Bornholm: Die Sonneninsel in der Ostsee

Bornholm liegt zwischen Schweden und Polen in der Ostsee und ist eine überaus vielseitige und wunderschöne Urlaubsinsel. Die Mischung aus dänischer Gemütlichkeit und skandinavischem Granit sichert der Insel eine Sonderstellung in der Urlaubslandschaft von Dänemark und eine eigene, begeisterte Fangemeinde. Traumhafte, weiße Strände, imposante Granitküsten, der beste Räucherhering und die meisten Sonnenstunden sprechen für sich.

Bornholm, die Königin der dänischen Inseln

Rotes Haus über der Küste von Gudhjem

Typisch Nordbornholm: Ein Haus am Fels mit Räucherofen

Bornholm, ja, da wollte ich immer schon mal hin! Das sagt fast jeder Dänemarkfreund, wenn die Rede von der schönen Insel ist. Bornholm hat aber auch viele Fans unter den Urlaubern, die mit dem vielen Sand an der Westküste von Jütland nichts anfangen können, denn hier mitten in der Ostsee bietet Dänemark mehr als Sand und Wellen!

Die einzigartige Landschaft ballt sich auf einem rautenförmigen Eiland von nur 20 x 30 Kilometern Küstenlänge. Ein trainierter Radfahrer könnte die Insel an einem Tag umrunden, für den Küstenwanderweg Bornholm Rundt benötigt man zu Fuß etwa drei bis vier Tage.

Die Urlaubssaison beginnt Anfang Mai, wenn die ersten Lokale öffnen, die Marktstände aufgebaut werden und die Natur zu neuem Leben erwacht. Die beste Zeit, um die Insel kennenzulernen, ist der Frühsommer. Alles grünt und blüht, aber die Ferienhäuser sind zum günstigeren Nebensaisonpreis zu haben.

Dueodde Strand auf Bornholm

Typisch Südküste: Weiße, kilometerlange Sandstrände

Für die Hauptsaison im Juli und August sind nicht nur alle gut gelegenen Ferienhäuser sehr schnell ausgebucht, sondern auch die Fährverbindungen von Deutschland aus. Die Fähre zwischen Sassnitz und Rønne verkehrt von Ende März bis Ende Oktober, aber nicht täglich. Daher sollte man vor der Ferienhaus-Buchung unbedingt einen Blick auf den Fahrplan werfen. Das Schnellboot von Ystad in Schweden fährt ganzjährig mehrmals täglich, die Fähre ab Køge aus Südseeland verkehrt nachts. Mehr dazu finden Sie auf unserer Seite Fähre nach Dänemark.

Für einen Familienurlaub am Strand mit weißem, puderzuckerfeinen Sand ist die Südküste berühmt. Von Balka an der Ostküste bis zum Flugplatz in Arnager kurz vor Rønne kann man etwa 25 Kilometer fast durchgängig am Strand entlang laufen.

Im Süden ist es sandig, im Norden ist es felsig. So knapp könnte man die Landschaft zusammenfassen. Die Grenze zwischen Nord und Süd verläuft etwa von der Inselhauptstadt Rønne zum Kunsthandwerkerstädtchen Svaneke. Ganz zuverlässig ist das nicht, auch nördlich von Rønne gibt es noch Sandstrände und südlich von Svaneke glitzert die klare Ostsee zwischen Granitfelsen hervor. Ganz sicher aber ist Nordbornholm der einzige Flecken in Dänemark, der nicht nur aus Sand besteht. Granitfelsen, Steilklippen, Wasserfälle und verwunschene Flusstäler konkurrieren mit bunten Hafendörfern und üppig grünen Wäldern. Malerische Felsformationen umrahmen die wenigen Sandstrände im Norden.

Das Flusstal der Kobbe Å endet an einem Wasserfall

Das Flusstal der Kobbe Å endet an einem Wasserfall

In der Mitte der Insel liegt das Waldgebiet Almindingen. Es wurde vor 200 Jahren von Hand gepflanzt und zählt heute zu den größten Wäldern in Dänemark. Nach Osten hin schließen ein Naturreservat und die grünen Hügel Paradisbakkerne an. Hier kann man stundenlang wandern, radfahren und die friedliche Natur genießen.

Sollte Sie das alles nicht besonders interessieren, ist ein Urlaub auf Bornholm trotzdem die richtige Wahl. Die meisten Sonnen­stunden in ganz Dänemark, jede Menge Fischräuchereien, sehr gute Strandbars, Restaurants mit Meerblick und die vielen Märkte, Konzerte und Sportveranstaltungen ziehen Urlauber an, die sonst vielleicht lieber in den Süden fahren. Wenn Sie die teure Überfahrt mit dem Auto scheuen, kommen Sie mit dem Fahrrad nach Bornholm! Auf 350 Kilometern sehr gut ausge­schilderten Radwegen kreuz und quer lässt sich die Landschaft vielleicht am besten erkunden.

