Auf Schnäppchenjagd in Dänemark

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Flohmarkt im Herbst in Sønderborg

Auf Schnäppchenjagd in Dänemark - Flohmärkte, Secondhandläden und Straßenstände mit ausrangiertem Hausrat bieten in fast jedem Ort wunderbare Möglichkeiten für ein Schnäppchen!

Loppemarked, ein dänisches Vergnügen

  1. Flohmarktstand mit alten Geschirr und einem Pfeifenkasten
    Flohmarkttreiben in Frederiksberg, Kopenhagen

Voraussetzung für eine erfolgreiche Pirsch ist, dass man weiß, wie und wo man suchen muss. Alles, was man neben der Lust am Stöbern dann noch braucht, ist ein bisschen Zeit und Muße. Aber die sollten ja im Urlaub eigentlich immer mit im Gepäck sein.

Wie wird man fündig? Wer als begeisterter Dänemarkurlauber schon mal ein Schild mit der Aufschrift „Loppemarked“ gesehen hat und nichts damit anzufangen wusste, sollte in Zukunft durchaus einen Umweg in Kauf nehmen und einen solchen Markt besuchen.

Loppemarked bedeutet übersetzt Flohmarkt und wird im Dänischen gerne auch als loppe abgekürzt. Dabei kann ein loppemarked wie ein größerer Trödelmarkt aufgezogen und in den lokalen Zeitungen und kostenlosen Touristenzeitungen annonciert sein.

Flohmarktkalender online

Darüber hinaus bietet der Markedskalenderen online eine Liste über die großen, offiziellen Flohmärkte in Dänemark. Die Seite ist zwar auf Dänisch, der Kalender ist aber leicht verständlich, da man Datum und Ort jeweils leicht entschlüsseln kann.

Hausrat am Straßenrand

Eine andere Form des loppemarked ist der private Flohmarkt, den man meistens an der selbstgemachten Beschilderung erkennt. Diese Schilder stehen am Straßenrand und deuten auf einen Trödelstand in einer Scheune, einer Garage oder direkt am Straßenrand hin.

Das Sortiment eines Flohmarkstandes richtet sich dabei nach dem Grad der Professionalität. Auf festen, regelmäßigen Floh- oder Trödelmärkten (z.B. in ehemaligen Lagerhallen) findet man sogar richtige Antiquitäten, während es sich bei den kleinen, privaten Anbietern häufig um einen gelegentlichen Verkauf handelt – auf Grund eines Umzuges, eine Haushaltsauflösung o. ä.

Hier geht's zum Loppemarked

Der Weg lohnt sich jedoch fast immer, denn die Atmosphäre ist, typisch dänisch, gelassen und entspannt. Vor allem in den touristischeren oder grenznahen Gegenden sprechen die Dänen meist so gut Deutsch, dass man auch leicht ins Schnacken kommt.

Wer also an einem Schild wie zum Beispiel Loppemarked hos Ole, 150m til venstre (Flohmarkt bei Ole, 150m links) vorbeikommt, sollte ruhig einmal abbiegen und das Sortiment sichten.

  1. Farbig gestrichene Holzschuppen mit einem privaten Flohmarktstand
    Manch ein Däne hat sein Gartenhaus zum permanenten Selbstbedienungs-Flohmarkt umgebaut

Antik - Flohmarkt unter Dach

  1. Tische und Wandregal vollgestellt mit altem Geschirr und Gläsern
    Alles unter einem Dach: Flohmarkthalle bei Fjand

Eine weitere Art, auf Schnäppchenjagd zu gehen, bietet sich, wenn man den blauweißen Straßenschildern mit der Aufschrift Antik folgt. Auch hier kann sich der Abstecher lohnen.

Dabei handelt es sich in der Regel nicht um professionelle Antiquitätenhändler. Die Verkäufer betreiben den Verkauf als Nebenerwerb, häufig nur zu bestimmten Öffnungszeiten (z.B. nur am Wochenende) – in alten Wagenremisen, großen Garagen oder in alten ehemaligen Kaufmannsläden. Es gibt auch große Hallen, in denen sich verschiedene Händler zusammengefunden haben und vom alten Comic bis zu wertvollen Bleikristallgläsern alles unter einem Dach anbieten.

Trödel oder echt Antik?

Im Unterschied zum kleineren, privaten Loppemarked steckt hinter dem Schild Antik manchmal auch der Verkauf tatsächlicher Antiquitäten – von Möbeln, Geschirr, Besteck über allerlei Kleinkram und Nippes. Während die privaten Flohmarktstände in der Regel Selbstbedienung auf Vertrauensbasis anbieten, sind in den Hallen die Händler anwesend. Handeln darf man natürlich immer.

Kleine Boutiquen auf dem Land bieten manchmal beides an, ein paar neue Dekoartikel und jede Menge alte Schätze, von Möbeln über Geschirr bis zu Büchern, Gemälden oder Spitzendecken.

Geduld zahlt sich aus!

Für alle hier beschriebenen Schnäppchenjagden gilt, dass man gute und liebevoll präsentierte Ware finden kann, es aber ebenso passiert, dass man auf ein ziemliches Durcheinander stößt, durch das man erst einmal durchfinden muss. Umso stolzer kann man dann aber sein, wenn man am Ende eine echte „Trophäe“ nach Hause trägt.

Secondhand für einen guten Zweck

Ein weiteres aus Deutschland nicht so bekanntes Phänomen sind die vielen „Genbrugsbutikker“ (Secondhandläden) karitativer Einrichtungen wie Røde Kors, Blå Kors, Kirkens Korshær, Folkekirkens Nødhjælp, Frelsens Hær usw.

Diese Läden finden sich oft auch in den kleinsten Ortschaften und werden häufig von ehrenamtlich tätigen älteren Damen betrieben, die sich liebevoll um das Geschäft kümmern.

Unter dem Schlagwort genbrug, gebraucht, lässt sich alles zusammenfassen – Kleidung, Spielzeug, Bücher, Küchenutensilien, Elektrogeräte, Möbel und Wohnaccessoires usw.

  1. Gelbe Hütte mit einem Second-Hand-Möbelverkauf
    Platz für gebrauchte Möbel ist in der kleinsten Hütte, hier am Jachthafen von Aalborg