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    Helsingør – Kulturzentrum in Nordseeland

    Dampfschiff im Hafen, dahinter die Kronborg

    Das Schloss Kronborg, die Kulturwerft mit verschiedenen Museen zur Seefahrt und noch so einige Sehenswürdigkeiten kann man in Helsingør besuchen. Sehenswert ist schon allein die Lage, vis-à-vis von Helsingborg in Schweden.

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    Karte

    Geschichte und berühmte Geschichten in Helsingør

    Die Hafenstadt Helsingsør ist nur einen Katzensprung vom schwedischen Helsingborg entfernt. Bevor die Øresundbroen bei Kopenhagen eröffnet wurde, bot die Fähre zwischen beiden Städten die schnellste Verbindung zum Nachbarland. Wer vom Ferienhaus in Dänemark einen Abstecher nach Schweden machen möchte, kann nach wie vor mit eine Fähre oder mit den schnellen Sundbusseen übersetzen.

    Berühmt wurde Helsingør durch eine Tragödie, die ein englischer Dichter über einen dänischen Prinzen schrieb: William Shakespeare lässt sein berühmtes Drama Hamlet im Schloss Kronborg spielen.

    Tatsächlich lebte Hamlet, der den Brudermord an seinem Vater rächen will und damit das Unglück erst richtig anzieht, am Limfjord auf der Insel Mors. Die mächtige Kronborg mit ihren sternförmigen Festungsanlagen ist aber ungleich spektakulärer als die Limfjordinsel und so wurde Kronborg als Hamlet-Schloss bekannt.

    Strandurlaub am Jachthafen

    Westlich vom Schloss liegt der Jachthafen und davor ein breiter Sandstrand. Die meisten Ferienunterkünfte in Helsingør findet man hier, es sind Appartements im Strandhotel Marielyst.

    Ein Stadtrundgang zum Kennenlernen

    Von einem Ferienhaus in Nordseeland ist es nicht weit in diese Stadt mit ihren vielseitigen Sehenswürdigkeiten.

    Helsingør sorgte durch seine Lage am Øresund für sprudelnde Einnahmen aus dem Sundzoll, den vom 15. - 19. Jahrhundert alle nicht-dänischen Schiffe für die Passage zahlen mussten. Die Altstadt mit der Fußgängerzone, bunten Kopfsteinpflastergassen und imposanten Kaufmannshöfen zeugt vom Wohlstand jener Tage.

    Der Elsinore Walk

    Wenn das Wetter mitspielt, sollte man den Tag mit einem Stadtspaziergang beginnen. Der Elsinor Walk (Elsinor ist der englische Name für Helsingør) ist ein etwa dreistündiger Rundgang, der an allen Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbeiführt. Zehntausend Schritte braucht es, um alles anzuschauen!

    Große Museen, kleine Gassen und berühmte Eisdielen - hier wird nichts ausgelassen. Eine Broschüre und einen Plan bekommt man kostenlos in allen Touristeninformationen, der Weg selbst ist auf dem Pflaster blau markiert. Auch online findet man den Plan mit kurzen Erläuterungen zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten.

    Für Radfahrer gibt es ebenfalls eine kostenlose Karte in der Touristeninformation, die auch die Radwege rund um Helsingborg umfasst.

    Das Kulturviertel am Hafen

    Das gesamte Areal zwischen Hafen und Schloss Kronborg ist nach dem Schließen der Werft zum Kulturhavn umgestaltet worden.

    Die Werfthallen wurden mit einem Neubau ergänzt und bilden die sogenannte Kulturwerft. Ähnlich wie das Nordkraft in Aalborg vereinigt sie Museen, Sport- und Kletterhallen, Cafés und eine Multifunktionshalle unter einem Dach. An der Rezeption gibt es einen Guide, der alle sechs Gebäude der Kulturwerft vorstellt.

    Auf dem großen Platz vor dem Haupteingang hat man nicht nur das schöne Schloss vor Augen, sondern auch den Ausflugsdampfer Hjalmar und den Hafenjungen, eine verchromte Skulptur, der auf die Kleine Meerjungfrau in Kopenhagen anspielt. Auf die Verschmutzung der Meere macht eine andere Figur aufmerksam: Der Plastikmüll für den Garbage Fish wurde aus dem Øresund gefischt.