Das Bornholms Velkomstcenter in Rønne, gleich hinter den Fähranlegern, ist die offizielle Touristeninformation. Dort bekommt man kostenlos eine große Auswahl an Prospekten, Faltplänen und persönlichen Auskünften zu allem, was man hier erleben kann. Auf Bornholm.info finden Sie Adressen, Öffnungszeiten und weitere Informationen auch online.

Videos, die unsere Kunden auf Bornholm gefilmt haben

  • Sommersonne auf Bornholm

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    Impressionen von Rönne bis nach Hasle: die imposanten Felsen Hammerhus, weiße Rundkirchen, schöne Strände und das gemütliche Treiben in den kleinen Städten.

    bornholm sommer
  • Rundreise durch Bornhom

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    Bornholm ist vielseitig: feine Sandstrände und schroffe Steinküsten, Burgruinen und bunte Fischerhäuser, blaues Meer und grüne Hügel. Und auch das Wetter ist mal so, mal so!

    bornholm herbst
  • Bornholmer Impressionen

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    Eine Rundreise auf Bornholm hat uns Nils gefilmt - Hafenstimmung, tolle Museen, Glaskunst und Bonbonkochen, garniert mit einmaliger Landschaft!

    bornholm sommer
  • Weißer Strand in Bornholm

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    Der Strand im Süden von Bornholm ist schneeweiß und umgeben von blauem Meer und grüner Natur. Die Ferienhäuser stehen gut geschützt im Kiefernwald nah zum nächsten Sandstrand.

    bornholm fruehling
  • Felsiges Naturparadies

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    Im Mai singen alle Vögel ein Loblied auf die herrliche Landschaft, die grünen Wälder und klobigen Felsen Insel. Zum Wandern und Radfahren ist es die schönste Jahreszeit!

    bornholm fruehling

Ferienhäuser, Traumstrände und bunte Dörfer

Das Dueodde Ferieby liegt direkt am Strand

Das Dueodde Ferieby liegt direkt am Strand

Die größte Auswahl an Ferienhäusern findet man rund um Dueodde unter schattenspendenden Nadelbäumen. In Kombination mit dem weißen Sand herrscht hier eine fast südländische Atmosphäre. Dueoddes Ferienhäuser stehen rund um den Leuchtturm, wo der Strand am breitesten ist.

Durch den naturgeschützten Dünengürtel führen zwei befestige Holzstege auf den Strand, man darf aber auch über die Dünen laufen. Zwischen den Ferienhäusern leben Fasane, Hasen und Kaninchen, selbst ein Reh schaut vielleicht vorbei. Dueodde ist der ideale Urlaubsort, wenn man seinen Urlaub am Strand verbringen möchte und für größere Einkäufe und Ausflüge das Fahrrad oder Auto benutzen mag. Im Sommer öffnen einige Restaurants rund um den Leuchtturm, frische Brötchen und alles was man sonst so morgens braucht, bekommt man im kleinen Markt am Campingplatz.

Der Leuchtturm Dueodde Fyr markiert die südöstliche Spitze der Insel. Er ist mit 48 Metern der höchste Leuchtturm Dänemarks. Da er in den 60er Jahren gebaut wurde, ist er kein Schmuckstück, aber von der Aussichtsplattform kann man die ganze Küste überblicken. Der Pattformbesuch kostet ein bisschen Eintritt und ist von 11 - 14 Uhr an drei Tagen pro Woche geöffnet.

Sørens Værsthus am Hafen von Snogebæk

Sørens Værsthus am Hafen von Snogebæk

Familienfreundliche, barrierefreie Strandzugänge und eine vielseitige Auswahl an Gastronomie und Geschäften bieten die Ferienhäuser in Balka und das benachbarte Snogebæk, wo ebenfalls viele Ferienhäuser stehen. Wer ein bisschen Trubel und abendliche Unterhaltung sucht, ist hier gut beraten. Die Ferienhäuser stehen so weit ab von den Lokalen, dass man trotzdem erholsam schläft. Die runde Bucht von Balka liegt zwischen beiden Orten, südlich von Snogebæk gibt es einen weiteren, schmalen Sandstrand.

Am Hafen von Snogebæk herrscht abends vor den Bars und Restaurants viel Betrieb. Das urige Sørens Værtshus könnte man sogar als Erlebnisgastronomie bezeichnen. Köstliche Pizzen, Livemusik oder das Ruderboot über der Theke, in das man sein Bier mit dem Tragekorb hochgeliefert bekommt, sind von Mai bis Oktober ein Publikumsmagnet.

Sømarken, Sommerodde und Strandmarken bieten einen große Auswahl an Ferienhäusern entlang der Südküste. Hier ist längst nicht so viel Betrieb wie um Dueodde. Der Strand ist ebenso weiß und feinsandig, nur ein wenig schmaler. Besonders schön und ruhig ist Vester Sømarken. Die Ferienhäuser bei Boderne liegen rund um den Hafen mit seinen malerischen roten Fischerhütten und dem feinen Sandstrand. Den eigentlichen Ort Boderne prägt eine reihe rot-blauer Fachwerkhäuser mit dem Stammhaus der Modefirma Pia Stærmose. Drei verschiedene Boutiquen und ein Café locken zum "schöner Einkaufen" in diesem Ort! Von Zeit zu Zeit finden auf dem Manövergelände Råghammer zwischen Boderne und Sømarken Schießübungen des dänischen Militärs statt. Wer sehr empfindlich ist, sollte uns vorher nach möglichen Terminen fragen.

