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Unsere Smørrebrød Guide für Kopenhagen

Smørrebrød, smørrebrød røm pøm pøm – so viel Tamtam braucht man gar nicht für dieses typisch dänische Mittagessen. Man geht einfach in eins der gemütlichen Lokale und lässt sich drei oder vier kunstvoll belegte Brote mit passendem Snaps servieren. Vorher sollte man allerdings wissen, wo die Brote am besten schmecken, wer die größte Auswahl bietet und wie viele Sorten Snaps als Begleitung ausgeschenkt werden. Wir haben die bekanntesten und auch einige nicht so bekannte Restaurants in Kopenhagen getestet.

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Aktualisiert: Januar 2018
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(8 Bewertungen)

Restaurant Lumskebugten

Lumskebugten
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Schöner, windgeschützter Außenbereich

  • Schöner, windgeschützter Außenbereich
  • Bei Regen kann man direkt vor der Tür aussteigen
  • Kleinen Tische im mittleren Bereich des Lokals
  • Etwas abseits kann man im engen Kreise speisen
  • Wer es dunkler mag, wählt den zweiten Nebenraum

Restaurant Lumskebugten – 5 Bilder

Adresse: Esplanaden 21, 1263 København K

Website: www.lumskebugten.dk

Telefon: 0045 3315 6029

Öffnungszeiten: Mo-Sa 11:30-15:00 und Mi-Sa 17:30-22:00

Unsere Bewertung

Ambiente
 
Essen
 
Preisniveau
 
Besucht am
25.06.2014

Das Restaurant Lumskebugten an der Esplanaden versteckt sich zwischen dem Mærsk-Gebäude und dem Königlichen Seekarten­archiv am Hafen - maritimer geht es kaum! Trotz der Nähe zur Kleinen Meerjungfrau und anderen Touristenattraktionen ist man im Lumskebugten unter sich. Vom belebten Weg an der Kaimauer ist das Lokal nicht zu sehen.

Auf der sonnigen Terrasse speisen mittags Geschäftsleute aus der Umgebung, gut situierte Ehepaare oder Familien, die Omas runden Geburtstag feiern. Innen stehen zwei größere Tische in je einer gemütlichen Nische und mehrere Tische im mittleren Raum. Die schönsten Plätze bietet der Außenbereich.

Die Küche und die Atmosphäre sind gehoben, ebenso die Preise. Man denkt an hanseatische Kaufmannstradition. Das unterstrei­chen die weißen Terrassenmöbel unter dunklen Markisen, die auch ein paar Regentropfen abhalten. Innen ist zumindest die Deko moderner mit Möhrchen und Brokkoli als Tischdekoration und Kunstdrucke an den Wänden. Trotzdem wirkt das Ambiente konservativ, selbst die Kellner in weißem Hemd mit Weste waren etwas steif.

Das Essen war sehr lecker, wenn auch nicht herausragend. Keine Experimente, sondern klassische Smørrebrød-Variationen aus besten Zutaten. Ein Smørrebrød kostet ab 11 € aufwärts, ein Menü mit zwei Gerichten gibt es für 300 DKK/ 27 €. Wer nach Wasser fragt, bekommt eine Flasche Mineralwasser serviert, ganz ungewöhnlich in einem Land, in dem Leitungswasser Nationalgetränk ist. Mittwochs und samstags ist das Restaurant zusätzlich abends geöffnet, dann aber selbstverständlich ohne Smørrebrød.

Fazit: Für Liebhaber der hanseatisch-königlichen Tradition eine gute Wahl! Für ein schnelles Mittagessen eigentlich zu schade und auch ein bisschen zu teuer. Ins Lumskebugten geht man auch wegen der Atmosphäre, nicht nur zum Essen.