    Der Tänzerinnenbrunnen

    Auf einer Grünfläche stadteinwärts steht der Tänzerinnenbrunnen, eine Schöpfung des dänischen Bildhauers Rudolf Tegner.

    Das Werftmuseum findet man in der Kulturwerft, das neu gebaute M/S Museum für Seefahrt versteckt sich vor dem Gebäude in einem ehemaligen Trockendock.

    Im Verborgenen: das Museum für Seefahrt

    Der dänische Architekten Bjarke Ingels hat architektonisches Kunstwerk für den Untergrund entworfen. Die Ausstellung zur Seefahrt ist mindestens so interessant. Die Präsentation der Exponate, die stimmungsvollen Licht- und Toneffekte und die Mitmachangebote sprechen alle Altersstufen an, auch wenn die Begleittexte nur in Dänisch und Englisch verfasst wurden.

    Man geht auf eine emotionale Reise in die Tiefe; zunächst hell und fröhlich wie die Seefahrerromantik vergangener Jahrhunderte, dann schwankend wie auf einem Schiff mit alten Sextanten und Kompassen und später düster und beängstigend, wenn es um die Beteiligung der Seefahrt am Zweiten Weltkrieg geht.

    Die Ausstellung endet mit einem modernen Containermodell, das selbst als Modell noch riesig ist. Hier erfährt man auch etwas über die Reederei Mærsk, dem größten, dänische Unternehmen und eine der größten Reedereien weltweit.

    Technik am Stadtrand

    Das Technische Museum liegt etwas außerhalb von Helsingør, daher kommt man dort auf dem Rundgang nicht vorbei. Es wurde bereits 1911 in den Räumen der Technischen Universität gegründet und zeigt so ziemlich alle Fahrzeugtypen, die nicht im Wasser schwimmen. Voraussichtlich 2023 wird es umziehen nach Kopenhagen in das Heizkraftwerk Svanemølle am Nordhafen.

    Stadtgeschichten und hyggelige Gassen

    In der Altstadt, die zwischen dem Fähranleger und der Kulturwerft liegt, gibt es noch weitere Museen. Das Stadtmuseum in einem Stiftskrankenhaus aus dem 16. Jahrhundert zum Beispiel, oder der Skibsklarerergaarden, wo die Schiffer auf ihre Papiere für die Passage durch den Øresund warteten. In diesem Fachwerkhaus ist Dänemarks älteste Ladeneinrichtung erhalten, wo die Seeleute früher Proviant kaufen konnten.

    Beim jährlichen Zollmarkt, einem Stadtfest in historischem Gewand, lebt die alte Seefahrts-, Zoll- und Handelstradition wieder auf, die Helsingør viele Jahre zu Wohlstand und Bedeutung verholfen hat.

    Zeit für eine Kaffeepause

    Kaffee, Kuchen, Eis und Fisch gibt es in Helsingør nicht nur in der großen Streetfoodhalle im Werftgelände. In den hyggeligen Gassen, an der Fußgängerzone und auch in den Wallanlagen von Schloss Kronborg gibt es zahlreiche Lokale.

    Das älteste und über die Grenzen von Dänemark hinaus bekannte Eiscafe ist das Ishus Brostræde von 1920. Hier sollen schon Cary Grant und das dänische Königshaus ein Eis gegessen haben.

    • Mittel Strandurlaub
    • Gut Kinderfreundlich
    • Gut Shopping
    • Mittel Hundefreundlich
    • Gut Sport & Spiel
    • Mittel Fahrradverleih
    • Gut Lokale Leckereien
    • Mittel Kunsthandwerk
    • Mittel Wandern

    Kathrin von Maltzahn
    Seit mehr als 40 Jahren liebe ich die dänische Gemütlichkeit, die wunderbare Natur und die herrlichen Küsten! In meinem Reiseführer Dänemark für Kenner verrate ich euch mehr über Helsingør und die Erlebnisse in den benachbarten Regionen.

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    Henrik Ranch
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