Granitformationen am Hafen von Allinge

Granitformationen am Hafen von Allinge

Im Norden der Insel liegt das Urlaubszentrum zwischen den Ferienhäusern von Allinge, Sandkås und den Ferienhäusern von Sandvig. Hier wird die pittoreske Felsküste von mehreren weißen Sandbuchten unterbrochen. Die Ferienhäuser sind klein und beschaulich. Liebevoll restaurierte Fischerkaten oder klassische Holzferienhäuser mit üppigen Gärten machen Lust auf Urlaub an der steinigen Nordküste.

Die meisten Unterkünfte sind aber Ferienwohnungen oder Appartements mit ein oder zwei Zimmern. Schöne Aussicht und die Nähe zum Ortszentrum trösten dann darüber hinweg, dass man etwas beengt wohnt, denn für große Grundstücke ist zwischen den Felsen kein Platz.

In einigen Appartementanlagen stehen den Gästen im Sommer ein Außenpool, Spielgeräte und ein Kiosk zur Verfügung. So richtig schöne Gebäude sind es in der Regel nicht, auch wenn sie im Grün gut verborgen liegen. Wenn man bedenkt, wie liebevoll die alten Häuser gepflegt werden und wie viele bekannte Architekten Dänemark hervorgebracht hat, ist es völlig unverständlich, warum einige der Ferienanlagen und Hotels an Plattenbauten erinnern müssen. Aber wenn man aus dem Fenster schaut, sieht man das ja nicht, sondern hat die großartige Natur vor Augen.

Am Hafen von Gudhjem legt auch die Fähre nach Christiansø ab

Am Hafen von Gudhjem legt auch die Fähre nach Christiansø ab

Das bezaubernde Fischerdorf Gudhjem ist von Bausünden zum Glück verschont geblieben. Im Sommer stehen die Besucher Schlange, um die schmalen Gassen zum Hafen hinabzusteigen, ein Sømrrebrød “Sol over Gudhjem” auf der tollen Terrasse der Gudhjem Røgeri zu essen, Bonbons von der Karamel Kompagniet zu lutschen oder das größte Eis Bornholms in der sehr rosaroten Eisdiele Gudhjem Special zu schlecken.

Wer eine Ferienwohnung in Gudhjem bucht, hat den Ort nur in den frühen Morgenstunden für sich allein. Dann genießt man den Sonnenaufgang am Meer, das Schnattern der Wasservögel und den traumhaften Blick zur kleinen Inselgruppe Christiansø, die am Horizont verschwimmt. Gudhjem muss man besuchen, da führt kein Weg daran vorbei! Einen schönen Badestrand findet man im Nachbarort Melsted, nur etwa 10 Minuten Fußweg vom Hafen Gudhjem entfernt. Im Ferienhaus in Melsted wohnt man ganzjährig etwas ruhiger und kann sich an den kleinen Häuschen mit bunten Gärten erfreuen.

Hasle an der Westküste hatte einst einen aktiven Fischereihafen, der teilweise zu einem Freizeithafen umgebaut wurde. Eine Reihe moderner Ferienhäuser direkt an der Hafenmauer brachte neues Leben in den Ort. Im Hafenbecken schwimmt ein schöner Badesteg mit vielen Sonnenplätzen. Hasle selbst ist eher unscheinbar, doch die Hasle Røgeri mit einem kleinen Räuchereimuseum lockt viele Gäste an. Großzügige Ferienhäuser stehen südlich von Hasle in dem langgezogenen Waldgebiet Blykobbe Plantage, das bis nach Rønne reicht.

Rapsblüte am Ortsrand von Svaneke

Rapsblüte am Ortsrand von Svaneke

Kurz vor Hasle versteckt sich ein schöner Sandstrand mit einigen Felsbrocken im Wald. Auch im Hochsommer findet man immer ein freies Plätzchen. An diesem Strand führt ein Rundwanderweg "Rundt om Kultippen" entlang, der an Bornholms Wirtschaft vergangener Jahre erinnert - Glas-, Klinker- und Tonproduktion.

Sollte Ihnen der Hasle Strand doch zu voll werden, bietet sich Antoinettes Strand südlich von Rønne an, der ebenfalls zur Blykobbe Plantage gehört. Der südliche Teil der Plantage ist ein Hundewald, wo Spaziergänge im Urlaub mit Hund ohne Leine erlaubt sind. In Rønne selbst kann man auch einige Ferienunterkünfte mieten. Allerdings bietet die Inselhauptstadt mit ihren etwa 14.000 Einwohner wenig Urlaubsflair im Vergleich zu den anderen Orten der Insel. Wenn Sie doch einmal durch die Stadt bummeln möchten, werden Sie hinter der Nicolaikirche besonders hübsche Kopfsteinpflastergassen finden. Hier steht übrigens das kleinste Haus von Bornholm, ein rotes Eckhaus, das eher wie ein Lückenfüller wirkt, aber bewohnt ist!