Restaurant Schønnemann

Schonnemann-eingang
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Herzliche willkommen im Schønnemann

  • Herzliche willkommen im Schønnemann
  • Mehr hat keiner: Aquavit aus aller Welt
  • Traditionell und ein bisschen eng, wenn es voll ist
  • Zum verdauen gibts noch einen Snaps direkt am Tisch
  • Sieht klein aus, macht aber sehr satt. Ragout fin
  • Auch interessant als Lesebuch: Die Schnapskarte
  • Ausgezeichnet: Schønnemann gehört zu den Besten der Stadt

Restaurant Schønnemann – 7 Bilder

Adresse: Hauser Plads 16, 1127 København K

Website: www.restaurantschonnemann.dk

Telefon: 0045 4533 0785

Öffnungszeiten: Mo-Sa 11:30-17:00

Unsere Bewertung

Ambiente
 
Essen
 
Preisniveau
 
Besucht am
26.06.2014

Lieben Sie dänische Schnäpse? Dann müssen Sie das Restaurant Schønnemann besuchen. Kein Lokal bietet zum Smørrebrød eine so überwältigende Auswahl an Aquavit und Bier. Laut Karte kann man zwischen 110 Schnäpsen und 19 Sorten Bier wählen - skål. Viele Aquavit-Sorten sind auf der blank polierten Theke ausgestellt, aber die kompetente Bedienung weiß am besten, welcher Belag zu welchem Snaps passt - oder umgekehrt.

Das Ambiente ist typisch für ein Smørrebrød-Lokal. Holzverkleidete Decken, weiße Tischtücher, gestärkte Servietten, alte Messinglampen und Porzellan von Royal Copenhagen. Die Adresse am Hauser Plads mitten in der Altstadt ist perfekt, ein ruhiger Platz mit etwas Grün und Spielgeräten, aber gleich um die Ecke findet man Schloss Rosenborg oder den Runden Turm. Nach dem Essen kann man sich im Botanischen Garten die Beine vertreten oder ein bisschen im Königlichen Garten in der Sonne liegen.

Eine Verdauungspause kann nach einem Mahl im Schønnemanns erforderlich sein, nicht nur wegen der vielen Schnäpse. Die Portionen sind so üppig, dass man für den Rest des Tages satt ist. Drei Gänge schafft nur ein geübter Esser! Die Stimmung im Lokal ist laut und lebhaft, Smørrebrød ist hier etwas für die Lebensfreude. Die Bedienung war sehr flink, gescheit und äußerst kompetent, das Essen war sehr üppig und sehr lecker. Keine Experimente, sondern eine große Auswahl von Hering über Fleisch bis zum Käse. Die Preise reichen von 10 € für ein Heringsgericht bis 22 € für feinstes Tartar. Menüs werden nicht angeboten, hier muss man selber wählen oder sich beraten lassen.

Um hier zu speisen, sollte man einen Tisch reservieren. Es gibt zwei Zeitfenster: 11.30 Uhr - 14.00 Uhr und 14.14 Uhr - 17.00 Uhr, die Küche schließt um 15.30 Uhr. Danach gibt es nur noch Getränke.

Fazit: Ein wirklich gut besuchtes Traditionslokal mit super Service, dänischer Gemütlichkeit und üppigem, schmackhaftem Essen - wer ein Candlelight Dinner plant, ist hier fehl am Platz. Alle anderen werden satt und zufrieden in den Nachmittag starten.

Restaurant Kronborg

Kronborg-eingang
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Unterm Dannebrog: Der Eingang zum Restaurant Kronborg

  • Unterm Dannebrog: Der Eingang zum Restaurant Kronborg
  • Gang 1: Kräuterhering mit Snaps, hübsch serviert
  • Hering ist gesund, darum Gang 1a: ein Räucherhering
  • Jetzt was Richtiges: Hakkebœf mit Beilage
  • (Fast) fleischlos ein Genuss: Smørrebrød mit Kartoffeln
  •  Käse zum Abscluss: Blå Ost, dänisch garniert
  • Noch immer nicht satt? Dänischer Apfelkuchen, ganz leicht!
  • 9

