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Nordjütlands Ostseeküste – fast ein Geheimtipp

Die Ostküste von Nordjütland zwischen Øster Hurup und Ålbæk ist ein Traum für Familien, Strandläufer und Muschelsucher. Aber auch Radfahrer und Dünenwanderer, mit oder ohne Hund, werden diese sandige, blühende Landschaft lieben! Das flache Meer ist immer etwas wärmer als die Nordsee und die schönen Ferienhäuser oft preiswerter.

Ferienhäuser am weißen Ostseestrand

Zwischen Øster Hurup am Mariager Fjord und Albæk kurz vor Skagen, reiht sich ein schöner Sandstrand an den nächsten. Zu fast jedem der vielen Ferienhausgebiete gehört ein entzückender, kleiner Hafen mit bunten Fischerhütten, weißen Segelbooten und Fischern, die ihren Fang direkt am Hafen anbieten.

Klein und friedlich: Urlaubsidyll im Jachthafen von Hou

Klein und friedlich: Urlaubsidyll im Jachthafen von Hou

Das Klima ist milder als an der Nordsee und das Wasser wird schneller warm, darum sind in diesem Landstrich die Ferienhäuser besonders bei Familien mit kleinen Kindern beliebt. Und wenn man doch mal Sehnsucht nach der Jammerbucht hat, ist man schnell an der Westküste von Nordjütland – selbst von Hou/Hals nach Blokhus sind es nur 60 Kilometer.

Aber bleiben Sie lieber hier an der Ostküste und erkunden die schöne Natur um Lyngså mit dem Ort Sæby oder den Hafen von Strandby bei Bratten, wo man täglich frischen Fisch bekommt. Die weißen Sandstrände sind alle autofrei, aber es gibt immer mal wieder eine befestigte Rampe für Kinderwagen oder Rollstühle.

Ferienhäuser bekommt man hier für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel. Sie stehen auf den Heidewiesen, zwischen Kiefernwäldchen oder auch in den gemütlichen Fischerdörfern, und fast alle nah am Strand. Auch abseits der schon genannten Ferienorte gibt es weitere Ferienhaussiedlungen, die malerische Lagunen oder Feuchtwiesen vor der Tür haben. Die größte Siedlung ohne Sandstrand ist Helberskov an der Mündung zum Mariager Fjord. Der einzige schöne Strand südlich vom Limfjord liegt vor Øster Hurup.

Bunte Badehütten auf der Wiese in Asaa

Bunte Badehütten stehen auf der Sandbank vor Asaa

Das Anglerglück erwartet Sie in vielfältiger Form. Die flache Ostsee eignet sich gut zum Brandungsangeln und an den Hafenmolen und den kleinen Flüssen sind die Fischbestände sehr gut. Für dicke Regenbogenforellen bieten sich Put-and-Take-Teiche an, von denen es einige in der Region gibt. Auch der Mariager Fjord und die Gudenå sind beliebte Angelgewässer. Zwischen der Brücke am Århusvej in Randers und dem Frisenvold Laksegård, etwa fünf Kilometer Luftlinie, ist das Angeln in der Gudenå kostenlos, mehr Informationen dazu (auf Dänisch) gibt es hier. Auf der Strecke wurden fünf barrierefreie Angelstege und viele Picknickplätze angelegt.

Die Landschaft entlang der Küste ist ebenso flach wie die Ostsee, die hier Kattegat heißt. Eine ideale Region zum Radfahren! Das Radwegenetz ist sehr gut ausgebaut, selbst an der vielbefahrenen Hauptstraße von Hals nach Norden führt ein zweispuriger Radweg entlang. Nur rund um den Mariager Fjord ist die Landschaft von eiszeitlichen Hügeln geprägt.

In den Feriensiedlungen von Melholt und Gerå ist viel Platz rund um jedes Ferienhaus. Himmlische Ruhe und Naturschutzgebiete mit artenreichen Uferwiesen liegen vor der Tür. Am Hafen von Voerså gibt es einen wind- und wetterfesten Vogelbeobachtungsturm, viele Picknickplätze und sogar eine Feuerstelle für Lagerfeuerromantik am Abend!

Zum Baden empfiehlt sich der vorgelagerte Strand von Asaa mit seinen bunten Badehäusern. Mehr zu diesem Strandabschnitt und den Ferienhäusern dort lesen Sie im Artikel über Hou und Hals.

