Ribe – das Schmuckstück unter den dänischen Städten

Außengastronomie an einem Au mit vielen Bäumen, im Hintergrund alte Gebäude

Ribe ist nicht nur Dänemarks älteste Stadt, sondern auch eine der bekanntesten und gemütlichsten Städte des Landes. Auch Tønder und die Nachbarorte Møgeltønder und Løgumkloster sollte man unbedingt einmal besucht haben.

Map

Dänemarks älteste Stadt Ribe

Herbstlich geschmückter Innenhof in Ribe
Ob Straßenzug oder Hinterhof - in Ribe ist fast alles sehenswert und fotogen!
Altmodische Tische in einem Café
In der alten Poststation kann man heute frühstücken
Buntes Café-Mobiliar, dahinter Regale mit Geschirr
Im Quedens gaard gibt es auch das bunte Geschirr zu kaufen
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Ein unvergleichlich schöner Fleck, den man in einem Ferienhausurlaub in Dänemark nicht verpassen sollte, ist das Städtchen Ribe im flachen Land an der südlichen Nordsee.

In der historischen Altstadt zwischen dem Dom und dem malerischen Flüsschen Ribe Å reihen sich gemütliche Cafés und Restaurants, Kunsthandwerk, Design-Boutiquen und fotogene Mauernischen nahtlos aneinander.

Handelszentrum und Bischofssitz

Vom Mittelalter bis ins 17. Jahrhundert war Ribe ein bedeutendes Handelszentrum in Südjütland und zudem Bischofssitz und Standort von vier Klöstern. Die Stadtrechte erhielt Ribe vermutlich als erste dänische Stadt im 13. Jahrhundert, die erste, christliche Kirche an dieser Stelle entstand bereits um 860.

Die Mischung aus großartigen, aber dennoch dänisch-gemütlichen Bauten der vergangenen Jahrhunderte, gepaart mit hyggeligen Cafés, Restaurants und Geschäften von heute machen diese Stadt zum Publikumsmagneten. Dass sie ihre wirtschaftliche Bedeutung verloren hat, rettete wohl den historischen Charme.

Von den Wikingern zum Christentum

Die Vor Frue Kirke ist Dänemarks ältester Dom. Mit drei unterschiedlichen Türmen und gleich fünf Kirchenschiffen ist es auch ein besonderes Bauwerk. Die Innenausstattung geht bis in das 14. Jahrhundert zurück. Von der Aussichtsplattform des flachen Turms, der als Bürgerturm errichtet wurde, hat man einen weiten Blick über die flache Landschaft bis zum Wattenmeer.

Christliche Gräber aus dem frühen Mittelalter

Hinter dem Dom wurden bei Bauarbeiten christliche Gräber aus der Wikingerzeit um die Jahrtausendwende freigelegt. Durch eine Glasfront im neu errichteten Verwaltungsgebäude der Kirche kann man einen Blick auf die Ausgrabungstäten werfen.

Ansgar von Bremen, der auch Erzbischof von Hamburg und Bremen war, bekam vom Wikingerkönig Horik II im 9. Jahrhundert die Erlaubnis, eine christliche Kirche zu bauen. Die Ausgrabungen sind Zeugnisse dieser frühsten, christlichen Rituale in Dänemark, lange bevor in Dänemark das Christentum offiziell eingeführt wurde.

Seitenfront des Doms in Ribe, davor eine Bronzeplastik
Der Ribe Dom mit dem Denkmal für Ansgar, den Missionar des Nordens
Das Innere des Doms mit Kanzel und Orgel
Die Kanzel im Kirchenschiff stammt aus dem 16. Jahrhundert
Hölzerner Durchgang zum Eingangsbereich
Vom Eingangsbereich geht es hinauf zur Aussichtsplattform des Bürgerturms
Holzvertäfelter Neubau auf dem Domplatz
Durch die Glasfenster im Gemeindehaus sieht man die Ausgrabungen frühchristlicher Gräber
Rotes Fachwerkhaus mit blauer Tür
Hinter dem Dom gibt es bunte Glaskunst bei Ribe Glas
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Spuren des Wohlstands, damals wie heute

Fachwerkhaus, davor Bistrotische
Weis Stue ist das älteste Gasthaus in Dänemark
Rotes, langes Haus mit einer schnörkligen Fassade
Das Ribe Kunstmuseum ist in eine liebevoll restaurierte Fabrikantenvilla gezogen
Hafen an der Ribe Å mit Schiffen am Kai
Am Hafen legten früher Frachtschiffe an, heute ist es eher ein Schmuckstück
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Das Hotel Dagmar ist eines der ältesten Hotels in Dänemark und zugleich eines der ältesten Häuser in Ribe. Gegenüber steht das älteste Gasthaus von Dänemark, Weis Stue aus dem 17. Jahrhundert. Große Menschen werden in der kleinen Gaststube nur gebückt gehen können. Auch im Sitzen ist es eher eng, aber sehr hyggelig!