Restaurant Kronborg – 8 Bilder

Adresse: Brolæggerstræde 12, 1211 København K

Website: www.restaurantkronborg.dk

Telefon: 0045 3313 0708

Öffnungszeiten: Mo-Sa 11:00-17:00

Unsere Bewertung

Ambiente
 
Essen
 
Preisniveau
 
Besucht am
24.06.2014

Mit dem mächtigen Schloss Kronborg in Helsingør hat das kleine Restaurant Kronborg nur den Namen gemein – und natürlich den festen Platz in der dänischen Tradition. Ob Prinz Hamlet allerdings mittags Smørrebrød gegessen hat, ist nicht verbindlich überliefert.

Kronborg ist ein guter Tipp für alle, die dänisch und bodenständig speisen möchten. Zum Lokal an der Brolæggerstræde, Ecke Knabrostræde führen ein paar Stufen hinunter. Die Lage in der Altstadt nah dem Nytorv ist zentral und doch ein bisschen versteckt. Damit man nicht versehentlich am Eingang vorbei läuft, zeigen zwei dänische Flaggen, wo es die Stufen hinab geht.

Im Kronborg treffen sich alte Freunde auf ein Mittagessen, Geschäftspartner ohne Anzug oder hungrige Menschen mit Lust auf Dänische Kost. Die Einrichtung ist traditionell: weiße Wände mit vielen Bildern, Holzbalken und ein rustikaler Kamin, in der Gaststube kleine Tische mit weißen Tischdecken und blau-weißem Geschirr von Royal Copenhagen. Im Eingangsbereich begrüßt den Gast eine hölzerne Theke, wo frisches Bier gezapft und Akvavit eingeschenkt wird. Die gemütliche Atmosphäre ist ein bisschen schummerig und verspricht eine ruhige Auszeit, wenn man sich vom Großstadtrubel erholen muss.

Die Karte kommt angenehm überschaubar daher. Sie bietet alles, was ein klassisches Mittagsmenü braucht: erst Hering, dann Fisch, anschließend Fleisch, ein bisschen köstlichen Käse und ein Dessert des Tages. Dazu eine Getränkekarte mit Bier aus Nørrebro, Akvavit nach Art des Hauses, aus Aalborg oder, als eine besondere Spezialität, von Schumachers, einer kleinen Destillerie aus Vejby im Norden von Seeland.

Je nach Jahreszeit wird die Karte um Angebote auf einer Tafel erweitert. Aber nur als Smørrebrød, wie es sich gehört für ein "Dansk Restaurant"

Fazit: Im Kronborg bekommt man zu einem vernünftigen Preis sehr gutes Essen, man hat auch nicht den Eindruck, dass sich daran in den nächsten Jahren etwas ändern könnte!

Restaurant Færgekroen im Tivoli

Faergekro-terrasse
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Toller Blick zum tollen Essen von der Terrasse am Tivoli-See

  • Toller Blick zum tollen Essen von der Terrasse am Tivoli-See
  • Auxch innen sitzt man hell, besonders am Wasserrad
  • Das Kaminzimmer für kühle Tage und Candlelight-Stimmung
  • Schnörkellos, frisch und üppig: der erste Gang
  • Auch das Roastfeef schmeckte so gut wie es aussieht
  • Hausgebrautes Bier und besondere Brände  begleiten das Essen
  • Das beste kommt zum Schluss. Petit Delice zum Kaffee

Restaurant Færgekro – 7 Bilder

Adresse: Tivoli, Vesterbrogade 3, 1620 København V

Website: www.faergekroen.com

Telefon: 0045 3375 0608

Öffnungszeiten: täglich 12:00-22:00 (während der Tivoli-Saison)

Unsere Bewertung

Ambiente
 
Essen
 
Preisniveau
 
Besucht am
03.07.2014

Smørrebrød und Tivoli sind zwei Kopenhagener Attraktionen, die unbedingt zusammengehören. Die erste Smørrebrød-Speisekarte, sogenannte smørrebrødsseddelen, wurde 1888 im Restaurant Nimb ausgelegt. Das Nimb steht noch heute als Tor zum Tivoli, ein luxuriöser Hotelbau, der ein wenig an ein Märchen aus Tausend und einer Nacht erinnert, perfekt als Einstieg in die märchenhafte Welt des Tivoli! Über die heutige Smørrebrødauswahl im Nimb können wir noch nichts sagen, wir haben zunächst den urigen Færgekro mit Bryghus am Tivolisee besucht.