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    nordjutland-ost albaek bratten hou-hals

Der Mariager Fjord - schönster Fjord in Dänemark

Fischerboot im Stinesminde Hafen

Postkartenidylle in Stinesminde Havn am Mariager Fjord

Der Mariager Fjord gilt zu Recht als die schönste Förde in Dänemark. Über 38 Kilometer schlängelt er sich von der Mündung in Als Odde bis zur Hafenstadt Hobro, nie mehr als 4,5 Kilometer breit, oft nur wenige hundert Meter schmal.

Die wunderschöne Uferlinie des Mariager Fjords mit üppigem Bewuchs, sanften Hügeln und malerischen Ortschaften lässt sich am besten vom Wasser aus bewundern. Es gibt mehrere Veranstalter, die in der Sommersaison geführte Kanutouren anbieten. Natürlich kann man die Tour mit dem Kajak oder Kanu auch auf eigene Faust genießen.

Falls man sich lieber fahren lässt, bietet sich der Raddampfer an: Zwischen Mariager und Hobro verkehrt das Ausflugsschiff Svanen von Mai bis September. Es nimmt auch Fahrräder mit.

Auf einer Rundtour mit dem Auto um den schönen Fjord, sollte man unbedingt in Branslev Bakker am Nordufer vorbeifahren und die Aussicht genießen. Das etwa 300 ha große Naturschutzgebiet ist eine abwechslungsreiche Mischung aus eiszeitlich geformten Hügeln, Tälern und Bächen mit reichem Tierleben. Viele Wanderwege führen durch das Gebiet, zum Radfahren ist es eher was für sportliche Fahrer.

Der Blick vom Bramslev Bakker über den Mariager Fjord

Der Blick vom Bramslev Bakker über den Mariager Fjord

Vom Parkplatz des gleichnamigen Restaurants Bramslev Bakker haben Sie eine grandiose Aussicht über den Fjord und die abfallenden Wiesen mit ihren markanten Wachholderbüschen bis hinunter zum Badestrand. Im Sommer herrscht hier Freibadatmosphäre. Das Restaurant ist ein typisches Ausflugslokal mit warmer Küche und großen Panoramafenstern. Weiter in Richtung Küste liegt noch ein sehr malerisches Fleckchen, in dem es im Sommer manchmal frisch geräucherten Fisch gibt: Der verträumte Fischerort Stinesminde.

An den Angelplätzen gibt es hauptsächlich Meerforellen. Wer noch Tipps für den besten Fang benötigt, kann einen Meerforelle-Angelkurs buchen.

Mariager ist ein mittelalterliches Handelsstädtchen mit etwa 2.500 Einwohnern, das durch seine schönen Gassen mit den gepflegten, alten Häusern und hügeligen Kopfsteinpflastergassen romantisches Flair vermittelt. Im lokalhistorischen Archiv gibt es auch ein kleines Museum zur Stadtgeschichte. Am oberen Ortsrand rund um die imposante, weiße Klosterkirche stehen sehr schöne Villen, deren Gärten ein wenig Neid aufkommen lassen. Die Kirche ist nicht nur von außen weiß, auch die Innendekoration ist weiß gehalten, was durch die hohen, farblosen Fenster noch unterstrichen wird. Vom umliegenden Friedhof kann man zwischen den Bäumen hindurch den Fjord glitzern sehen.

Wikingerdorf

Fyrkat und das nachgebaute Wikingerdorf bei Hobro

Wer Lust auf neue Pflanzen und Dekoration im eigenen Garten bekommen, findet im Blumenladen unterhalb der Kirche viele Inspirationen. Er hat auch sonntags geöffnet. Hinter dem Kirchhof geht es weiter bergauf im Munkeholmen, einem hügeligen Buchenwald, der früher zum Klostergarten gehörte. Schöne Spazierwege, viel Wasser, ein Eremitenhäuschen und ein alter Ausflugspavillon auf dem Hügel bieten ein schönes Umfeld zum Spazierengehen. Im Rosengarten neben dem Naturspielplatz am Ortsrand blühen im Sommer 400 verschiedene Rosenarten!

Im Salzerlebniscenter am Hafen erfährt man einiges über Salz und seine Gewinnung, das Steinsalz wird in der Nähe von Hobro aus dem Boden gefördert. Im Wellnessbad kann man sich im Solebecken treiben lassen. Vom Bahnhof hört man ab und an lautes Schnaufen und Pfeifen - die Mariager-Handest Veteranjernbane ist eine alte Dampflok, die ab und an zu einer gemütlichen Fahrt durch die Landschaft startet. Der "Speisewagen" steht als Picknickplatz das ganze Jahr über offen. In den beiden Grillbars direkt am Hafen kann man sich auch bedienen lassen.