Kunst in der Fabrikantenvilla

Das Kunstmuseum Ribe zeugt von einer etwas jüngeren Epoche in Ribes Geschichte. Es wurde Mitte des 19. Jahrhunderts als Wohnhaus eines Fabrikanten erbaut. Dank einer großzügigen Spende konnte es vor einigen Jahren saniert werden, nun strahlt die prächtige Innenausstattung mit der skandinavischen Kunst aus dem 19. und 20. Jahrhundert um die Wette.

Schloss Riberhus

Vom Schloss Riberhus steht nur noch ein Hügel inmitten des Burggrabens. Vom 12.-17. Jahrhundert stand hier eine Burg des dänischen Hofes, in dem unter anderem die beliebte Königin Dagmar wohnte. Sie gab dem Hotel in der Innenstadt seinen Namen.

Stadtgeschichte im Wikinger Museum

Gleich um die Ecke ist das Museet Ribes Vikinger am Odins Plads vor dem Bahnhof. Es erzählt die Geschichte der Stadt Ribe vom 9. Jahrhundert bis in die Neuzeit, für Kinder gibt es viele Mitmachangebote. Auch die kostbarsten Fundstücke aus den Grabstätten am Dom sind hier zu sehen.

Das nachgebaute Wikingerdorf vor den Toren der Stadt öffnet im Sommerhalbjahr, im Juli wird ein Wikingerfest gefeiert.

Die Ribe Å

Die Ribe Å ist ein kleines Flüsschen, das Ribe von allen Seiten umrahmt. Der Hauptarm schlängelt sich im Süden der Stadt durch eine unbebaute Wiesenlandschaft, im Stadtzentrum bildet der Hafen an der Skibsbroen ein schönes Panorama für die Aussichtsterrasse des Kolvig Gaards.

Ein Wehr, über das die Ribe Å tagein, tagaus unter dem Mellemdammen hindurch in das Hafenbecken rauscht, bildet eine hübsche Seenlandschaft zwischen dem Stadtmuseum und den Wiesen. Zwei Nebenarme fließen nördlich und südlich um die Stadt, bis sich dann alle Arme am Schloss Riberhus vereinen und später in die dänische Nordsee münden.

Backsteinhaus mit Bannern an der Front
Das Stadtmuseum von Ribe erzählt die Geschichte der Stadt vom frühen Mittelalter bis heute
Auslage mit Geschirr und Glas im Museumsshop
Im Shop des Museums gibt es Keramik, Glas und Holzarbeiten
Flusslauf mit Booten, am Ufer eine Restaurantterrasse
Der Hafen der Stadt liegt am Fluss Ribe Å
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Romantisches Tønder

Kopfsteingasse in der Altstadt mit weißen Häusern und dänischen Flaggen
Tønder ist ein kleines, schmuckes Handelsstädtchen
Grün-weiße Haustür, eingerahmt von Rosenranken
Schöne Haustüren gibt es hier ziemlich viele
Fußgängerzone mit vielen Menschen vor einer Straßenband
Beim Tønder Festival wird in allen Gassen musiziert
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Ein weiterer, nicht nur historisch interessanter Ort im Süden von Dänemark ist Tønder. Als Handelsplatz war Tønder schon im Mittelalter bekannt, damals noch mit einem Hafen, der aber im Zuge der Landgewinnung aufgegeben werden musste.

Heute ist es ein romantisches Einkaufsstädtchen, dessen bekanntester Laden früher mal eine Apotheke war: Den gamle Apotek ist ein Paradies für Deko-Fans, vor allem zur Weihnachtszeit! Viele Urlauber planen auf dem Weg zu ihrem Ferienhaus in Dänemark einen Besuch in Tønder ein, auch wenn es heute sogar Filialen der Gamle Apotek in anderen dänischen Städten gibt.

Viel Musik beim Tønder Festival

Das musikalische Tønder Festival lockt jedes Jahr im August Tausende in die Stadt und belebt nicht nur das Festivalgelände hinter dem Wasserturm, sondern auch alle Gassen in der Innenstadt mit Musik und Trank an jeder Ecke.

Ähnlich voll wird es beim alljährlichen Weihnachtsmarkt, der schon Mitte November beginnt und an jedem Wochenende bis zum 24.12. Glockenklang und Gløggduft in die Gassen weht.