Der Færgekro, Fährhaus würde man auf deutsch sagen, ist das am besten gelegene Restaurant im Tivoli. Man sitzt auf der Terrasse über dem romantischen See mit Blick auf ein Piratenschiff, viel Grün und die schwindelerregenden Fahrgeschäfte im hinteren Teil des Parks. Das Restaurant mit eigener Brauerei (dem Bryghus) besteht aus mehreren Gebäuden in denen man je nach Laune am weiß gedeckten Tisch im Kaminzimmer oder etwas schlichter im Bistrostil in einer Art Wintergarten am Wasserrad speisen kann – und natürlich auf der Terrasse. Da der Tivoli nur im Sommer, zu Halloween und zu Weihnachten geöffnet hat, ist ein Besuch im Færgekro auch nur zu diesen Zeiten möglich und erfordert eine Eintrittskarte für den Park.

Das Bier, besonders das "Amber", schmeckte überaus lecker, das rechtfertigte den stolzen Preis von 9 € für einen halben Liter. Die Auswahl an Smørrebrød war klein, aber mit allen Klassikern der Tradition und die Portionen waren um so größer. Alles war sehr frisch, schön dekoriert und machte Lust auf den nächsten Gang – auch wenn mehr als zwei fast nicht zu schaffen waren. Die Snapsauswahl bietet unter anderem Brände von Braunstein, einer Mikrobrauerei und Destillerie am Hafen von Køge, südlich von Kopenhagen. Als Highlight zum Kaffee gab es kleine Schokohäppchen, die wir im Kaminzimmer zu uns genommen haben.

Fazit: Der Færgekro hat uns bisher am meisten begeistert. Es ist kein Touristenlokal, auch wenn man das durch die Lage in einem Freizeitpark zunächst denken könnte. Es ist eine Oase im Grünen, mitten im Zentrum einer Großstadt, die den Spagat zwischen Brauhaus-Atmosphäre und feinster Küche mit Leichtigkeit zelebriert. Abends kann man sich hier auch bei Kerzenschein Menüs servieren lassen. Unbedingt besuchen!

Restaurant Koefoed

Koefoed-deko
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Im Koefoed ist ein Stück von Bornholm in Kopenhagen

  • Im Koefoed ist ein Stück von Bornholm in Kopenhagen
  • Hell und freundlich ist die Atmosphäre trotz Kellergewölbe
  • Ein Hauch von Vorhang schafft kleine Nischen
  • Die Deko ist so konsequent wie die Qualität des Essens
  • Fisch mal ohne Brød, das gibt's im Korb dazu
  • Kunstvolle Speisen aus der offenen Küche
  • Weinkenner finden hier sicher ein gutes Tröpfchen
  • Die Überraschung zum Dessert: Eine gar nicht rote Grütze

Restaurant Koefoed – 8 Bilder

Adresse: Landgreven 3, 1301 København K

Website: www.restaurant-koefoed.dk

Telefon: 0045 5648 2224

Öffnungszeiten: Di-Sa 12:00-15:00 und 17.30-21.30

Unsere Bewertung

Ambiente
 
Essen
 
Preisniveau
 
Besucht am
27.06.2014

Wer schon einmal auf Bornholm war, dem kommt der Name Koefoed vielleicht bekannt vor. So wie Schmidt in Hamburg oder Huber in München ist Koefoed ein typischer Familienname auf der Insel Bornholm. Somit wird auch klar, was das Koefoed bietet: Smørrebrød mit Bornholmer Zutaten, Bornholmer Dekoration und Bornholmer Getränken. Nicht die schlechteste Kombination, denn die Insel ist bekannt für ihre Schönheit, ihre kulinarischen Leckerbissen - und auch für ihre Sonnenstunden.