Eine weiteres kleines Ferienhausgebiet mit einem schmalen Strand liegt zwischen Rønne und dem Flughafen in der Rønne Plantage. Da hier die Steilküste beginnt, muss man zum Strand ein paar Meter den Hang hinabgehen.

Svaneke, das schmucke Städtchen an der Nordostspitze, ist einer der schönsten Orte auf der Insel. In den malerischen gelben und roten Fachwerkhäusern rund um den Hafen und den Marktplatz versammeln sich die meisten Kunsthandwerker- und Feinkostgeschäfte auf Bornholm. Eine abwechslungsreiche Auswahl an Lokalen, der versteckte Sandstrand Hullehavn und die wild-romantische Steinküste sprechen für ein Ferienhaus in Svaneke. Einige dieser Ferienhäuser stehen in Listed, wo im Sommer die Strandbar Bay Frost öffnet und den verträumten Hafen mit einer Prise Kopenhagener Stimmung würzt. Unterstützung bekommt Bay im Juli von Barkeepern der Ruby Bar, die hier vier Wochen lang ihre erstklassigen Mixgetränke servieren. Richtig lecker wird es, wenn im Juli und August einige Meter weiter das Restaurant Hummerhytten öffnet, ein kleines, aber sehr feines Lokal mit traumhaftem Ausblick über die felsige Küste.

Vom Granitbuckel zum Naturparadies

Blick auf den Felsen Hammerknude

Der Granitbuckel Hammerknude markiert die Südspitze der Insel

Die Insel Bornholm gehört seit dem 17. Jahrhundert zu Däne­mark, geologisch betrachtet ist sie aber ein Teil von Schweden. In beiden Regionen erzählt man sich eine ähnliche Geschichte zur Entstehung: Als Gott die Welt geschaffen hat, waren noch ein bisschen Erde, etwas Wasser, viele Steine und eine Fuhre Sand übrig. Gott warf eine Handvoll in die Ostsee, so entstand Born­holm. In Blekinge in Südschweden kommt in der Geschichte nur wenig Sand vor, da hat Bornholm eindeutig mehr abbekommen!

Die Granitfelsen und Gneise (durch Druck verformtes Granitge­stein), die den Norden der Insel und den Süden von Schweden prägen, gehören zum Baltischen Schild, dem ältesten Festland­sockel Europas. Der sandige Süden von Bornholm ist wesentlich jünger und besteht aus feingeschliffenem Sedimentgestein. Vereinfacht ausgedrückt ist die Europäische Platte in Bornholms Süden abgebrochen und nach und nach mit Sand wieder aufgefüllt worden.

Die Bruchkante der Kontinentalplatten verläuft von Polen durch die Ostsee bis nach Thy auf Jütland. Zufällig liegt Bornholm nicht nur genau in dieser sogenannten Tornquistzone, in der Nähe der Stadt Åkirkeby liegen die Spuren des Abbruchs sogar offen an der Erdoberfläche. Den parallel verlaufenden Brüchen in der Erdkruste verdankt Bornholm seine ungewöhnliche, fast graphisch präzise Form.

Helligdomsklippen an Bornholms Küste

Helligdomsklippen an Bornholms Küste

Sehr detailliert und spannend ist die Urgeschichte im Erlebniscenter Naturbornholm erklärt. Kostenlos und rund um die Uhr zu besichtigen sind die Naturerlebnisse, die urzeitliches Grummeln und Krachen der Insel geschenkt haben. Die Spuren der Erosion, zerklüftete Granitfelsen und schmale Schluchten, sieht man vor allem entlang der nördlichen Küste.

Imposant und hoch aus dem Meer aufragend sind die Helligdomsklipperne, die vor Bornholms Kunstmuseum senkrecht aus dem Meer schauen. Zwischen die Felssäulen hat das Meer schmale Schluchten gespült. Vom Pfad oberhalb der Klippen geht es fast senkrecht hinab. Kinder und auch Hunde sollten hier nicht allein laufen dürfen!

Jons Kapel ist eine Felswand in der Nähe vom Dorf Vang, die 40 Meter hoch und fast senkrecht aus dem Meer aufragt. In der Felswand soll einst ein Eremit namens Jon gewohnt haben, der Bornholm missionieren wollte. Nach ihm sind die Höhlen und Felsfiguren benannt. Auch diese Gebilde entstanden durch Erosion, das Meer hat den Granit im Laufe der Jahrhunderte überaus kunstvoll bearbeitet. Oben führt ein lauschiger Weg zu der steilen Treppe, die hinab zum steinigen Ufer führt. Die Felswand bietet für Felskletterer vier verschiedene Kletterabschnitte. Sicherer, aber auch ein bisschen anstrengend ist der Weg über die Treppe zum steinigen Strand hinunter.