Kunst und Kuchen

Bis ins 19. Jahrhundert war Tønder auch bekannt für handgeklöppelte Spitze. Einige prachtvolle Kragen und Deckchen aus dieser Zeit sind in Drøhses Hus zu bewundern. Die Initiatorinnen dieses Museums geben ihre Kunstfertigkeit auch gern weiter in Klöppelkursen oder auf dem großen Kniplingsfestival, das alle paar Jahre in Tønder stattfindet.

Köstlichen Kuchen und knusprige Brötchen bekommt man in der Bäckerei Hansen, die zu den Guldbageren gehört, einem Markennamen für traditionelle und hochwertige Backwaren.

Zum gemütlich Sitzen und Kaffeetrinken bietet sich das Klostercafeen an. Das spätgotische Gebäude wurde im 16. Jahrhundert als Sitz einer Kaufmannsgilde gegründet, später war es eine Bäckerei mit Kaffeestube. Das heutige Café trägt auch innen noch viele Andenken an die früheren Zeiten.

Tønder Kunstmuseum

Die gesammelte Kulturgeschichte von Tønder ist im Kunstmuseum am Wegner Plads ausgestellt. Klöppelspitze, Malerei und vor allem die Stühle des Designers Hans J. Wegner im ehemaligen Wasserturm sind die Hauptattraktion.

Weißes Gebäude mit einem offenen Durchgang in der Mitte, links daneben ein Wasserturm
Das Tønder Museum zeigt Kunst und Design, auch im benachbarten Wasserturm
Barockhaus mit altem Schaufenster
Drøhses Hus ist ein sehr schönes Stadthaus aus dem 17. Jahrhundert
Klöppelarbeit auf einer gezeichneten Vorlage
Das Museum in Drøhses Hus zeigt Klöppelspitze aus Tønder
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Løgumkloster und Møgeltønder

Große Backsteimkirche mit Kupeferdach, davor ein Friedhof
Die Løgum Kloster ist eine der schönsten Kirchen in Dänemark
gleichförmige, kleine Grabstätten auf dem Friedhof
Auch der gepflegte Friedhof an der Klosterkirche ist eine Augenweide
Weiße, recht schmucklose Häuser an einer Kopfsteinpflastergasse
Die Klostergade hat ihre einheitlichen Fronten über die Jahrhunderte behalten
Gleichförmige Reetdachhäuser an einer Kopfsteinpflasterallee
Die romantische Slotsgade in Møgeltønder ist eine der schönsten Straßen in Südjütland
Weißes, kleines Schloss hinter einer Brücke über den Burggraben
Das Schackenborg Slot am Ende der Straße gehört der königlichen Familie
Gelber Tisch mit Blumen vor einem weißen Reetdachhaus
In Mormors lille café an der Slotsgade gibt es naive Malerei zum Kuchen
Flohmarktauslage vor einem weißen Tor
Das ein oder andere Flohmarktschnäppchen findet man gegenüber in der Butik Slotsgaden
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In Løgumkloster steht eine besondere Klosterkirche, die einst zu einem Zisterzienserkloster gehörte. Sie wurde kunstvoll aus rotem Backstein errichtet und zählt zu den schönsten Kirchen in Süddänemark.

Der große Glockenturm in der Nähe der Kirche ist ein modernes Bauwerk. Das Carillon spielt über das Jahr zu bestimmten Zeiten wechselnde Musikstücke ab.

Das schmucke Dorf Møgeltønder

Am Wegweiser nach Møgeltønder sollte man unbedingt abzweigen und die entzückende Lindenallee zum Schackenborg Slot entlang schlendern.

Im Schloss wohnte früher der dänische Prinz Joachim mit seiner Familie, heute wird das Anwesen von einer Stiftung betreut. Der Schlossgarten ist frei zugänglich, das Schloss kann man während einer Führung besichtigen.

Die Slotsgade ist von schmucken Backsteinhäusern gesäumt, in denen das ganze Jahr über verschiedene Cafés, Restaurants und Antikgeschäfte öffnen. Besonders sehenswert ist Mormors lille Café mit einem romantischen Garten und naiver Malerei an den Wänden.

Was macht man in Ribe
Aktivität Unsere Bewertung
Strandurlaub
Schlecht Schlecht
Kinderfreundlich
Mittel Mittel
Shopping
Gut Gut
Hundefreundlich
Mittel Mittel
Sport & Spiel
Mittel Mittel
Fahrradverleih
Schlecht Schlecht
Lokale Leckereien
Gut Gut
Kunsthandwerk
Gut Gut
Wandern
Schlecht Schlecht