Das Koefoed ist ein Smørrebrød-Lokal der jüngeren Generation. Die Tradition der belegten Brote wird hier neu interpretiert, auch die schöne, helle Einrichtung ist klassisch, weil Designklassiker zum Einsatz kommen, aber dennoch alles irgendwie traditionell verwurzelt. Das Lokal liegt im Tiefparterre, hat aber auf Fußwegebene auch ein paar schöne Außensitzplätze. Die Lage am Landgreven, einer grünen Allee zwischen der Store Kongsgade und Borgergade ist sehr zentral und trotzdem erholsam für eine Mittagspause.

Erstaunlich ist es, wie konsequent Bornholm die Einrichtung bestimmt. Die polierten Granitbrettchen, auf denen das Essen serviert wird, haben die Form der Insel, großflächige Fotografien an den hell verputzen Wänden bringen die Stimmung der Insel in den Keller und die kleinen Rundkirchenmodelle in jeder Ecke wirken hier gar nicht kitschig. Die Küche ist zum Vorraum hin offen, man darf den Köchen gern mal über die Schulter schauen und der große, begehbare Weinschrank macht Lust auf mehr als das gute Bier.

Das Bier stammt natürlich vom Svaneke Brauhaus in Svaneke, exklusiv für das Koefoed gebraut in verschiedenen Geschmacksrichtungen. "Sol over Gudhjem" heißt hier nicht nur das berühmte Heringsgericht, sondern auch das passende Dunkelbier dazu. Die belegten Butterbrote sind eine Augenweide, das hausgebackene Brot ein Genuss und die jungen Kellner waren aufmerksam und freundlich. Spannend wurde es zum Dessert. Die Røde Grød med Fløde sah eher aus wie das, was kleine Kinder liebevoll im Sandkasten für Mutti zubereiten - aber geschmeckt hat es vorzüglich! Das Obst war noch grün, aber aromatisch, die Sahne wurde zu leckeren Streuseln gefriergetrocknet und die eigentliche rote Grütze gab's als Soße dazu.

Fazit: Das Koefoed ist ein Vertreter der modernen skandinavischen Küche, sowohl vom Interieur als auch vom Essen her. Die Zutaten sind sehr hochwertig, vieles kommt aus Bornholm, auch die Getränkeauswahl. Wer ein bisschen mehr ausgeben mag und lieber leicht und köstlich als nur deftig und sättigend speisen will, bekommt im Koefoed ein traditionelles Mittagsmahl in neuem Anzug. Abends werden hier Menüs serviert, die aus bis zu acht Gängen filigraner Köstlichkeiten bestehen.

Restaurant Hansens Gamle Familiehave

Hansen-garten
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Je nach Wetter oben offen oder geschlossen sitzt man in Hansens Gartenlokal

  • Je nach Wetter oben offen oder geschlossen sitzt man in Hansens Gartenlokal
  • Das Lokal bietet reichlich Platz für große Feiern
  • Im Winter sitzt man in der Bürgermeisterstube
  • Die Gerichte werden auf einer Etagere serviert, sehr platzsparend
  • Sol over Gudhjem, dieses Mal in Frederiksberg
  • Schweinbraten mit dänischer Beilage

Hansens Familiehave – 6 Bilder

Adresse: Pille Allé 10 - 12, 2000 Frederiksberg

Website: www.hansenshave.dk

Telefon: 0045 3630 2170

Öffnungszeiten: Mo-So 11:00-16:30 und 17.00-21:00

Unsere Bewertung

Ambiente
 
Essen
 
Preisniveau
 
Besucht am
02.07.2014

Ein Familiehave, auf deutsch Familiengarten, war und ist ein typisches Ausflugslokal im Grünen, in dem sich die ganze Familie am Wochenende zum ausgiebigen Mittag traf. Das Essen würde man wohl Hausmannskost nennen. Sterneküche bekommt man nicht, dafür eine lebendige Atmosphäre im Grünen. Es ist kein Biergarten, sondern ein befestigtes Restaurantareal mit einem Dach, dass sich beliebig öffnen lässt. Für kalte Tage gibt es auch einen Innenbereich im alten Fachwerkgebäude.