Im Touristenbüro kann man sich einen Rucksack mit Zubehör für eine Naturexpedition am Fjord mit Kindern ausleihen. Der Wanderweg am Fjord bietet viele Möglichkeiten, Pflanzen, Insekten und Wasserlebewesen zu erforschen. Auch die Vielzahl von Grabhügeln in der Region sind eine Erkundung wert. Mit 110 Metern Höhe ist der Høhoj sogar der höchste Grabhügel Dänemarks.

Die Hafenstadt Hobro am Ende des Fjords ist der größte Ort der Gegend mit einem schicken Jachthafen, mehreren Galerien und einigen Museen, zum Beispiel dem Gasmuseum. Das dänische Jachtmuseum und das Hobro Museum gehören zum Zusammenschluss Nordjütländischer Museen. Ebenfalls zu diesen Museen gehört die Wikingerburg Fyrkat. Die kreisrunden Wallanlagen der ehemaligen Festung von König Blauzahn stehen an einer idyllischen Seen- und Flusslandschaft bei Hobro. In der Nähe wurde ein Wikingerdorf nachgebaut mit Häusern wie zu Blauzahns Zeiten. Das Freilichtmuseum bietet viele Aktionen zum Mitmachen an.

In Hadsund steht die einzige Brücke, die den Fjord überquert. Hadsund hat eine Fußgängerzone, mehrere Supermärkte, Cafés und ein italienisches Restaurant am Wasser mit Aussicht über die Förde. Ab und an kreuzen hier große Frachter auf dem Weg nach Hobro, aber auch die Segeljachten und Sportboote müssen unter der Brücke durch. Sind sie zu hoch, wird die Klappbrücke geöffnet - ein Anblick, der sicher den technisch interessierten Nachwuchs erfreut!

Der Rold Skov im Himmerland

Das Gebiet zwischen dem Mariager Fjord und dem Limfjord heißt Himmerland. Hier können Sie durch das zweitgrößte Waldgebiet von ganz Dänemark, den Rold Skov, wandern. Im Gebiet sind verschiedene Naturschutzflächen ausgewiesen, zum Beispiel der Naturpark Rebild Bakker. Rebild Baker ist ein Zeichen dänisch-amerikanischer Verbindung, denn er wurde Anfang des 20. Jahrhundert von einem dänischen Auswanderer gekauft und dem Dänischen Staat als Geschenk überreicht.

Bäume im Rold Skov

Geheimnisvoller Wald: Rold Skov (Foto: naturstyrelsen.dk)

In der Thingbæk Kalkminer, einer früheren Kalkgrube, leben heute Fledermäuse. Sie teilen sich die Grube mit Gipsplastiken dänischer Künstler, deren Originale, in Bronze gegossen, viele Städte des Landes zieren. Ein ungewöhnlicher und geheimnisvoller Ausstellungsort ist das!

Alljährlich wird im Rebild Park am 4. Juli eine dänische Version des Amerikanischen Unabhängigkeitstages gefeiert. Zum Rebildfesten kommen nicht nur viele Bewohner der Region, sondern auch Gäste aus Amerika, die einst aus Dänemark ausgewandert sind. Die Hügellandschaft Rebild Bakker ist besonders zur Heideblüte ein traumhaft schönes Ausflugsziel. Vom Tophuset, einem historischen Ausflugslokal, hat man den besten Blick über die Hügel.

Das Informationszentrum Rebild Huset hat das ganze Jahr über geöffnet und kennt die besten Wanderwege durch den Rold Skov, zu dem auch die Rebild Bakker gehören. Man bekommt kostenlose Wanderkarten und kann sich eine kleine Ausstellung über den hügeligen Wald mit seinen vielen klaren Quellen anschauen. Im Sommer öffnet nebenan das Jagd- und Spielmannsmuseum und weitere Restaurants und Cafés. Um den Wald zu erkunden, muss man zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sein, denn mit dem Auto sieht man nur wenig von der tollen Landschaft. Fahrräder kann man in Skørping mieten. An den beiden großen Seen Store Okssø und Madum Sø gibt es ausgeschilderte Parkplätze. Am Parkplatz zum Store Okssø steht der Mosskov Pavillonen, ein hübsches Gasthaus, in dem es typisch dänisches Mittagessen und Kuchen gibt.