In der Nähe der Klippen gibt es einen Kiosk mit einem gemütlichen Kaffeegarten, wo man sich und die Beinmuskulatur erholen kann. Für Sportler und Steinliebhaber ist das benachbarte Vang ebenfalls interessant, denn das Gelände des ehemaligen Steinbruchs wurde zu einer Berg- und Talbahn für Mountainbiker umgebaut. Der Steinbruch gehört zum Naturschutzgebiet Ringbakkerne. Nördlich von Vang plätschert einer der Bornholmer Wasserfälle direkt am Meer aus einer Felswand. Nehmen Sie seinen Namen "Pissebækken" nicht so ernst, das Wasser ist absolut sauber und hat Trinkwasserqualität.

Einer der dicken Wackelsteine im Paradisbakkerne

Einer der dicken Wackelsteine im Paradisbakkerne

Rokkesten oder Wackelsteine sind riesige Findlinge, die die Eiszeit so geschickt liegenließ, dass man sie mit wenig Kraft­aufwand zum Wippen bringen kann. Auf Bornholm sind zwei dieser Steine in den Wäldern ausgeschildert. Leider haben unbelehrbare Besucher die Steine manipuliert, so dass sie nicht mehr wackeln. Die Wandertour zu den Rokkestenen lohnt sich trotzdem. Der kleinere Stein liegt in der Heidelandschaft Rutsker Højlyng zwischen den Orten Klemensker und , umgeben von glattgeschliffenen Granitbuckeln, die die Eiszeit gepresst und geglättet hat. So ähnlich sieht es am Hammerknuden und rund um die Burgruine Hammershus aus, wo der Granit ebenfalls sehr dicht unter der Oberfläche oder gar ganz offen liegt. Mehr über die verschiedenen Eigenschaften des Bornholmer Granits erfährt man übrigens im Steinbruchmuseum Moseløkken bei Allinge.

Der zweite, fast doppelt so große Rokkesten liegt in den Paradisbakkerne im Osten der Insel, kurz vor Nexø. Dieser hügelige Wald mit mehreren Seen, steil abfallenden Felswänden und einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt gehört zu den schönsten Wandergebieten auf Bornholm. Seine Lage vor einem kleinen Teich unter mächtigen Buchen ist so idyllisch, dass Bänke zum Verweilen einladen. Der Weg vom Parkplatz Klintegård ist gut befestigt und mit Kinderwagen oder Gehhilfe zu bewältigen. Vom Rokkestenen weiter zum schönen Tal Majdalen oder zum Waldsee Grydsø muss man aber trittfest sein, denn es geht, wie so oft auf Bornholms Wanderwegen, über Stock und Stein.

Die Paradiesbakkerne gehen nahtlos über in das Vogelschutzgebiet Ølene und von dort weiter zum größten Wald Almindingen. Der weitläufige Wald wurde vor etwa 200 Jahren angepflanzt und verbirgt unter seinem dichten Blätterdach eine Fülle von Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen. Zu Naturbeobachtungen gibt es leider viele Informationen nur auf Dänisch, zum Beispiel vom dänischen Vogelschutzbund DOF.

Der höchste Berg Bornholms ist der Rytterknægten. Auf der höchsten Stelle steht ein Aussichtsturm, nebenan ein kleiner Kiosk. Die Aussicht vom Turm ist allerdings sehr eingeschränkt durch die militärischen Anlagen in nächster Nähe. Romantischer sind die beiden Burgruinen Gammelborg und Lilleborg oder die kleinste Trabrennbahn in Dänemark, auf der im Sommer regelmäßig Rennen stattfinden.

Der schöne Radweg 22 führt von Svaneke nach Rønne

Der schöne Radweg 22 führt von Svaneke nach Rønne

Der Fahrradweg 22 führt von den Paradisbakkerne quer durch das ganze Waldgebiet und passiert alle Sehenswürdigkeiten. Mit einem kleinen Schlenker kommt man auch am Bisonwald und dem Naturparadies Svinemose vorbei. Um an besonders schönen Orten wie dem Ekkodalen oder einem der vielen Seen zu verweilen, sollte man einen ganzen Tag für die Radtour einplanen. Ein Mittagessen serviert das gehobene Restaurant Christianshøjkroen oder das Gasthaus Ekkodalshuset. Mit einem kleinen Abstecher nach Åkirkeby kann man seinen Picknickkorb im Supermarkt oder beim leckeren Bäcker Johannes Dam og Søn füllen.

Das Ekkodalen ist eines der sogenannten tektonischen Täler auf Bornholm. Die Naturgewalten haben im Laufe der Jahrmillionen tiefe Furchen in das Granitgestein gespült. Stabile Felsen blieben stehen, dazwischen plätschern heute kleine Bäche. Im Ekkodal wirft die steile Felswand ein Echo zurück, wo sie noch unbewachsen ist. Oben über der Felswand führt ein Wanderweg durch knorrige Eichen und über dicke Steine in den Wald hinein.