Am Frederiksberg Park findet man drei dieser Traditionslokale nebeneinander, trotzdem sollte man gerade im Sommer einen Tisch für mehr als zwei Personen vorbestellen.

Das Essen ist ein bisschen so wie die Stimmung, tatsächlich familiär, aber so ganz wie bei Muttern schmeckte es uns leider nicht. Das Ambiente erinnert an Omas Terrasse oder Opas Waldschänke: karierte Tischdecken, Hängeampeln mit üppigen Blumen und bunte Lichterketten über den Tischen. Die Karte verspricht alle bekannten Smørrebrødvariationen, es waren aber eher bunte Platten, mit verschiedenen Zutaten in kleinen Schälchen angerichtet, keine klassischen Brote. Man wurde satt und es schmeckt auch ganz gut, aber nicht so herausragend, wie wir es in anderen Lokalen erlebt haben. Gute Mittelklasse in schöner Umgebung.

Fazit: Wer gern in der Pizzeria um die Ecke oder bei seinem Lieblingsgriechen essen geht und etwas Vergleichbares in Kopenhagen sucht, wird im Familiehave fündig. Nicht wegen des Essens, Pizza gibt es natürlich nicht, sondern weil die Atmosphäre und die Qualität der Speisen ähnlich ist. Keine Experimente, einfach und überschaubar, aber gut zum Sattwerden. Mit der passenden Bier- und Snapsbegleitung hatten wir eine sonnige und lustige Mahlzeit.

Restaurant Told & Snaps

Told-og-snaps-2017
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In einer Nebenstraße zum Nyhavn findet man Told & Snaps

  • In einer Nebenstraße zum Nyhavn findet man Told & Snaps
  • Im Tiefparterre ist es gemütlich und meistens gut besucht
  • Hausgemachte Brände, passend zu jedem Gericht

Told & Snaps – 3 Bilder

Adresse: Toldbodgade 2, 1253 København K

Website: Told & Snaps

Telefon: 0045 3393 8385

Öffnungszeiten: So-Fr 11:30-15:30, Samstag 11.30-16:00

Unsere Bewertung

Ambiente
 
Essen
 
Preisniveau
 
Besucht am
06.11.2016

„Zoll und Schnaps“, das klingt ein wenig nach einer alten Zollstation, in der die Grenzgänger sich mit Alkohol freikaufen konnten. Dabei wurde das Lokal an der Toldbodgade erst im Jahr 2000 eröffnet. Snaps gibt es dennoch mehr als reichlich, der Küchenchef höchstpersönlich aromatisiert die klaren Brände mit allerlei Gewürzen, so dass es zu jedem Smørrebrød den passenden, hausgemachten Schluck gibt.

Die Smørrebrødauswahl ist traditionell und überschaubar, auf dem „smørrebrødsseddel“ sind vierzig verschiedene Brote aufgelistet, dazu gibt es noch ein bisschen Käse und die klassischen Desserts Æblekage (Dänisches Apfeldessert mit Sahne) oder Ris a la mande (Mandelreis). Die Lage in einer Seitenstraße vom Nyhavn ist so zentral, da hier viele Geschäftsessen stattfinden, man tut gut daran, einen Tisch zu reservieren.