Lustig geht es im Zirkusmuseum in Rold zu. Rold liegt bei Arden, wo der Rold Skov im Süden endet.

An der Ostküste ist die Landschaft wieder ganz flach, das große Hochmoor Lille Vildmose mit reicher Tierwelt und einem informativen Besucherzentrum liegt zwischen Dokkedal und Øster Hurup.

Egense und Mou am Limfjord

Direkt am Ufer des Limfjords wohnt man in einem Ferienhaus bei Egense oder, noch etwas ruhiger, im benachbarten Ferienhausgebiet von Mou. Sowohl im Dorf Egense als auch in Mou gibt es einen ganzjährig geöffneten Supermarkt und im hübschen Mou Hotel kann man gemütlich Essen gehen.

Das Ferienhausgebiet von Mou liegt eigentlich in Skellet, es zieht sich über mehrere Kilometer am Limfjord entlang. Der Fjord hat nur eine grüne Küste, an der man zwar von vielen Bänken den Ausblick genießen kann, aber zum Baden ist es nicht ideal. Die himmlische Ruhe und die sehr günstigen Mieten sind vielleicht ein kleiner Trost.

In Egense stehen viele Ferienhäuser auch direkt am Kystvej, der als Zufahrt zum Fähranleger im Sommer sicher nicht die beste Wahl für ruhige Urlaubstage ist. Aber das Gebiet ist sehr weitläufig und die Mieten ebenfalls günstig. Vor einigen Jahren hat man am Nordufer einen kleinen Sandstrand aufgeschüttet. Für Kinder ist es eine große Sandkiste, die durch den benachbarten Spielplatz am Jachthafen noch spannender wird. Dort stehen kostenlos Angeln, Kescher, Kettcars und viel Sandspielzeug zur Verfügung. Auch die Grillplätze, die Waschautomaten und die Bücherstube im Vereinsheim des Jachtclubs stehen allen Besuchern offen. Im Wasser gibt es einen Schnorchelpfad: An einem Seil hangelt man sich durchs Wasser, um die Tier- und Pflanzenwelt unter der Wasseroberfläche zu erkunden. Vor den Ferienhäusern sind am Wasser überall schmale Pfade angelegt, die zumindest bis zum Winterbeginn regelmäßig gemäht werden.

Täglich zwischen 6.00 und 23.00 Uhr setzt vom Kystvej die Fähre nach Hals über. Im Færgegrillen kann man die Wartezeit verkürzen und die Aussicht über die Limfjordmündung genießen.

Die Hügel Mulbjerge vor dem Dorf Dokkedal, südlich von Egense, sind die einzige, weithin sichtbare Erhebung an der flachen Ostseeküste. Früher wurden hier fleißig Heringe geangelt und gesalzen, die weißen Fischerhütten am Stejlgabet werden heute aber nur noch von Hobbyfischern genutzt. Die lange Mole wurde mit einem stabilen Badesteg verlängert, so dass man fast 150 Meter hinaus auf die Ostsee gehen und den wunderbaren Anblick der Hügel bestaunen kann. Schwimmen darf man hier natürlich auch oder sein Kajak ins Wasser lassen.

In Dokkedal öffnet dienstags die alte Schmiede Remisen, wo unter anderem die kleine Torfbahn gewartet wird, mit der man vom Lille Vildmose Naturcenter eine Fahrt durch das Moor unternehmen kann. Kulinarisch versorgt wird man im Mulbjerg Kro. Es wird sogar ein Ferienhaus vermietet in diesem entzückenden Ort!

Weitere Ausflugsziele für die Region sind auch im Artikel zu Aalborg beschrieben.

Die Badehäuschen am Hafen von Asaa

Das Ostseeufer zwischen Hou / Hals und Lyngså ist stellenweise grün bewachsen und eher ein Naturparadies für Vögel als ein Strandidyll.

Farbenfrohe Badehütten am Hafen von Asaa

Farbenfrohe Badehütten am Hafen von Asaa

Zwischen dem Flüsschen Gerå und dem Hafen von Asaa und auch noch weiter nach Norden bis Voersaa gibt es überdachte Beobachtungsplätze am Ufer, um die reiche Vogelwelt betrachten oder auch fotografieren zu können. Bucht man ein Ferienhaus in Gerå, Melholt oder direkt in Asaa, sollte man nicht zuviel Sand vor der Tür erwarten. Den einzigen, wirklich schönen Strand verdankt der kleine Hafen Asaa den Launen der See.