Das Tal der Kobbe Å östlich von Gudhjem ist wunderschön bewachsen, es endet am Wasserfall Stavehøj. Das berühmteste Tal ist das Dondalen nahe den Helligdomsklipperne. Es ist besonders breit und nicht so steil, der befestigte Weg am Bach entlang ist barrierefrei. Sind Sie gut zu Fuß, sollten Sie unbedingt direkt am Bach entlanggehen - der Weg endet mitten in einem beeindruckenden Wasserfall, der an tropische Regenwälder erinnert.

Die Burgruine Hammershus wacht noch heute über Bornholm

Die Burgruine Hammershus wacht noch heute über Bornholm

Der riesige Granithuckel Hammerknuden mit den beiden Leucht­türmen Hammer Fyr und Hammer Odde Fyr ragt am Nordwest­ende Bornholms aus dem Meer. Vom Hammer Fyr hat man einen herrlichen Blick über die Insel aus etwa 90 Metern Höhe. Der Turm ist nur 21 Meter hoch, aber der Granitfelsen, auf dem er steht, erhebt sich 70 Meter hoch aus dem Meer. Die Burgruine Hammershus steht auf gleicher Höhe südlich vom Hammer­knuden auf einer Klippe. Dazwischen liegen zwei Seen, der große Hammersø und der kleinere Opalsø.

Die mächtigen Reste der Burg zeugen noch heute von der stabilen Bauweise, mit der die Festung den Angriffen trotzen konnte. Sie ist frei zugänglich, wird laufend renoviert und erhält derzeit mit Hilfe großzügiger Spenden ein neues Besucher­zentrum. Dieses wird in der Schlucht neben der Festung so geschickt platziert, dass der Blick auf die Burg unversperrt bleibt. Das derzeitige Museumsgebäude mit dem Café wird abgerissen.

Die Burgruine ist umgeben von einem vielseitigen Wandergebiet mit Heideflächen, Bachläufen und dichtem Laubwald. Auch Hammersknude kann man auf einem Abschnitt des Küstenwanderwegs umrunden, wobei man dabei einem kräftigen Lüftchen von der See ausgesetzt ist.

Kunstvolles und Feinkost - alles handgefertigt

Dekoration mit Kimono in einer Glasbläserei

Glas- und Textilkunst bei Baltic Sea Glas

Die Herstellung von Keramik hat auf Bornholm eine lange Tradition. Hier gibt es eine besondere Lehmerde, die sich gut verarbeiten lässt. Auf Flohmärkten findet man noch heute die typische, braungemusterte Hjorths Keramik, die seit 1895 in Rønne produziert wurde. Heute beheimatet Hjorths Fabrik ein Keramikmuseum. Später siedelten sich Glasbläser, Schmuckdesigner, Textilkünstler und viele andere Künstler an. Das Design und die Vielfalt der Handwerkslandschaft hat sich in den letzten Jahren radikal gewandelt. Braune Teekannen gibt es hier nicht mehr, dafür modernes Geschirr, filligrane Gläser und atemberaubend schöne Einzelstücke, die von der Natur inspiriert sind und ihren stolzen Preis auf jeden Fall rechtfertigen.

Die besten Kunsthandwerker sind in der Arts- and Craft Association Bornholm organisiert, was einem Qualitätssiegel gleichkommt. Für welchen Künstler man sich begeistert und welche Preisklasse ein Mitbringsel haben darf ist sehr verschieden, daher lohnt sich ein Besuch im Grønbechsgård in Hasle. Dort erfährt man in der Ausstellung viel über die Künstler und ihre Werke. Auch in Svaneke gibt es viele Galerien und Werkstätten, in denen man den Künstlern bei der Arbeit zuschauen oder schöne Stücke kaufen kann.

Eine der berühmtesten Glasbläsereien ist Baltic Sea Glas. Die von Naturformen inspirierten Glasobjekte sind auch Gebrauchsgläser, aber dafür sind sie fast zu schade. Die Textilkünstlerin Bente Hammer, die feinste Seide bedruckt und zu eleganter Mode verarbeitet, orientiert sich bei ihren edlen Kleidungsstücken ebenfalls an Motiven aus der Natur. Die Liste könnte man unendlich fortsetzen – die Auswahl an Künstlern ist so vielseitig wie die Insel selbst.

Einkaufsvergnügen im Svaneke Købmandshandel

Einkaufsvergnügen im Svaneke Købmandshandel

Nahe den Helligdomsklippen steht Bornholms Kunstmuseum. Das Gebäude wurde 1993 auf drei Ebenen an den Hang gebaut, ein lichtdurchflutetes helles Bauwerk mit toller Aussicht auf die umliegende Landschaft. Skulpturen und Malerei aus und über Bornholm bestimmen die Sammlung. Es ist ganzjährig zumindest am Wochenende geöffnet.

Eine wahre Kunst ist es auch, so köstliches Eis und aroma­tisches Weingummi zu produzieren wie die Eisdiele Mermaids in Svaneke, einen preisgekrönten Blauschimmel-Käse wie die Molkerei St. Clemens in Klemensker oder so köstliche Pasta mit ungewöhnlichen Pesto-Sorten wie die Pastariget vor den Toren von Svaneke. Im Svaneke Købmandshandel gibt es fast alles, was auf der Insel an Köstlichkeiten hergestellt wird, auch passende Getränke. Vieles bekommt man ebenfals in den Supermärkten, aber das Einkaufserlebnis im kleinen Laden am Marktplatz von Svaneke ist viel schöner.