Die Einrichtung mit Holzpanelen an den Wänden und alten Fotografien der dänischen Königsfamilie ist gemütlich und ein bisschen eng, wie es sich für ein traditionelles Kellerlokal gehört. Die Speisen waren traditionell zubereitet, nicht überragend, aber gut und die Preise durchschnittlich. Ganz besonders war die junge Kellnerin, die uns sachkundig, flott und sehr freundliche bediente, allein sie war den Besuch bei Told & Snaps wert!

Fazit: Gute, zentrale Lage, gehobenes, aber nicht übertrieben edles Ambiente, tolle Bedienung und reiche Snapsauswahl. Das Essen war gut, allerdings sagten unsere Begleiter, die hier schon oft zu Gast waren, dass sie es schon besser erlebt hatten. Da geht also noch was!

Restaurant Ida Davidsen

Ida Davidsen, eine Institution in Kopenhagen

Ida Davidsen, eine Institution in Kopenhagen

Adresse: Store Kongensgade 70, 1264 Kopenhagen

Website: idadavidsen.dk

Telefon: 0045 3191 3655

Öffnungszeiten: Mo-Fr 10:30-17:00, Küche schließt um 16:00

Unsere Bewertung

Ambiente
 
Essen
 
Preisniveau
 
Besucht am
13.12.2017

Die Familie Davidsen ist so etwas wie die Mutter aller Smørrebrødrestaurants in Kopenhagen. Ida Davidens Ur-Urgroßvater, Oskar Davidsen, serviert bereits Ende des 19. Jahrhunderts belegte Brote in seiner Weinbar am Åboulevarden. Seine Smørrebrødvariationen schmeckten so köstlich, dass er bald im ganzen Land bekannt war. 1965 zog das Lokal um in den Søpavillonen an den Kopenhagener Seen, sicher der schönste Platz für ein Restaurant! Der Søpavillonen musste 1974 schließen, aber Ida Davidsen gab den Smørrebrødgedanken nicht auf und eröffnete ihr Restaurant am heutigen Standort in der Store Kongsgade. Wer dort ein rustikales Kellerlokal erwartet, wird enttäuscht. Ida Davidsen gehört zu den moderneren Lokalen dieser traditionellen Mahlzeit. Allein, dass man keine Speisekarte, sondern ein iPad mit Fotos von den Gerichten bekommt, haben wir noch nirgends erlebt. Früher wählte man die Brote am Buffet aus, aber das scheint nun Geschichte zu sein, ebenso wie der längste Smørrebrødsseddel aller Zeiten, der es ins Guinessbuch der Rekorde schaffte: 140 cm Papier mit einer Auswahl von 178 verschiedenen Broten gab es hier zu Beginn des Jahrtausends.

Ida steht vermutlich nicht mehr selbst am Buffet, aber die üppige Auswahl hat sie sicher mitgestaltet. Es gibt immer noch mehr verschiedene Smørrebrødvarianten als in den meisten anderen Lokalen. Derzeit sind es etwa 60 verschiedene Gerichte. Ein "Oskar Davidsen Aal", ein Lachsbrot namens "Super Ida" und noch viele weitere Smørrebrød-Variationen tragen den Namen einer, zumindest in Dänemark, prominenten Persönlichkeit. Wir waren in der Adventszeit dort und hatten typische Weihnachtsgerichte zur Auswahl. Dank der iPad-Technik kann man sich alle Gerichte schon vorab im Internet anschauen.

Die Brote waren sehr lecker, klassisch und ohne Schnörkel, man bekam genau das, was auf dem Foto zu sehen war. Serviert wurde recht flott, die Bedienung war freundlich und aufmerksam. Das Bier kommt von der Brauerei Krenkerup auf Lolland, was geschmacklich (und preislich) auf jeden Fall das Prädikat "Luxus-Øl" verdient. Für kleinere Geldbörsen gibt es das gute, alte Carlsberg, beide Sorten werden aber nur in Flaschen serviert.

