hieß die Seefahrerwitwe, deren schmuckes Heim heute als Museum Hannes Hus einen Einblick in die Lebensbedingungen der Insulaner im 18. Jahrhundert vermittelt. Der Museumsverein in Sønderho betreut das kleine Museum und auch die Sønderho Mølle.

Frischen Fisch gibt es bei LS Fisk. Außer im kleinen Dagli'Brugsen bekommt man Gemüse, Obst und Honig beim Gemüsestand Stens Grønttov vor der Kirche. Hier gibt es auch Mietfahrräder. Bei der Uldsnedkeren gibt es Wolle und Zubehöre in allen Farben der Natur. Ein weiteres Handarbeitsgeschäft, in dem man auch Stickereien, Mode, Wohnaccessoires und Kerzen bekommt, ist der Kunstladen kurz hinter Rindby. Handarbeitsfreunden sei auch das alljährliche Strickfestival in Sønderho empfohlen.

Die rote Backsteinkirche von Sønderho wirkt von außen nicht sehr spektakulär, doch die schönen Holzverzierungen innen und besonders die historischen Schiffsmodelle, Votivschiffe genannt, sind sehenswert. Auch in der Kirche in Nordby hängen alte Schiffsmodelle. Sie wurden in den vergangenen Jahrhunderten von Seeleuten als Dank oder auch Fürbitte gespendet.

Fanøs Natur: Eine Attraktion für sich

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Im Spätsommer besonders schön: die Fanø Klitplantage

  • Im Spätsommer besonders schön: die Fanø Klitplantage
  • Brombeeren und Heide wachsen hie rin Hülle und Fülle
  • Der Weg zum Waldspielplatz ist gesäumt von Holzfiguren
  • Der Platz bietet verschiedene Spielbereiche
  • Auch für Schatten ist gesorgt
  • Am Parkplatz stehen Bollerwagen und Schubkarre bereit
  • Die Fuglekojen sind einmalig in Dänemark
  • Heute werden hier Enten geschützt, nicht gefangen
  • Austern isst man heute noch, Jesper hilft beim Zubereiten

Fanø Natur – 9 Bilder

Die Klitplantage zwischen Rindby und Sønderho bedeckt fast ein Viertel der Inselfläche. Bunter Mischwald, heidebedeckte Dünen und grüne Wiesen bieten Platz für stundenlange Wanderungen und Radtouren, bei denen man die reiche Tier- und Vogelwelt hautnah erlebt. Tipps für jede Jahreszeit findet man auf der Website von bei Fanø Natur.

Rehwild und Kaninchen gibt es erst seit wenigen Jahrzehnten auf Fanø, die Vögel kamen schon immer. Die Entenkolonien am Wattenmeer waren früher ein Segen für die ärmeren Inselbewohner. Mit trickreichen Netzkonstruktionen, den sogenannten Fuglekojen, wurden die Vögel in die Falle gelockt und bereicherten den Speiseplan in mageren Jahren. Heute sind zwei Fuglekojen zu kleinen Freiluftmuseen umgebaut worden. Die Albuen Fuglekoje liegt landschaftlich besonders schön am Fuß des Annesdalbjerg, auf dem es einen Picknickplatz mit Feuerstelle und Schutzhütten mitten in den Dünen gibt. Der Pælebjerg im Westen der Plantage ist mit 21 Metern die höchste Düne. Zu seinen Füßen liegt ein Hundewald und der Startpunkt einer Mountainbikestrecke.

Unbedingt lohnenswert ist ein Besuch des Fanø-Waldspielplatzes nördlich des Pælbjergets. Die Spielgeräte entstanden aus den Bäumen der Plantage. Das weitläufige Terrain ist unterteilt in verschiedene Bereiche, so dass man auch mit kleineren Kindern oder zum Picknick ein ungestörtes Plätzchen findet. Kletter- und Schaukelgerüste, Sandkästen, Wettlaufstrecken mit Fuchs und Hase – ein echter Wohlfühlplatz für die ganze Familie, Grillplatz inklusive! Bollerwagen und Schubkarren für den Picknickkorb und müde Kinderfüße stehen kostenlos am Parkplatz, westlich vom Spielplatz, zur Verfügung. Auch an der Hauptstraße Richtung Sønderho ist ein kleiner Parkplatz zum "Skovlegeplatz" ausgeschildert, von hier geht man aber noch etwa 10 Minuten zu Fuß durch den Wald.

Sportliche und kulinarische Erlebnisse bietet Jesper mit seiner Agentur Fanø Sport-Event an. Geführte Seehundsafaris, Surfen und Kiten, aber auch Schaukochen im Ferienhaus kann man bei ihm buchen. Wenn Jesper mit seiner schwarzen Lederschürze und dem Eimer Austern ankommt, ist schon sein Anblick ein Event!

Kunterbunter Drachenhimmel

Drachenfestival auf Fanø

Drachenfestival auf Fanø

Ein weithin bekanntes Highlight ist das Drachenfestival. Jedes Jahr im Juni findet auf Fanø das größte internationale Kiteflyer-Meeting der Welt statt. Das viel besuchte und familiäre Meeting hat sich über die Jahre im Terminkalender der Drachenflieger festgesetzt. Tausende Drachen schweben dann über der Insel. Bei schönem Wetter kann es dann selbst auf dem großen Strand von Fanø eng werden.

Für echte Drachenfans ist es ein Muss und für alle Schaulustigen ein Erlebnis. Das Drachenfest findet offiziell von Donnerstag bis Sonntag zwischen Rindby und Fanø Bad statt. Am Donnerstag­abend ist in der Reithalle von Rindby das traditionelle Begrüßungstreffen. Samstags findet eine Versteigerung rund um den Drachen statt, deren Erlös einer Hilfsorganisation für Kinder in Kolumbien zugutekommt. Über alle Tage ist der Himmel bunt gefleckt von den teilweise sehr ungewöhnlichen Drachenkonstruktionen. Jeder kann mitmachen!

Die Fähre nach Fanø

Fanø erreicht man nur mit einer Fähre

Fanø erreicht man nur mit einer Fähre

Vom Fährhafen Esbjerg aus dauert die Fahrt mit der Fähre nach Fanø nur etwa 12 Minuten. Wenige Minuten, die ausreichen, um aus dem Auto zu steigen, an Deck zu laufen, der Hektik und Betriebsamkeit des Alltags den Rücken zuzudrehen und mit dem Wind im Gesicht das Inselidyll Fanø auf sich zukommen zu lassen.

Die Fährgesellschaft FanøFærgen setzt mit ihren Fähren Fenja und Menja im Sommer alle zwanzig Minuten und im Winter alle vierzig Minuten nach Fanø über. Die Tickets bekommt man direkt am Fährhafen in Esbjerg, sie kosten je PKW mit bis zu 9 Personen zwischen 50 und 70 Euro, Rückfahrt inklusive. Die Fähre kann man nicht vorbestellen, sondern nimmt einfach die nächste, verfügbare Abfahrt.

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Aktualisiert: September 2017
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