Samstags findet von Mai bis Oktober auf dem Marktplatz ein Kunsthandwerkermarkt statt. Allerlei Handarbeiten, viel Textil und Strick, Schmuck oder die lustigen Bürsten der Nisse og Trolde Kompagniet, mit denen das Spülen zum Vergnügen wird, bekommt man hier. Wie der Name der Kompagniet schon sagt, gehören auch allerlei kleine Wichtel zum Sortiment. Am Käsewagen gibt es den leckeren Käse von St Clemens. Einen Besuch wert ist auch das Antiquitätengeschäft von Hanne Møller in der Nansengade. Fast jedes alte dänische Geschirr findet man hier zu wirklich günstigen Preisen.

Stilecht serviert: Fischbuffet in der Rögeri

Stilecht serviert: Fischbuffet in der Rögeri

Als eine Heringsschwemme vor den Küsten Bornholms dazu führte, dass alle Fischer einen eigenen Räucherofen bauten, wurde der Räucherhering zu einer Art Massenprodukt. Heute stehen zwar noch viele der markanten Schornsteine, aber Bornholmer, wie die gold im Rauch gegarten Bücklinge hier heißen, produzieren nur noch zehn Lokale. Einige haben von April bis Dezember geöffnet und bieten ein günstiges Fischbuffet an, hübsch angerichtet in einem alten Ruderboot. So kann man alle Heringsspezialitäten der Insel probieren und mit passenden Getränken hinunterspülen. Einen Überblick über die Räuchereien finden Sie hier.

Ein bekanntes Heringsgericht heißt "Sol over Gudhjem", Sonne über Gudhjem. Ein rohes Eigelb wird mit einigen Radieschen und Schnittlauch zum Bornholmer serviert. Den Namen hat ein Kochwettbewerb der Meisterköche übernommen, der jedes Jahr Ende Juni in Gudhjem stattfindet. Der beste Koch wird prämiert, ebenso neue dänische Lebensmittelkreationen. Das Publikum darf alles probieren und sich selbst ein Urteil bilden.

Lieblingsplätze und sonstige Sehenswürdigkeiten

Leckeren Fisch und dazu eine besonders schöne Terrasse bieten die Räuchereien Gudhjem und Allinge, viel Platz zum Toben für Kinder ist rund um die etwas rustikalere Räucherei Svaneke und Hasles Räucherei. Die kleine Bakkarøgeriet in Øster Sømarken vor allem in der Hochsaison geöffnet, hinter dem Haus sitzt man direkt über dem Wasser. In Svaneke und in Gudhjem findet man noch viele andere Restaurants in allen Preisklassen, auch Snogebæk hat eine gute Auswahl an Lokalen für die ganze Saison.

Kadeau
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Spitzenküche mit Aussicht: Restaurant Kadeau

  • Spitzenküche mit Aussicht: Restaurant Kadeau
  • Hasle Røgeri mit Museum und viel Platz zum Spielen
  • Willkommen bei Anja im Slusegaard
  • Teepause auf dem Marktplatz in Åkirkeby
  • Wie aus einer anderen Zeit: Heligpeder
  • Boderne Hafen, ein Schmuckstück am Meer
  • Bei Pia Stærmose in Boderne gibt es Mode und Kaffee
  • Kein Café, aber die schönste Aussicht: Dueodde Strand
  • Kostenlose ist der Fernblick vom Hammer Fyr
  • Ungestört Baden und Spazieren gehen am Råghammer Strand an der Südwestküste

Bornholm Lieblingsplätze – 10 Bilder

Gehobene Küche mit lokalen Zutaten servieren das Restaurant Kadeau in Vester Sømarken und das Le Port in Vang, wo man dazu den besten Sonnenuntergang der Insel erlebt.

Nichts außer Sand, Meer und Bäume findet man am Råghammer Strand, der zu den schönsten Küstenabschnitten im Süden zählt. Seine Lage hinter einen militärischen Sperrgebiet kennen nur wenige Besucher, obwohl er frei zugänglich ist. Bei Manövern können Wege gesperrt sein und es kann zu Lärmbelästigungen kommen.

Åkirkeby, die Stadt in der Mitte der Insel, hat einen gemütlichen Marktplatz, auf dem einmal wöchentlich ein bunter Markt stattfindet. Täglich kann man hier das Angebot des Bornholmer Teehandel probieren. Viele der Teesorten bekommt man auch im Café Slusegaard in Sømarken, neben der alten Wassermühle an Øle Å. Anja, die Wirtin, serviert dazu selbstgebackenen Kuchen und kleine Mittagsgerichte, im Winter verkauft sie allerlei dekorativen Schnickschnack in ihrer Julelade.