Fazit: Bei Ida Davidsen muss man einmal gewesen sein, wenn man über Smørrebrød in Kopenhagen schreiben will! Das Essen ist nicht spektakulärer als in den meisten anderen Lokalen, doch die Auswahl ist groß und die Qualität gut. Die Einrichtung gefiel mir persönlich nicht so, es hat was von den guten alten 80ern, viel schwarz, Teppichböden, nicht so richtig alt, aber auch nicht wirklich modern. Die Akkustik war angenehm und man hatte recht viel Platz zum Nachbartisch. Mit dem Essen kann hier nichts falsch machen, das Ambiente ist Geschmackssache.

Christianshavn Fæergecafé

Das Christianshavn Færgecafé am Jachthafen

Das Christianshavn Færgecafé am Jachthafen

Adresse: Strandgade 50, 1401 Kopenhagen

Website: faergecafeen.dk

Telefon: 0045 3254 4624

Öffnungszeiten: Mo-Sa 11:30-15:30 und 17.30 - 21.30
So nur 11:30 - 17:30

Unsere Bewertung

Ambiente
 
Essen
 
Preisniveau
 
Besucht am
14.12.2017

Das Christianshavn Færgecafé ist ein Schmuckstück im Verborgenen, denn es liegt abseits der üblichen Touristenrouten. Selbst ich habe es erst bei meinem fünften Besuch in Christianshavn entdeckt! Es steht am Kanal zum Jachthafen, hinter dem Dänischen Architekturcenter in einer sehr hyggeligen Ecke. Das weiße Schiff, das vor dem Lokal im Kanal liegt, ist Teil des Restaurants. Wer gern dicht an dicht sitzt, kann dort einen Tisch reservieren und direkt auf dem Wasser speisen. Im Sommer ist es sicher gemütlicher, deshalb haben wir uns im Dezember für die schöne Gaststube auf festem Boden entschieden. Fachwerkbalken, glänzende Kacheln, Kronleuchter - selbst die Tische und Stühle erinnern an die Offiziersmesse auf einem Schiff. Dennoch ist es zwanglos-gemütlich, hell und freundlich. Das Lokal ist eine Mischung aus feinem Restaurant und gemütlicher Kneipe, im Sommer stehen auch an der Kopfsteinpflasterstraße viele Tische zur Auswahl. Durchgangsverkehr gibt es kaum, da die Strandgade als Sackgasse endet. Nur auf dem Kanal tuckert ab und an ein Boot vorbei.

Die Lage und das Ambiente sind ganz maritim, die Kellner in ihrem blau-weißen Outfit ebenfalls. Dass unser junger Kellner das ein oder andere vergaß, verzeihen wir als Anfängerfehler im Adventstrubel. Das Publikum war sehr gemischt und es gab auffallend viele junge Gäste.

Mittags wird auch ein mehrgängiges Menü angeboten, wir haben eine klassische Smørrebrødauswahl bestellt, passend zur Jahreszeit mit Julesild und aromatisiertem Snaps, der auf einem kleinen Brettchen als "Snaps Menu" serviert wurde. Die Brote sind üppig belegt, mit verschiedenen gehackten Kräutern garniert und einfach nur lecker. Die Bierauswahl ist vielfältig, diverse Flaschenbiere aus kleinen Brauereien konkurieren mit mehreren Fassbieren und zusätzlich werden immer wieder neue Bier aufgenommen und getestet. Wasser kostet extra, die Säfte variieren je nach Saison. Die kleine Weinauswahl ist erlesen und auch je nach Jahreszeit unterschiedlich. Zum Dessert, das aus einigen köstlichen Petit Fours bestand, haben wir eine Stempelkanne Kaffee bekommen, auch dafür gibt einen Pluspunkt.

Fazit: Definitiv eine Empfehlung! Gemütlich, sehr stimmungsvoll, gute Lage und leckeres Essen. Abends gibt es immer ein Menü und je ein Gericht des Tages für den kleineren Hunger. Ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch im Sommer!


Aktualisiert: Januar 2018
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