Vor etwa 80 Jahren wurde der Fischerhafen neu angelegt, nachdem das alte Hafenbecken komplett versandete. Ein findiger Kaufmann baute neue Hütten, die er an die armen Fischern verpachtete. So entstand ein malerisches Ensemble aus roten Holzbaracken, in denen noch heute reges Treiben herrscht. Am Wochenende ist in einer der Hütten ein kleines Fischereimuseum geöffnet, im August feiert man dort alljährlich ein Hafenfest und donnerstags lädt das Museum Kinder in den Sommerferien zum Krabbenfischen ein.

Durch den angeschwemmten Sand ist ein vorgelagerter Badestrand entstanden. In der versandeten Bucht bauten sich die Anwohner farbenfrohe Badehäuschen, was den Ort zu einem kleinen Schmuckstück macht. Leider kann man so eine Hütte nicht mieten, aber fotografieren ist erlaubt! Eine Toilette und ein großer Parkplatz stehen allen Gästen zur Verfügung.

Frederikshavn und Sæby

Palmen am Strand von Frederikshavn

Baden unter Palmen - in Frederikshavn kein Problem!

Frederikshavn ist die größte Hafenstadt an der Ostsee mit einem imposanten Hafengebiet und einer sehr langen Fußgängerzone zum ausgiebigen Shoppen. Am Hafen gibt es mehrere Werften, außerdem starten hier die Fähren nach Norwegen, Schweden und auf die schöne, dänische Insel Læsø. Die Stadt selber ist nicht besonders sehenswert, trotzdem gibt es zwei gute Gründe, sie zu besuchen – wenn man von der Fährverbindung nach Læsø einmal absieht.

Der Palmenstrand von Frederikshavn ist nicht nur in Dänemark einmalig und bietet im Sommer genau das, was man sich unter dem Namen vorstellt: Weißen Sand, Sonnenliegen unter Palmen, Beachvolleyball, Eiscreme und eine Strandbar mit Grillplätzen. Wenn man auf dem Strandweg daran vorbei fährt, ist man doch erst einmal irritiert über Palmwedel, die über die Dünen schauen!

Das Ambiente unter Palmen wurde künstlich geschaffen, um die Vorstellung von einem "langweiligen" dänischen Strand zu verändern. Alle Angebote sind kostenlos, allerdings müssen Sie die Strandbar und die Grillmöglichkeiten auch selber füllen. An der Straße gibt es aber einen kleinen Imbiss mit Eis und Getränken. Laden Sie Ihre Freunde ein und starten Sie eine Cocktailparty unter freiem Himmel oder veranstalten Sie ein Beachvolleyballturnier, während das Publikum auf den gemütlichen Strandsesseln liegt! Leider werden nur wenige Ferienhäuser in Frederikshavn vermietet, darum ist es eher ein Tipp für einen Tagesausflug. Die nächste Ferienhaussiedlung Bratten ist aber nur wenige Kilometer vom Palmenstrand entfernt.

Mündung der Sæby Å inm Hafen

Ein schönes Ausflugsziel ist der Hafen von Sæby

Das Kultur- und Freizeitzentrum Bangsbo umfasst ein großes Areal am südlichen Ortseingang von Frederikshavn. Sowohl der Strand vor dem Jachthafen, das Fort aus dem zweiten Weltkrieg und ein Museum im Waldgebiet Fylleled Skov heißen Bangsbo. Rund um das Fort und das Museum gibt es verschiedene Sehenswürdigkeiten und Spielangebote. Ein Schwerpunkt der Ausstellungen ist die jütländische Widerstandsbewegung gegen die deutschen Besatzer im Zweiten Weltkrieg. Außerdem gibt es hier einen Botanischen Garten mit duftenden Rosen, einen Naturlehrpfad an der Steilküste Pikkerbakken und einen Tierpark mit heimischem Wild in herrlicher Umgebung - ein lohnenswertes Ziel für jede Altersgruppe.

Eine weitere, sehr hübsche Stadt in Nordjütland Ost ist Sæby. Sæby hat einen historischen Ortskern aus dem Mittelalter rund um die frühere Domkirche und eine moderne, kleine Innenstadt mit Geschäften und Restaurants. Sie ist umgeben von grünen Hügeln mit üppigem Buchenwald und einem romantischen Flusslauf. Mehr zu Sæby in unserem Artikel über Lyngså.

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Aktualisiert: Oktober 2017
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