Der Slusegaard steht an einer geographisch interessanten Stelle: Die Schafe grasen auf dem Schnittpunkt des 55. Breitengrades und dem 15. Längengrad. Der 15. Längengrad bestimmt die Mitteleuropäische Zeit, und genau an dieser Kreuzung steht die Sonne mittags um 12 am höchsten und genau im Süden.

Sollte mal ein Heimatfilm über das Leben der Heringsfischer im letzten Jahrhundert gedreht werden, bieten sich Teglkås und Helligpeder an der Ostküste geradezu an. Hier ist die Zeit stehengeblieben. Die kleinen Fischerkaten stehen fast unverändert an der Straße und schauen auf die steinige Küste, einige kleine Boote werden immer noch zum Fischfang genutzt. Ebenfalls ein romantisches und verstecktes Kleinod ist der Svensker Havn zwischen Nexø und Årsdale. Hier gibt es nichts außer einer kleinen Bucht mit Picknickplatz, ein herrliches Plätzchen mit Meerblick! Etwas südlich davon liegt der Put-an-Take-Angelteich Ædelfisken.

Im Vingården Lille Gadegård in der Nähe von Vester Sømarken wird nicht nur Wein angebaut und gekeltert. Der Hof bietet mittags ein deftiges Buffet mit dänischer Hausmannskost und im Sommer Barbecue am Abend an. Auch das Fleisch stammt aus eigener Produktion. Wer sich davon überzeugen möchte, kann die Schweine, Schafe und Rinder hinter dem Hof besuchen.

Für die verschiedenen Alkoholika, die der Hof produziert, gibt es eine "gemischte Spirituosenplatte" auf einem Holztablett mit Brot und Olivenöl zum Kosten. Winzer Jesper führt Gäste auch gern über seine Weinberge, die hier leider keine Berge, sondern flache Felder sind. Die verschiedenen Schnäpse werden übrigens aus den Rotweinen gebrannt, die seinen Ansprüchen nicht genügen. Einen guten Rotwein ergibt das Wetter hier im Norden nur einmal in zehn Jahren! Für Kinder sind diverse Säfte im Angebot.

Steinalt und ungewöhnlich sind die Bornholmer Rundkirchen

Steinalt und ungewöhnlich sind die Bornholmer Rundkirchen

Bornholms weiße Rundkirchen sind ein bisschen kleiner als die Festung Hammershus, aber ihre besondere Form verdanken sie einer ähnlichen Funktion. Sie wurden im 12. Jahrhundert als Verteidigungs- und Kultstätten gebaut. Bei einem feindlichen Angriff konnten Frauen und Kinder in der unteren Etage Schutz suchen, während die Männer oben zwischen Zinnen und Schießscharten die Angreifer vertrieben. Die schwarzen Kegeldächer wurden erst später aufgebaut, zu Beginn hatten die Kirchen eine offene Verteidigungsplattform auf dem flachen Dach.

Die mächtigen Stützpfeiler in der Mitte der Kirchen, die alten Verzierungen und die teilweise noch original erhaltenen Mauern und Böden aus dem Mittelalter machen die Kirchen zu einem ganz besonderen Ort, der sich doch sehr von anderen Kirchen unterscheidet. Aber Bornholm hat auch eckige Schönheiten in der Kirchenlandschaft zu bieten, zum Beispiel die Bodil Kirke oder St. Peders Kirke, die als die älteste Kirche Bornholms gilt.

Abwechslung für jüngeres Publikum verspricht der Freizeitpark Joboland nahe Listed. Im Landwirtschaftsmuseum im Melstedgård erfährt man, wie das bäuerliche Leben früher war, kann eine Kutschfahrt buchen oder bei der Apfelernte helfen. Seit neuestem steht neben dem Melstedgård das Madkulturhus Gaarden, welches sich der Esskultur auf Bornholm widmet.

Herrliche Radwege führen kreuz und quer über die Insel

Herrliche Radwege führen kreuz und quer über die Insel

Radfahren ist auf Bornholm auch mit Kindern ein Vergnügen. Die ausgeschilderten Radrouten sind entweder reine Fahrradwege oder zumindest ruhige Nebenstrecken, wo kaum Autos verkehren. In der kostenlosen Fahrradbroschüre werden 21 Touren ausführlich beschrieben, darunter auch eine spezielle Kinderroute.

Die sogenannten Erbseninseln Christiansø, Frederiksø und Græsholm sind wohl versehentlich in die Ostsee gepurzelt. Sie liegen vor der Küste von Gudhjem in der See und werden täglich mit dem Schiff von Svaneke und Gudhjem aus angefahren. Hunde und Katzen dürfen nicht mit, auch Autos sind verboten. Alle anderen, die die kleinste Inselgruppe Dänemarks erleben möchten, sind willkommen. Die Inselgruppe untersteht dem Verteidigungsministerium, die etwa 100 Bewohner haben einen eigenen Inselrat und zahlen keine Komunalsteuer. Die Festung auf Christiansø wurde von Christian V. im 17. Jahrhundert errichtet, seitdem ist die Insel bewohnt. Mehr zur Insel, leider nur auf Dänisch, findet man hier.

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Aktualisiert: Juli 2016
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